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Almer zu Früchtl: "Eigentlich wäre mir Österreicher lieber"

Robert Almer äußert sich zur Torwartsituation in Österreich und gibt seine Meinung zu Christian Früchtl im Austria-Tor zu Protokoll.

Almer zu Früchtl: Foto: © GEPA

Robert Almer ist von seinem Posten als Torwarttrainer des Nationalteams zurückgetreten. Jetzt studiert er Physiotherapie und entwickelt seine eigenen Tormann-Handschuhe, die demnächst in den Verkauf gehen sollen.

Dennoch hat er die Torwartsituation in Österreich weiter im Blick. Im Interview mit der ADMIRAL Bundesliga sieht er den ÖFB "sehr stabil" aufgestellt. 

"Pentzi dürfte in Dänemark endlich sein Glück gefunden haben. Alex (Schlager) hat in Salzburg noch einmal einen Schritt nach vorne gemacht, nachdem man vorher vermutet hat, dass er dort gar nicht spielen wird. Er hat viel investiert und das Loch, in das er beim LASK 2021 aus verschiedenen Gründen gefallen war, hat ihn letztlich sogar weitergebracht", meint er.

Lange kein Tormann auf Weltklasse-Niveau

Aber auch die Talente hat er im Blick. Zu LASK-Goalie Lawal meint er: "Er hat enormes Potenzial und gegenüber den anderen auch eine gewisse Größe, die sicher kein Nachteil ist."

Rapid-Schlussmann Hedl hingegen müsse "gerade mit der ganzen aktuellen Thematik fertig werden". Almer geht davon aus, dass dem 23-Jährigen so etwas nicht mehr passiere.

Österreich habe aber seit einiger Zeit keinen Torhüter auf Weltklasse-Niveau. "Der Letzte bei einem Top-Klub war Alex Manninger (Liverpool, Anm.), wobei er dort auch nicht immer gespielt hat", so Almer.

Früchtl? "Ein Business-Modell"

Bei seiner Austria steht mit Christian Früchtl ein Deutscher zwischen den Pfosten. "Eigentlich wäre mir ein Österreicher lieber, weil ich natürlich immer noch ein Fan unseres Nationalteams bin und so viele Österreicher wie möglich in der Bundesliga sehen will", meint Almer. Er hat aber Verständnis für den Weg der "Viola". 

"Aber bei ihm sag’ ich noch ja, er gehört der Austria, hat Verkaufspotenzial, das ist ein Business-Modell, das die Austria in ihrer Lage braucht", erklärt Almer. 

Sonst wünsche er sich aber, "dass möglichst viele junge Österreicher spielen. Statistiken zeigen ganz klar: Je mehr Praxis ein Torhüter in jungen Jahren sammelt, desto weiter entwickelt er sich. Ein Jahr Regionalliga oder ein Jahr Bundesliga macht einen großen Unterschied".


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