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Akademie-Pläne: Bittere Nachrichten für SKN vor NÖ-Derby

Am Samstag geht es im Spitzenspiel gegen die Admira. Jenem Klub, der bereits hat, was der SKN gerne möchte - und vorerst aber nicht bekommen wird.

Akademie-Pläne: Bittere Nachrichten für SKN vor NÖ-Derby Foto: © GEPA

Seit Jahrzehnten ist die Akademie in der Südstadt als Talenteschmiede bekannt, die schon zahlreiche spätere Top-Spieler hervorbrachte.

Eine solche hätte auch der SKN St. Pölten gerne. Just vor dem großen NÖ-Derby in der ADMIRAL 2. Liga am Samstag (ab 20 Uhr LIVE bei LAOLA1) müssen die Hauptstädter bei den diesbezüglichen Plänen einen Rückschlag verkraften.

Keine Bankgarantie, kein Deal

Denn das Ansinnen, zeitnah die AKA St. Pölten zu übernehmen, ist vorerst gescheitert. Dies bestätigt NÖFV-Präsident Johann Gartner der "NÖN". Denn eigentlich herrschte zwischen beiden Parteien bereits Einigkeit. Zum Stolperstein wurde nun aber eine vom NÖFV geforderte Bankgarantie - letztlich fand man keine Einigung, der Deal platzte.

Die Akademie sei derzeit "sowohl sportlich als auch organisatorisch gut aufgestellt", hält Gartner fest. Dieser Status quo dürfe keinesfalls gefährdet werden.

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben

Beim SKN nimmt Vizepräsident und Chefverhandler Dietmar Wieser den geplatzten Deal einigermaßen gelassen. Momentan sei es nicht möglich, die Zusammenarbeit zu vertiefen. Die Gespräche könnten aber in Zukunft wieder aufgenommen werden, erklärt er. Auch Gartner schließt "zukünftige Gespräche" nicht aus.

Denn der Hintergrund für die geplante Übernahme ist auch ganz im Sinne des Verbandes: Der AKA fehlt derzeit ein Profiverein als Träger. Diesen braucht es aber, um kostenfreie Abgänge von Talenten zu verhindern. Im Juni 2024 wechselte Adrian R. zu einem deutschen Profiklub. Die FIFA entschied letztlich zugunsten der Deutschen, die keine Ausbildungsentschädigung zahlen mussten.

Derzeit betreibt der SKN ein eigenes Nachwuchszentrum. Laut "NÖN" sei dessen Zukunft im Falle einer Übernahme der Akademie zuletzt unklar gewesen. Nun steht aber fest: Dort laufen die Dinge weiter wie bisher.

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