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Ein Osterwochenende mit vielen "faulen Eiern"...

Vom Rapid-Goalie über die Schiris und Video Referee Assistenten bis hin zum "Eierpecken" beim FAC - am Osterwochenende war in vielen "Nestern" etwas zu finden...

Ein Osterwochenende mit vielen "faulen Eiern"... Foto: © GEPA

Wer legt wem ein Ei ins Netz? Die Osterfeiertage haben im heimischen Fußball traditionell immer wieder Überraschendes und Verrücktes zu bieten.

Vom "Eier-Goalie" bis zum "Nestbeschmutzer" - auch 2026 mussten die Kritiker nicht lange suchen, um "faule Eier" im "Fußball-Nest" zu finden.

Den Vogel schoss Rapids Tormann Niklas Hedl mit seinem Patzer beim Spiel gegen den SK Puntigamer Graz zu Beginn der zweiten Hälfte ab. Ein Schuss von Jacob Hödl rutschte Hedl durch die Arme. Seedy Jatta reagierte schneller als der Rapid-Goalie, der um Orientierung rang, und spitzelte Rapid das 2:0 ins "Nest".

Auch die Schiedsricher und VAR's zeigten eine Woche nach ihrem Kurzlehrgang "Orientierungsschwierigkeiten" und versteckten das eine oder andere "faule Ei".

Die Karfreitag-Frage

Am Karfreitag wird Schiri Alain Sadivovksi beim Spiel Ried gegen Altach zum Monitor gerufen, als er einem Rieder Gelb für Simulation im Altach-Strafraum zeigt.

Eine überzogene Maßnahme, wie wir finden. Überzogen ist auch dieser VAR-Eingriff, der in einem Strafstoß nach einem "on-field review" (OFR) endet.

Denn eine Woche zuvor wird im Spiel BW Linz gegen SV Ried eine ähnliche Situation von "VAR Österreich" noch als "im Rahmen einer natürlichen Bewegung zu einem streifenden Kontakt am Vorfuß" als nicht strafstoßwürdig aufgelöst.

Ein Rieder Tor wird obendrein wegen eines Fouls am Altach-Tormann mit großer Zeitverzögerung aberkannt, als dieser nach gefühlten zehn Sekunden bereits wieder zwischenzeitlich einen Schuss auf das Tor abwehren konnte und das mögliche strafbare Blocken keinerlei Einfluss mehr hatte.

Gleich oder gar nicht pfeifen.

Schiri vertraut den "Adleraugen" des VAR

Auch nicht leicht hat es Referee Markus Hameter in Graz, der zunächst kein strafbares Handspiel beim Spiel GAK gegen BW Linz Ende der ersten Halbzeit am Spielfeld erkennt.

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Die Bilder, die Hameter zu sehen bekam, waren nicht ideal
Foto: ©GEPA

Sein VAR holt ihn allerdings zum Spielfeldrand und Hameter muss mit einer schlechten Kameraperspektive entscheiden, ob der Ball überhaupt den Arm berührt.

Die Flugbahn des Balles ohne erkennbare Richtungsänderung deutet nicht darauf hin. Die Adleraugen des VAR werden vom Schiedsrichter übernommen und es gibt Strafstoß.

Ist das eine klare, offensichtliche Fehlentscheidung, die einen VAR-Eingriff zwingend erfordert?

Bei Hartberg gegen Salzburg greift der VAR in zwei Szenen ein: Eine ungeahndete Torchancenverhinderung wird nach Bildschirmbetrachtung von Schiri Safak Barmaksiz korrigiert. Warum das am Spielfeld von ihm oder auch seinem Assistenten nicht gleich erkannt wurde, bleibt rätselhaft.

Und dann ist da noch das aberkannte 1:3 wegen eines angeblich vorangegangenen Foulspiels eines Salzburgers. Die TV-Bilder geben weder dem Fernseh-Zuschauer Klarheit noch Barmaksiz, aber der folgt blind dem VAR.

Es handelt sich um keine klare und offensichtliche Fehlentscheidung, hätte dieser Treffer gezählt. Somit ist es ein vermeidbarer VAR-Eingriff.

Elfer und Gelb gegen die Austria?

Am Samstag bei LASK gegen FAK war zunächst bemerkenswert, dass Alexander Harkam, der am Tag zuvor noch das Spiel WSG Tirol gegen WAC leitete, als 4. Offizieller aufgeboten wird.

Hätte sich Jakob Semler beim Aufwärmen verletzt, wäre Harkam zu zwei Spielleitungen innerhalb von 24 Stunden gekommen. Einem Bundesligaspieler wird das laut Vorschriften nicht zugemutet.

Gab es bei den Schiris also keine personellen Alternativen oder ging es einfach nur ums Geldverdienen?

Im Spiel erfolgt ein OFR und zwar nach einem ungeahndeten Handspiel von Schiri Jakob Semler durch den Austrianer Tin Plavotic.

Überprüft werden muss, ob es sich um eine Torchancenverhinderung handelt (da kommen bereits Zweifel hinsichtlich der Ballkontrolle auf) und wo denn diese stattfindet.

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War Rot gegen Plavotic berechtigt?
Foto: ©GEPA

Gezeigt wurden Semler die Bilder von der Seite, der Moment des Kontakts ist dabei allerdings nicht eindeutig festzustellen. Letztlich entscheidet der Schiri auf Rote Karte und Freistoß.

Der Freistoß wird ca. einen Meter vor der Strafraumlinie ausgeführt, wo der Kontakt mit Sicherheit nicht erfolgte.

Die Einstellung mit der Hinter-Tor-Kamera hätte Semlers Meinung wohl geändert. Denn da ist zu sehen, wie Plavotic seinen Fuß bereits auf die Strafraumlinie setzt und die Hand vor dem Körper den Ball berührt. Somit ist das Vergehen wohl nicht außerhalb erfolgt.

Elfmeter für den LASK und Gelb für Plavotic wäre die vielleicht richtigere Entscheidung gewesen.

Eierpecken in Floridsdorf

Seinen sehenswerten Abschluss findet das Osterwochenende im 21. Wiener Gemeindebezirk beim Duell FAC gegen Vienna.

Bemerkenswert, dass der in der IFAB-Spielregel 8 zwingend vorgesehene Münzwurf vor dem Spiel durch ein "Eierpecken" ersetzt wird.

Ob die Aktion durch vorherige Anfrage und Genehmigung durch die FIFA – denn dies wäre zwingend notwendig – akribisch vorbereitet worden ist, wollen wir nicht hinterfragen.

In der 32. Minute ist dann aber Schiri Stefan Macanovic bei einem Foul von Simon Filipovic nicht im Bilde.

Für ihn nur ein simples Foul, auf wienerisch ein "Peckerl", das sich aber als Tritt gegen den Knöchel des Vienna-Spielers herausstellt.

Bei näherem Hinsehen ein heftiges Vergehen mit Verletzungsgefahr, das eine Rote Karte erfordert. Es gibt aber nicht einmal die zweite Gelbe für den bereits verwarnten Floridsdorfer.

Auch die beiden ORF-Experten Michael Liendl und Roman Mählich erkennen hier die "offene Sohle" sowie das späte Attackieren und die klare Verletzungsgefahr und verlangen nach einer Roten.

Am Dienstagvormittag hat uns VAR Österreich aber wieder einmal aufgeklärt. Alles richtig gemacht in Ried, Graz und Linz - die Toraberkennung in Hartberg wird nicht aufgelöst.

Das war aber so zu erwarten, denn am Ende der Saison muss ja die Statistik für "Schiri-Chef" Viktor Kassai und seine Mitstreiter passen. Auch wenn gleichzeitig die Zahl der Zweifler von Woche zu Woche steigt, da eine einheitliche Linie der Referees weiter vermisst wird.

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