BW Linz wird nicht um Buli-Lizenz ansuchen

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Knalleffekt vor dem Auswärtsspiel von Blau-Weiß Linz bei den Young Violets (19:10 Uhr im LIVE-Stream und LIVE-Ticker): Blau-Weiß wird, unabhängig vom sportlichen Ausgang der Saison, keinen Antrag für eine Bundesliga-Lizenz stellen. Der Entschluss wurde auf der Mitglieder-Hauptversammlung bekannt gemacht.

Gegenüber den "OÖ Nachrichten" bestätigt Blau-Weiß-Präsident Walter Niedermayr die Entscheidung: "Es wäre grob fahrlässig, wenn wir uns jetzt schon in dieses Abenteuer stürzen wollen."

"Haben alles unternommen"

Ein Hauptproblem, neben den hohen Kosten: Einige der Bundesliga-Vorgaben müssen bereits zum 1. Jänner 2019 umgesetzt werden.

So muss der Verein bereits im Jänner 25 Profis gemeldet haben - aktuell stehen nur zehn (!) Vollzeit-Angestellte im Kader. Zudem muss ein Cheftrainer in der Bundesliga über die UEFA-Pro-Lizenz verfügen. BW-Coach Sageder hat diese nicht.

"Wir haben alles unternommen, um es irgendwie zu schaffen. Wirtschaftlich und organisatorisch sind wir aber einfach noch nicht so weit", sagt Niedermayr.

Außerdem ist es Vorgabe, dass der Verein in eine Spiebetriebs-GmbH umgewandelt wird. Das kann bis zu einer halben Million Euro an Mehraufwand bedeuten.

Risiko zu groß

Niedermayr wolle sich an dem "Aufstiegs-Roulette" nicht beteiligen. "Ich will mir gar nicht ausdenken, was passiert, wenn wir das alles irgendwie stemmen und am Ende nicht aufsteigen", so der Klub-Boss. Dann könne man den Laden wohl zusperren.

Obwohl Fans und Mitglieder zunächst enttäuscht reagieren, können die meisten die Entscheidung verstehen. Den Spielern wurde der Verzicht ebenfalls bereits mitgeteilt.

Textquelle: © LAOLA1.at

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