NEWS

"Bock auf diese Begegnung" - Vorfreude bei Beichler vor Liga-Hit

Der neue Salzburg-Trainer feiert sein Debüt ausgerechnet im Topspiel gegen LASK. Für Sturm geht es gegen das Schlusslicht, Ried will die Top 6.

"Bock auf diese Begegnung" - Vorfreude bei Beichler vor Liga-Hit Foto: © GEPA

Der Sonntag bringt in der 20. Runde der ADMIRAL Bundesliga das Gipfeltreffen.

Der dahinholpernde Tabellenführer Salzburg gastiert mit Neo-Coach Daniel Beichler beim punktgleichen ersten Verfolger LASK (17:00 Uhr im LIVE-Ticker >>>), der drei Spieltage vor der Punkteteilung eine Ansage tätigen kann. Meister Sturm, der Schlusslicht Blau-Weiß-Linz zu Gast hat (14:30 Uhr im LIVE-Ticker >>>) könnte der lachende Dritte des Schlagers sein.

Ried will bei der WSG Tirol (14:30 Uhr im LIVE-Ticker >>>) der Meistergruppe einen Schritt näher kommen.

Schwerer Start für Neo-Coach Beichler

(Text geht unterhalb der Abstimmung weiter)

Nach Pep Lijnders und Thomas Letsch soll es in Salzburg nun also Daniel Beichler richten. Der ehemalige Sturm-Graz-Kicker stieg drei Tage nach dem mageren 1:1 gegen Nachzügler GAK vom Liefering-Coach zum Männerchef auf und startet mit der aktuell wohl schwierigsten Aufgabe in den neuen Job.

Der LASK mag vergessen haben, wie sich eine Niederlage anfühlt, Beichler will den Linzern dieses Gefühl wieder nahebringen. "Ich freue mich auf dieses Spitzenspiel am Sonntag. Wir haben alle Bock auf diese Begegnung, auch weil wir zeigen können, dass wir eine richtig gute Mannschaft sind", bekräftigte der 37-Jährige.

Zur Bundesliga-Tabelle >>>

Der LASK wiederum vermied zuletzt beim 1:1 in Ried in buchstäblich letzter Minute die erste Niederlage in zwölf Pflichtspielen unter Dietmar Kühbauer, meisterwürdig war nicht zuletzt der Wille. Und an dem soll es auch diesmal nicht mangeln.

"Wir benötigen eine sehr gute Leistung, dahinter steckt sehr harte Arbeit, wir müssen von der ersten bis zur letzten Minute stark im Kopf sein", betonte Erfolgsgarant Kühbauer.

Salzburg sei zwar "immer noch ein Topteam", aber nicht mehr in alter Blüte. "Früher hast du ab der ersten Minute nicht gewusst, was passiert. Da hat sich was verändert, die Mannschaften beweisen mehr Mut", konstatierte der Burgenländer.

Stimmungsaufheller für die "Blackies"?

Angesichts spielerisch mauer Auftritte und einer "leicht depressiven Stimmung" (Trainer Fabio Ingolitsch) dürfen Sturm derzeit einzig ausgewählte Statistiken beruhigen. Jene etwa, dass man im Oberhaus noch nie gegen Blau-Weiß verloren hat (6 Siege, 1 Remis); oder dass 2026 einer Niederlage bisher immer ein Sieg folgte; oder dass beide Partien in Graz gewonnen wurden (jeweils 1:0 gegen Brann Bergen und Ried).

"Wir wollen an die zwei letzten Heimspiele anschließen, mit Energie, mit Leidenschaft alles investieren", bekräftigte Ingolitsch, dessen Team mit einem Sieg die Spitze erklimmen könnte, so die Konkurrenz mitspielt.

Bedeutende Ausfälle

Der Nachfolger von Jürgen Säumel wies einmal mehr auf die schwierigen Umstände seiner Mission hin. "Wir sind in einem großen Umbruch. Das ist Sturm neu. Wir spielen praktisch mit einer neuen Mannschaft, starten einen neuen Prozess, gehen in eine neue Ära", betonte der Salzburger, der nicht nur Abgänge, sondern auch mehrere Verletzte verkraften muss.

U.a. fallen Kreativgeist Otar Kiteishvili und Winterzugang Jusuf Gazibegovic mit muskulären Blessuren aus. Emir Karic (Hexenschuss) ist fraglich.

Bei Blau-Weiß durfte man zuletzt nach fast fünfeinhalb Monaten ohne Liga-Sieg mit dem 2:1 über den WAC aufatmen. "Unsere drei Punkte vom vergangenen Wochenende waren für uns sehr wichtig. Wir wollen an diese Leistung anknüpfen", versicherte Neo-Coach Michael Köllner.

Die Linzer liegen drei Punkte hinter dem GAK am letzten Platz, "ein Anfang ist getan", erklärte der Deutsche. Gegen den WAC meldete sich der zuletzt etwas eingerostete Goalgetter Ronivaldo mit einem Treffer zurück, mit Thomas Goiginger ist ein anderer Offensivmann allerdings fraglich.

Es geht um die Wurst

Die SV Ried ist nach wie vor drauf und dran, im Aufstiegsjahr den Einzug in die Meistergruppe zu schaffen. Auch wenn das Last-Minute-Gegentor beim 1:1 gegen den LASK schmerzte, ist Trainer Maximilian Senft vor dem Trip nach Innsbruck optimistisch.

Auch wenn nach dem Derby-Fight ein "gravierender Tapetenwechsel" anstehe, sei er überzeugt, "dass unsere Mannschaft dieser Herausforderung gewachsen ist", betonte Senft vor seinem 100. Pflichtspiel als Ried-Coach.

Zur Bundesliga-Torschützenliste >>>

Beim Gegner erkannte er Adaptierungen. "Der Zugang, so viele Situationen wie möglich spielerisch zu lösen, wurde angepasst. Wir erwarten deutlich mehr weite Bälle in die letzte Kette, Duelle um zweite Bälle und einen starken Fokus auf Standardsituationen."

Mit der WSG wartet allerdings ein Team, das drei Punkte hinter Ried auch selbst noch mit den Top sechs liebäugeln darf. Der jüngste 1:0-Erfolg über Sturm verlieh den Tirolern einen Schwung, den man nun auch Ried spüren lassen will. "Schon das Spiel gegen den LASK (0:1, Anm.), auch wenn wir da nicht gepunktet haben, hat ihnen ein gewisses Selbstvertrauen gegeben.

Der Sieg gegen Sturm hat das Ganze natürlich noch einmal mehr gepusht", sagte Trainer Philipp Semlic. Er muss allerdings um den Einsatz von Goalie Adam Stejskal bangen. Der Tscheche klagt nach wie vor über Augenprobleme.

Kommentare