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Wacker-Versagen "tut uns allen weh"

Innsbrucker Siegesserie endet zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt.

Die Siegesserie des FC Wacker Innsbruck reißt zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt!

Acht Spiele in Folge ließen die Tiroler keine Punkt mehr liegen, ehe ausgerechnet am letzten Spieltag der 2. Liga - im alles entscheidenden Spiel um das Erreichen der Relegation - eben jene Serie ihr Ende fand.

Vor eigenem Publikum setzte es für Wacker eine 0:1-Pleite gegen den FC Juniors OÖ (Spielbericht >>>), der gleichzeitige 2:1-Auswärtssieg des SK Austria Klagenfurt bei Rapid II (Spielbericht >>>) machte das Tiroler Debakel perfekt.

"Klar tut es im Moment weh, es tut uns allen weh momentan", zeigt sich Wacker-Cheftrainer Daniel Bierofka nach dem Spiel im "ORF"-Interview sichtlich mitgenommen.

 

Bierofka: "Greifen wieder an"

Dennoch beharrt der Deutsche darauf, trotz der Stunde des Trauers nicht auf die herausragenden letzten Wochen zu vergessen.

"Was wir die letzten Wochen abgeliefert haben, auf das kann man nur stolz sein. Heute sind wir alle enttäuscht, aber im Sport ist das so, du musst wieder aufstehen und nächstes Jahr wieder angreifen", gibt sich Bierofka kämpferisch.

(Text wird unter dem Video fortgesetzt)

 

"Wir haben uns viel vorgenommen für das heutige Spiel. Wir waren super drauf, haben die letzten acht Spiele gewonnen, sind auch dementsprechend ins Spiel gegangen. Heute war es aber zu wenig", sagt Alexander Gründler nach dem Spiel.

"Unnötige Fehler" kosteten Innsbruck Relegation

So gut die letzten Wochen der Tiroler aber auch waren, so mager war die Vorstellung am Samstag gegen ein Juniors-Team, für das es in der letzten Runde um nichts mehr ging. Umso erstaunlicher, welch kampfbetonte und aufopferungsvolle Leistung die Oberösterreicher ablieferten.

Einen guten Kampf konnte man auch Wacker nicht absprechen, die fehlende spielerische Komponente brach Innsbruck letztlich das Genick.

"Das ist eigentlich genau das, was uns in den letzten Wochen so stark gemacht hat. Wir haben viele leichte Ballverluste gehabt, viele unnötige Fehler", so Bierofka.

Wackers "Rucksack zu schwer"

Vor allem nach dem Rückstand sah man Wacker die Verunsicherung förmlich an. "Nachdem wir mit dem Freistoß das 0:1 gekriegt haben, hat man gemerkt, der Rucksack ist noch schwerer bei uns", findet Bierofka.

"Zweite Halbzeit brauchst du spielerisch nicht mehr viel probieren, da sind wir auf die zweiten Bälle gegangen, weil wir spielerische Probleme hatten. Wenn wir das 1:1 machen, dann kommt nochmal das Stadion, aber das haben wir auch nicht geschafft", beschreibt der Wacker-Coach die wirkungslosen Angriffsversuche der zweiten Halbzeit.

Am Ende des Tages hat wohl auch die Psyche eine gewisse Rolle gespielt, wie Alexander Gründler meint: "Es kann sein, dass wir bei der einen oder anderen Situation ein bisschen verkrampft waren. Aber es ist jetzt so, wir müssen das hinnehmen."


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