"Wie in England" - Stögers Rolle war eigentlich anders geplant
Bei "Talk und Tore" gibt der Rapid-Sportchef Einblicke in die eigentliche Idee mit Peter Stöger als Cheftrainer.
Cheftrainer Peter Stöger und der SK Rapid - diese Gemeinschaft hat nicht so wirklich funktioniert.
Fünf Monate lang coachte Stöger die Hütteldorfer, nach einem starken Start stockte der Motor ab Ende September gehörig.
Das Resultat? Ende November trennten sich die Wege. Nach einigen Spielen unter Interimstrainer Stefan Kulovits kam mit Johannes Hoff Thorup ein gänzlich anderer Trainertyp.
Anders als gedacht
Die Rolle von Stöger war nämlich in Wirklichkeit anders geplant. Wie Rapids Geschäftsführer Sport Markus Katzer bei der "Sky"-Sendung "Talk und Tore" verrät, habe er mit Stöger vor dessen Amtsantritt viele Gespräche geführt.
Die grundsätzliche Spielidee, wie sie schon unter Robert Klauß bestand, sollte nämlich weitergeführt werden. "Wir haben eigentlich nicht die Intention gehabt, einen anderen Fußball zu spielen", erklärt Katzer.
Stöger wurde von der sportlichen Führung "eigentlich in einer Manager-Funktion gesehen, wie sie auch in England oft üblich ist."
"Wollten auf diesem Weg bleiben"
Heißt: Der sportliche Alltag hätte vermehrt auf andere Schultern verteilt werden sollen: "Wir wollten mit einem modernen Trainerteam dann schon auf diesem Weg bleiben."
Dieser Plan ging allerdings nicht auf. Woran es lag, erzählt Katzer nicht. Er erklärte nur: "Es hat sich anders entwickelt, deswegen haben wir auch den Trainer getauscht." Mit Hoff Thorup sei wieder jener Weg eingeschlagen worden, den Rapid bereits mit Klauß verfolgte.
"Macht gar keinen Sinn, über Titel zu sprechen"
Darüber hinaus wurde Katzer natürlich auch auf den Meistertitel angesprochen. Der Hütteldorfer Sportchef wiederholt in diesem Zusammenhang ein Zitat, das er ähnlich schon vor über eineinhalb Jahren sagte: "Es macht gar keinen Sinn, über Titel zu sprechen. Titel macht man einfach."
Rapid sei "noch voll dabei in der Meisterschaft". In der Vergangenheit hätte der Fokus aber viel zu sehr auf Titelgewinnen gelegen.
Als Ziel wird stattdessen angegeben, nachhaltig um die Topplätze in der Bundesliga mitzuspielen. "Und wenn du das machst, dann wird man es nicht verhindern können, dass man irgendwann ganz vorne steht", sagt Katzer am Ende leicht lachend.