Wende in Klagenfurt? "Ziehe Nackerten nicht Geld aus der Tasche"
In Klagenfurt bahnt sich eine spektakuläre Wende an. Sogar ein Trainingslager ist geplant.
Naht die Rettung für den SK Austria Klagenfurt?
Eigentlich stand der Bundesliga-Absteiger der Saison 2024/25 schon vor dem Aus. Auch, weil Ex-Geldgeber und TGI-Gold-Chef Helmut Kaltenegger dem Verein mit Insolvenz- und Strafantrag drohte.
Nun bahnt sich jedoch eine interessante Wende an - wie Unternehmer Kaltenegger gegenüber der "Krone" sagt, plant er abermals bei "Violett" einzusteigen.
"Wir lassen die Austria nicht verrecken"
Ursprünglich forderte der Steirer 700.000 Euro an Rückzahlungen, die er dem Klub im Falle eines Bundesliga-Verbleibs zugesichert hatte. Statt Gesellschafter Zeljko Karajica und dem Verein damit den fatalen Stoß zu verpassen, will er davon nun absehen.
"Der Austria stehen ja aufgrund einer von mir unterschriebenen Garantie bekanntlich 600.000 Euro zu – die habe ich jetzt freigegeben. Damit wäre der Klub im drohenden Insolvenzverfahren mal kurzfristig gerettet. Klar könnte ich nun streiten und meine 700.000 Euro einklagen, dann bräuchte ich auch die 600.000 Euro nicht einzahlen. Das Geld sehe ich eh nie mehr. Und wieso sollte ich einem Nackerten noch was aus der Tasche ziehen?!"
Stattdessen will Kaltenegger erneut bei der Austria einsteigen. "Die Jugendarbeit ist gut, der Nachwuchs darf nicht leiden. Ich werde mich mit Karajica treffen, damit wir wieder Hauptsponsor werden und den Klub – wie schon in der Bundesliga – noch einmal retten! Wir lassen die Austria nicht verrecken."
Sogar Trainingslager geplant
Doch ein neuerliches Engagement dürfte nur zu klaren Konditionen entstehen. "Wenn, dann muss Karajica bereit sein, dass wir die Richtung vorgeben. Wir möchten ein mächtiges Wort mitreden. Aber dafür müssen wir uns jetzt mal an einen Tisch setzen", stellt Kaltenegger klar, und schließt obendrein eine Übernahme nicht aus.
Sportlich bereitet sich die Mannschaft von Neo-Coach Slobodan Grubor aktuell auf die Frühjahrssaison in der ADMIRAL 2. Liga vor. Von Samstag bis Mittwoch soll es sogar auf Trainingslager ins slowenische Catez gehen.
Falls dieses doch nicht stattfindet, wird man stattdessen auf dem Kunstrasen vor dem Wörthersee-Stadion gegen Zweitligist NK Triglav Kranj testen.