Diese Klubs haben noch Chancen auf 2.-Liga-Lizenz

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Die Premierensaison der HPYBET 2. Liga ging im vergangenen Frühjahr bekanntermaßen ohne sportlichen Absteiger zu Ende. Der SC Wiener Neustadt stürzte wegen Lizenzentzug in die Regionalliga ab, die Wacker Amateure stiegen ab, weil die Kampfmannschaft den bitteren Gang aus der Bundesliga in die 2. Liga antreten musste.

Und aus der Regionalliga Ost gab es schlicht keinen aufstiegsberechtigten Verein. In dieser Spielzeit hingegen schaut es, zum aktuellen Zeitpunkt, gut aus, dass es aus den drei Regionalligen auch je einen Aufsteiger geben wird.

Am Mittwoch fand ein verpflichtender Workshop der Bundesliga für Regionalligsten statt, die Interesse daran haben, im kommenden Frühjahr in die 2. Liga aufzusteigen. Fünf Teams haben an der Veranstaltung teilgenommen, wie die Bundesliga auf LAOLA1-Nachfrage erklärt.

Ausnahme Amateur-Teams

Laut offiziellen Angaben der Bundesliga haben FC Marchfeld Donauauen, Wiener Sportclub (beide RL Ost), Hertha Wels (RL Mitte) sowie der SAK und FC Pinzgau (RL West) am Workshop teilgenommen und damit die erste Hürde zur Lizenz gemeistert. Die nächste wartet bereits in wenigen Wochen. Am 15. November müssen die Aufstiegskandidaten die geprüfte Jahresbilanz bei der Bundesliga vorlegen.

Den Vereinen seien ihre Baustellen und Problemfelder genannt worden. Nun gilt es diese in enger Zusammenarbeit mit dem jeweiligen Ansprechpartner der Ligaseite zu beheben. Bis zur letzten Frist, der finalen Nennfrist für die Lizenz am 3. März, haben die Klubs noch einige Zeit, um alle Voraussetzungen zu erfüllen.

Andere Vereine als die fünf oben genannten haben also bereits jetzt keine Chance mehr auf einen Aufstieg. Eine Ausnahme gibt es jedoch noch. Amateur-Teams von Bundesligisten mussten nicht am Workshop teilnehmen, wären aber trotzdem aufstiegsberechtigt. Sie laufen im Lizenzierungsverfahren der Kampfmannschaft mit.

Die letzte Hürde fällt aber selbstverständlich auf dem Platz: Um wirklich den Sprung nach oben zu schaffen, muss ein Verein am Ende einen der ersten beiden Plätze in der jeweiligen Regionalliga belegen.

LAOLA1 gibt einen Überblick, wie es bei den Workshop-Teilnehmern aktuell läuft:

Regionalliga Ost

Wiener Sport-Club:

Kommt es tatsächlich zur Rückkehr des einst großen Wiener Sport-Clubs in die Zweitklassigkeit? 2002/03, also genau vor 17 Jahren spielten die Schwarz-Weißen aus Hernals zuletzt in der damals noch "Ersten Division" und haben sich mittlerweile zu einer Regionalliga-Ost-Institution entwickelt.

Das Ziel Aufstieg scheiterte meist an finanziellen Hürden, zudem freundeten sich die Fans viel mehr mit den kurzen Anfahrtswegen im Osten und Wiener Derbys mit der Vienna an, als in ganz Österreich herumzufahren.

Mittlerweile steht der Verein jedoch auf stabilen Beinen, der "Wiener Sportklub" mit "k" wurde wieder in den "Wiener Sportclub" rückgeführt, die Ziele veränderten sich. Das neue Stadion soll 2021 fertiggestellt werden, dadurch wären auch die infrastrukturellen Voraussetzungen geschaffen. Allerdings soll das Spielfeld zu klein für den Profifußball geplant sein, hier wäre eine Extragenehmigung notwendig.

Sportlich hat sich das Team unter Norbert Schweitzer gefestigt, unter Nachfolger Robert Weinstabl steht der WSC nun sensationell mit 9 Siegen aus 12 Spielen auf Rang 2 im Osten, allerdings 7 Punkte hinter dem FC Marchfeld-Donauauen und nur einen bzw. zwei Punkte vor Ebreichsdorf und Rapid II.

FC Marchfeld Donauauen:

Derzeit ist das Überraschungsteam in der Regionalliga Ost das Maß aller Dinge. Die vom ehemaligen FC Bayern- und Rapid-Stürmer Carsten Jancker trainierte Auswahl ist nach 12 Spielen noch ungeschlagen und musste bei elf Siegen erst einmal mit einem Remis Punkte abgeben.

Durch den Vorsprung von bereits sieben Punkten auf den Wiener Sportclub haben sich die Niederösterreicher das Ziel Aufstieg auf die Fahnen geheftet, während ihn andere Liga-Konkurrenten früh ausschlossen.

Hervorgegangen ist der aktuelle Erfolgsklub aus einer Spielgemeinschaft der Gemeinden Mannsdorf und Groß-Enzersdorf vor etwas mehr als einem Jahr. Mit kluger Transferpolitik hat man ein Team geformt, dass durch ihre Einzelspieler besticht und derzeit auf der Erfolgswelle surft.

Das Stadion müsste dementsprechend adaptiert werden, will man den großen Schritt in die HPYBET 2. Liga wagen. Man wolle sich alle Voraussetzungen einmal anhören, ehe man endgültig entscheidet. Mit der Unterstützung von Sponsoren und der Gemeinde will man aber im Osten Wiens nichts ausschließen.

Rapid II:

Das Amateurteam des SK Rapid hat es in den vergangenen Jahren sportlich nicht geschafft, um den Aufstieg mitzuspielen. Dementsprechend hielt man sich mit großen Ankündigungen bei den Hütteldorfern meist zurück.

Unter dem ehemaligen Sportdirektor Fredy Bickel war der Aufstieg in die 2. Liga kein unbedingtes Ziel. Dies könnte sich nun unter Zoran Barisic ändern. Da der Neo-Sportchef als großer Förderer des eigenen Nachwuchses gilt und ein neues Trainingszentrum als Basis für den zukünftigen Erfolg dienen soll, spricht viel dafür, dass der ehemalige Rapid-Trainer die Spieler auf dem höchstmöglichen Level an die Profis heranführen will.

Unter dem früheren Stürmer Zeljko Radovic wurde bis zum jetzigen Zeitpunkt einmal eine gute Ausgangsposition geschaffen, um über den Aufstieg nachzudenken - denn auch bei einem Bundesliga-Team muss eine zweite Mannschaft in der zweithöchsten Liga erst einmal finanziert werden wollen.

Aktuell steht Grün-Weiß auf Rang vier in der RLO.


Regionalliga Mitte

Hertha Wels:

In der Regionalliga Mitte geht es aktuell richtig eng zu. Zwischen Platz eins und Rang neun liegen lediglich fünf Zähler. Der momentane Tabellenführer ist auch jener Klub, der an dem Bundesliga-Workshop teilgenommen hat: Hertha Wels.

Die Oberösterreicher sammelten bisher 26 Punkte aus 13 Partien und haben einen Zwei-Punkte-Vorsprung auf drei Teams mit je 24 Zählern (Sturm Amateure, SC Weiz und USV St. Anna/Aigen). Erst am Dienstag fertigten die Welser die Sturm Amateure mit 5:2 ab. Seit dem 20. September ist der potenzielle Zweitligist ungeschlagen, gewann vier Spiele in Folge bei einem Torverhältnis von 16:3.

Bekanntester Spieler im Hertha-Kader ist Manuel Hartl, der für den FC Pasching und den SKN St. Pölten insgesamt 23 Bundesliga-Einsätze bestritt. Der inzwischen 33-Jährige wechselte im Sommer von Blau-Weiß Linz nach Wels, bestritt bisher aber lediglich fünf Spiele.

Sturm Amateure:

Hoffnungen auf einen Aufstieg in die 2. Liga dürfen sich auch die Sturm Amateure machen. Die Lizenz wäre für den Nachwuchs der "Blackies" kein Problem. Sportlich gilt es am Ende einen der ersten beiden Plätze zu belegen und dabei vor Hertha Wels zu landen.

Der Start in die Saison verlief vielversprechend. Aus den ersten fünf Partien gab es vier Siege und ein Remis. Seit Ende August schwanken die Leistungen ein wenig. Aus acht Spielen gab es seitdem nur noch drei Siege, bei zwei Remis und drei Pleiten.

Bei der Ausgeglichenheit der Regionalliga Mitte kann aber fast jedes Team gegen jeden Punkte liegen lassen. Bei den Sturm Amateuren ist sicher genug Potenzial vorhanden, um am Ende vielleicht tatsächlich den Aufstieg bejubeln zu dürfen.


Regionalliga West

Der Westen ist ein Spezialfall, gibt es ja in dem Sinne keine Regionalliga West mehr. Im Herbst spielen Vorarlberg, Tirol und Salzburg in getrennten 10er-Ligen, erst im Frühjahr wird der West-Meister in einem gemeinsamen Playoff aus den jeweils zwei besten Teams in Hin- und Rückspielen ermittelt. Dieser wäre dann sportlich zum Aufstieg in die 2. Liga berechtigt.

SAK:

Der souveräne Tabellenführer der Regionalliga Salzburg beschäftigt sich mit dem Gang in die zweithöchste Spielklasse. Alle 43 Punkte sammelten die Athletiker in bisher 15 Partien, dabei haben sie eine Tordifferenz von sagenhaften plus 43.

Die Teilnahme am West-Playoff ist dem Team nicht mehr zu nehmen. Trotzdem trennte sich der SAK kürzlich von Erfolgstrainer Thomas Fötschl. Bis zur Winterpause steht mit Ex-Teamspieler Roman Wallner ein bekanntes Gesicht an der Seitenlinie. Anschließend übernimmt Ex-Anif-Coach Thomas Hofer.

Am Samstag steht das Spitzenspiel beim Tabellenzweiten FC Pinzgau auf dem Programm. Das Hinspiel gewann der SAK souverän mit 3:1. Trotzdem bleibt abzuwarten, wie sich die Salzburger im Frühjahr mit der neuen Konkurrenz aus Tirol und Vorarlberg schlagen.

FC Pinzgau:

Auch der SAK-Verfolger aus der Salzburger Liga hat am Workshop der Bundesliga teilgenommen. Mit Christian Ziege haben die Pinzgauer einen berühmten Namen auf der Trainerbank sitzen. Zieges Sohn gehört zu den Leistungsträgern des Klubs.

Die bisherige Runde kann sich sehen lassen. Mit ihren 36 Punkten nach 15 Runden wären sie sowohl in Tirol, als auch in Vorarlberg souveräner Spitzenreiter. Der SAK scheint aber übermächtig zu sein.

Da aus Tirol kein Klub die 2. Liga anstrebt, aus Vorarlberg nur die Altach Juniors aufstiegsberechtigt wären, machen sich der SAK und Pinzgau den Aufstieg unter sich aus. Spannend bleibt, wie groß die Leistungsunterschiede im Sechser-Playoff im Frühjahr sind.

Altach Juniors:

Minimalchancen auf Liga zwei darf sich der Altacher Nachwuchs machen. Die haben aber im Moment noch damit zu kämpfen, ob sie es überhaupt unter die ersten Zwei in Vorarlberg schaffen.

Platz drei nehmen die Altach Juniors nach 15 Runden ein, der Rückstand auf den Zweiten Hohenems beträgt drei Punkte. Die beiden dirrekten Duelle haben die Altacher mit 2:1 und 4:0 gewonnen. Platz eins hat der Dornbirner SV mit 34 Zählern wohl sicher.

Schaffen es die Juniors nicht ins Playoff, fällt im Westen frühzeitig ein aufstiegsberechtiger Klub weg. Fraglich ist auch, ob die Verantwortlichen in Altach überhaupt mit dem Amateur-Team in die zweithöchste Spielklasse wollen - diese mussten sich noch nicht äußern.


Textquelle: © LAOLA1.at

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