Die besten Ski-Rennläufer der letzten 20 Jahre

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Wer sind die besten Skifahrer aller Zeiten? Österreicher, eh klar!

Bei der 46. Ski-WM in Cortina d'Ampezzo räumen die ÖSV-Herren in diesen Tagen groß ab. Gold im Super-G, Gold in der Abfahrt und Gold in der Alpinen Kombination.

Doppel-Weltmeister-Vincent Kriechmayr und Kombi-Champion Marco Schwarz eroberten ihr erstes Gold bei einem Großereignis, wobei Schwarz mit drei Mal Gold (RTL, Kombi, Team) bei den Olympischen Jugendspielen in Innsbruck 2012 und mit Junioren-WM-Gold im Super-G 2014 in Jasna bereits als Nachwuchsläufer ordentlich absahnte.

Geht es nach Weltcup-Erfolgen (BESTENLISTE>>>), dann hat ein Schwede die Nase vorne. Der heute 64-jährige Ingemar Stenmark feierte zwischen 1975 und 1989 nicht weniger als 86 Erfolge - 46 im Riesentorlauf, 40 im Slalom.

Jede Ära hat ihre Helden. Toni Sailer prägte mit sieben Goldmedaillen die 1950er-Jahre. Der Kitzbühler verlieh dem Österreich der Nachkriegsjahre ein neues Selbstbewusstsein und sorgte einst dafür, dass der Wintersport hierzulande jenen großen Stellenwert erhielt, den er heute noch besitzt.

Die 1960er-Jahre gehörten aus heimischer Sicht den Ski-Legenden vom Arlberg. Egon Zimmermann - Olympia-Sieger 1964 in der Abfahrt in Innsbruck - und Karl Schranz waren die herausragenden Könner dieser Zeit, in der aber ein Franzose den Ton angab. Jean-Claude Killy holte 1968 drei Mal Olympia-Gold, sicherte sich sechs WM-Titel und gewann zwei Mal den Gesamtweltcup (1967, 1968).

Auf Sailer und Schranz folgten Stars wie Klammer, Maier und Hirscher

In der Folge erlangte der Kärntner Olympia-Sieger Franz Klammer Kultstatus, ehe Ende der 1990er Jahre mit Hermann Maier ein neuer Superstar die Pisten rockte und die Konkurrenz deklassierte.

Maiers Motorrad-Unfall am 24. August 2001 war die erste große Ski-Story bei LAOLA1. Das nationale Bangen um die Gesundheit und das rechte Bein des Volkshelden, aber auch der Weg zurück an die Weltcup-Spitze, zogen die Sportfans in den Bann. Der Comeback-Sieg beim Super-G in Kitzbühel im Jänner 2003 und Riesentorlauf-Gold 2005 in Bormio untermauerten die Ausnahmestellung des Maurers aus Flachau.

Im Oktober 2009 gab Maier seinen Rücktritt bekannt und nur zwei Monate später feierte ein Salzburger Landsmann seinen ersten Weltcupsieg - Marcel Hirscher trat in die Fußstapfen von Maier und sollte die Erfolge des Superstars sogar noch toppen.

Nach den 20 besten Rennläuferinnen der letzten 20 Jahre kürt LAOLA1 zum 20. Geburtstag natürlich auch die besten 20 alpinen Ski-Stars der Herren seit 2001.

Jede Redakteurin und jeder Redakteur gab eine ganz persönliche Bestenliste ab. Platz eins erhielt 20 Punkte, Rang zwei 19, für den dritten Rang gab es 18 Punkte, usw. - Bewertet wurden die sportlichen Leistungen, die Erfolge, aber auch der Einfluss, den die Rennläufer auf den Sport an sich ausgeübt haben.

Knapp 40 verschiedene Herren standen im Ranking. ÖSV-Asse wie Hans Knauß, Klaus Kröll oder Hannes Reichelt verpassten am Ende ebenso die Top 20 wie u.a. die Norweger Kjus und Kilde oder Daron Rahlves, Carlo Janka, Peter Fill, Andre Myhrer bzw. der Kanadier Erik Guay.

Nicht in der Wertung zu finden sind Kriechmayr und Schwarz, da die Umfrage bereits vor der WM an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausgeschickt wurde. Auf telefonische Nachfrage einige Stunden vor dem Onlinegang der Bestenliste ergab sich, dass sich Doppel-Champion Kriechmayr mit 100 Punkten knapp hinter Matthias Mayr einreihen würde. Marco Schwarz ist auf Augenhöhe mit Felix Neureuther und würde bei einer neuerlichen Abfrage wohl Rang 20 erreichen.

Auch ohne Kriechmayr und Schwarz ist eine tolle Liste an Ski-Persönlichkeiten herausgekommen, die das noch junge Jahrtausend geprägt haben.

Seit dem Abgang von Marcel Hirscher befindet sich der Herren-Zirkus im Umbruch. Nur sechs Aktive rangieren in den Top 20. Nachdem Ted Ligety seinen Rücktritt bekannt gegeben hat, reiht sich ein einziger Starter der WM in Cortina in den Top 10 ein. Das allerdings ist der wohl kompletteste Rennläufer der Gegenwart und kommende Gesamtweltcup-Gewinner...

Das Ergebnis:

20. FELIX NEUREUTHER - 51 Punkte

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Wäre Sympathie gefragt, hätte der 36-Jährige aus Garmisch wohl die Top 3 gestürmt! Der Sohn der ehemaligen deutschen Ski-Asse Rosi Mittermaier und Christian Neureuther ist mit Ex-Biathletin Miriam Gössner verheiratet (zwei Kinder) und beendete seine Karriere im März 2019. Er eroberte 13 Weltcup-Siege und holte WM-Gold 2005 (Mannschaft) sowie WM-Silber im Slalom von Schladming 2013. Zuletzt überraschte Neureuther als Autor (Für die Helden von morgen) mit Geschichten, "die Kinder zum Sport motivieren sollen".

19. FRITZ STROBL - 59 Punkte

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"Fritz the Cat" zählte zur Jahrtausendwende zu den besten Athleten in der Abfahrt und im Super-G. Der "Friedl" aus Gerlamoos in Kärnten holte Olympia-Gold in der Abfahrt (2002) und WM-Gold mit der Mannschaft (2007). Strobl gewann zwei Mal die Abfahrt in Kitzbühel und hält bis heute den Streckenrekord auf der Streif. Im März 2007 beendete der Polizeibeamte beim letzten Rennen in einem Mozart-Kostüm ("Ich bin der Mozart der Mausefalle ...") seine Laufbahn.

18. DOMINIK PARIS - 64 Punkte

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Der "Domme" aus dem Südtiroler Ultental ist der Inbegriff des modernen Speedfahrers. Der Super-G-Weltmeister von 2019 und Vize-Weltmeister in der Abfahrt 2013 hält aktuell bei 19 Weltcup-Siegen (15x Abfahrt und 4x Super-G). Paris sicherte sich in der Saison 2018/19 die Kristallkugel im Super-G. Der 31-Jährige gewann als Lokalmatador bisher fünf Mal die Abfahrt auf der Stelvio in Bormio und drei Mal den Klassiker auf der Streif in Kitz.

17. MATTHIAS MAYER - 101 Punkte

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Olympiasieger 2014 in der Abfahrt von Sotschi und Olympiasieger 2018 im Super-G von Pyeongchang - "Mothe" ist der Mann der großen Siege. Der 30-jährige Kärntner (10 Weltcup-Erfolge) gewann Abfahrt und Super-G auf der Streif in Kitzbühel und darf sich Gewinner der Lauberhorn-Kombination von Wengen nennen. Der Sohn des Olympia-Medaillengewinners Helmut Mayer rangiert in den Weltcup-Wertungen 2020/21 auf Platz zwei in der Abfahrt und im Super-G.

16. MARIO MATT - 104 Punkte

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Auch ein Spezialist für Großereignisse. 2001 gewann der Arlberger Slalom-Gold bei der WM vor seiner Haustüre in St. Anton, 2007 wiederholte er den WM-Triumph im Slalom von Aare und sicherte sich zudem Gold mit der Mannschaft. 2014 schließlich eroberte der heute 41-Jährige Olympia-Gold im Slalom vor Marcel Hirscher. Nach 15 Weltcup-Siegen (42 Podest-Plätze) beendete der Bruder der Olympiamedaillen-Gewinner Andreas und Michael Matt im März 2015 seine Karriere.

15. KJETIL ANDRE AAMODT - 113 Punkte

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Der 49-Jährige aus Oslo war ein Medaillenhamster der Extraklasse. Mit 4x Gold (SG 1992, 2002, 2006, Kombi 2002), 2x Silber und 2x Bronze ist er der erfolgreichste Skiläufer bei Olymischen Spielen. Dazu kommen fünf WM-Titel (Slalom, RTL, 3x Kombi), 4x WM-Silber und 3x Bronze. Aamodt (Gesamtweltcup-Gewinner 1993/94) ist der einzige Alpine neben Alberto Tomba, der seinen Olympia-Titel verteidigte und einer von nur fünf Rennläufern, die Weltcup-Siege (21) in allen fünf Disziplinen eroberten.

14. MICHAEL WALCHHOFER - 120 Punkte

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Der Vize-Präsident des ÖSV und mögliche Schröcksnadel-Nachfolger feierte seine größten Erfolge in der Abfahrt. Der 45-jährige Salzburger war Weltmeister 2003 und sicherte sich Olympia-Silber 2006. Dazu gewann der groß gewachsene, elegante Rennläufer auch WM-Silber 2003 im Super-G sowie mit der Mannschaft. Drei Mal (2005, 2006 und 2009) eroberte der Hotelier in Zauchensee die Kristallkugel in der Abfahrt. Seine 19 Weltcup-Erfolge verteilten sich auf Abfahrt (14), Super-G (3) und die Kombi (2).

13. BEAT FEUZ - 159 Punkte

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Der Schweizer ist der beste Abfahrer der letzten Jahre. Der 33-Jährige gewann 2017 WM-Gold und sicherte sich drei Mal (2018, 19, 20) Kristall für den Disziplinen-Weltcup. Auch in dieser Saison liegt er voran. Feuz, immer wieder von schweren Verletzungen geplagt, holte 2018 Olympia-Silber (Super-G) und -Bronze (Abfahrt). Der Wahl-Tiroler, Feuz ist mit der ehemaligen ÖSV-Läuferin Katrin Triendl liiert und lebt mit ihr in Oberperfuss bei Innsbruck, hält aktuell bei 15 Weltcup-Erfolgen (12 in der Abfahrt und 3 im SG).

12. KJETIL JANSRUD - 169 Punkte

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Der Olympiasieger 2014 im Super-G von Sotschi eroberte weiters Olympia-Silber im RTL (2010) und in der Abfahrt (2018) sowie Bronze in der Abfahrt (2014) und im Super-G (2018). Außerdem ist der Norweger aus Stavanger auch Weltmeister in der Abfahrt (2019) sowie Vize-Weltmeister im Super G (2017) und in der Kombination (2015). Der 35-jährige Europacup-Gesamtsieger (04/05) hält bei 23 Weltcup-Erfolgen, aber auch bei vier Kristallkugeln (3x SG und 1x Abfahrt).

11. HENRIK KRISTOFFERSEN - 177 Punkte

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Der 26-jährige Norweger aus der Nähe von Oslo kam mit sehr viel Vorschusslorbeeren (6x Gold bei Junioren-WM und 2x Gold bei Olympischen Jugendspielen) in den Weltcup. Dort hält der "ewige Zweite hinter Hirscher" bei aktuell 23 Erfolgen (19x Slalom, 4x RTL). Seine Ausbeute bei den Großereignissen: WM-Gold im Riesentorlauf 2019, Olympia-Bronze im Slalom 2014 und Olympia-Silber im Riesentorlauf 2018. Dazu kommen noch die kleinen Kristallkugeln im Slalom (2015/16, 2019/20) und im RTL (2019/20).

10. TED LIGETY - 204 Punkte

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Mit dem WM-RTL in Cortina wollte er seine Karriere beenden, musste aber vorher w.o. geben. Der Familienvater (36/drei Söhne) aus Salt Lake City ist "Mr. Riesen" (24 Weltcup-Siege, 7x Zweiter, 10x Dritter). Der US-Amerikaner holte in seiner Parade-Disziplin Olympia-Gold 2014 und drei Mal WM-Gold (2011, 13, 15). Dazu eroberte Ligety Olympia-Gold 2006 in der Kombination sowie WM-Gold 2013 im Super-G und in der Super-Kombi sowie WM-Bronze 2009 im RTL und in der Kombination 2015.

9. ALEXIS PINTURAULT - 242 Punkte

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Der 29-Jährige gewann in diesem Winter vier Rennen (insgesamt 33 Siege = erfolgreichster Franzose) und holte in Cortina WM-Silber (Kombi) und Bronze (SG). Weltmeister-Titel sicherte sich der perfekte Allrounder (6x Kombi-Kristall, Parallel-Kugel 20/21) mit der Mannschaft (2017) und in der Kombination (2019). Bei Olympischen Spielen (1x Silber, 2x Bronze) fehlt dem Sohn einer Norwegerin und eines Hoteliers aus Courchevel noch das Gold.

8. IVICA KOSTELIC - 255 Punkte

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2003 in St. Moritz eroberte der Kroate mit dem Gewinn des Slaloms seinen einzigen Weltmeister-Titel. 14 Jahre später bei der WM 2017 verabschiedete er sich ebendort im Slalom vom aktiven Rennsport. Dazwischen lag eine großartige Karriere mit 4x Olympia-Silber (Kombi 2006, 2010, 2014 und Slalom 2010). Der Gewinner des Gesamtweltcups 2010/11 (je 2 Kristallkugeln im Slalom und RTL) feierte insgesamt 26 Weltcup-Erfolge. Aktuell arbeitet der 41-Jährige als Trainer.

7. DIDIER CUCHE - 261 Punkte

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Wie Kostelic konnte auch der Schweizer nur einen einzigen Weltmeister-Titel (Super-G 2009) sowie Olympia-Silber erobern. Seine 21 Erfolge im Weltcup bescherten dem heute 46-Jährigen sechs Kristallkugeln (4x Abfahrt, 1x SG, 1x RTL). Cuche, der erst mit 30 Jahren richtig durchstartete, ist der älteste Sieger eines Weltcup-Rennens in der Abfahrt, im Super-G und im "Riesen". Der "Schweizer des Jahres 2011" ist mit fünf Erfolgen bei einer Abfahrt in Kitzbühel Rekord-Sieger auf Streif.

6. STEPHAN EBERHARTER - 295 Punkte

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Cuche ist zwar der Rekord-Sieger, dafür hat Eberharter 2004 die Streif wie kein Zweiter bezwungen. Seine geniale Schussfahrt zum Sieg 1,21 Sekunden vor Rahlves gilt bis heute als perfekte Fahrt vom Hahnenkamm nach Kitzbühel. Wenige Monate später beendete der große Gegenspieler von Hermann Maier seine Karriere. Der Zillertaler holte 1991 als 21-jähriger Nobody zwei Goldmedaillen (Super-G, Kombi) bei der Heim-WM in Saalbach, wurde 2002 Olympia-Sieger (RTL, dazu SG-Silber sowie Bronze in der Abfahrt) und sicherte sich 2003 noch einmal WM-Gold (SG). Mit 29 Weltcup-Siegen, zwei Erfolgen im Gesamtweltcup (2001/02 und 2002/03), drei Mal Kristall in der Abfahrt und zwei Super-G-Kugeln zählt der heute 51-Jährige zu den erfolgreichsten heimischen Rennläufern aller Zeiten.

5. BENJAMIN RAICH - 318 Punkte

Mit 36 Weltcup-Siegen (14x RTL, 14x Slalom, 7x Kombi, 1x SG) ist der Pitztaler Österreichs Nr. 3 und auf Platz 7 der ewigen Bestenliste zu finden. Der Allrounder (fünf WM-Titel als Junior), der nie eine Abfahrt gewann, wurde zwei Mal Olympiasieger (Slalom/RTL 2006) und drei Mal Weltmeister (Slalom, Kombi, Mannschaft). Bei der WM 2005 in Bormio eroberte er gleich fünf Medaillen. 2005/06 sicherte er sich zudem den Gesamtweltcup und hat außerdem acht kleine Kristallkugeln (3x Slalom, 3x Kombi, 2x RTL) in seinem Trophäen-Schrank stehen. 2015 beendete der Familienvater (drei gemeinsame Kinder mit Marlies Schild) nach insgesamt 92 Podest-Platzierungen im Weltcup seine Karriere und arbeitet seither u.a. als Ski-Experte bei Technik-Bewerben für den ORF.

4. BODE MILLER - 334 Punkte

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Doppel-Weltmeister 2003 (RTL, Kombination) in St. Moritz sowie Doppel-Weltmeister 2005 in Bormio (Abfahrt, Super-G)! Der US-Boy ist mit seinen drei Geschwistern in einer Hippie-Familie in New Hampshire ohne Elektrizität im Wald aufgewachsen. Ein Leben "wie vor 100 Jahren", nannte Miller seine Kindheit. Das außergewöhnliche Bewegungstalent - Erfolge feierte er auch im Tennis, Golf und Fußball - brachte es als Allrounder mit dem unnachahmbaren und für Ästheten nicht sehr ansehnlichen Fahrstil auf 33 Weltcup-Siege. Neben Gold in der Super-Kombi 2010 heimste er bei drei Olympischen Spielen (2002, 2010, 2014) noch 3x Silber (Kombi, RTL, SG) und 2x Bronze (Abfahrt, SG) ein. Er ist einer von nur fünf Athleten, der in allen 5 Disziplinen Erfolge feierte. Miller gewann 2x den Gesamtweltcup, 3x die Kombi-Kugel, 2x SG-Kristall und 1x die RTL-Kugel. Im Herbst 2017 gab der "Bad Boy" seinen Rücktritt bekannt.

3. AKSEL LUND SVINDAL - 344 Punkte

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Der Modellathlet eroberte wie einst Raich 36 Weltcup-Erfolge (norwegischer Rekord). Dem Pitztaler fehlte ein Abfahrtssieg, um in allen Disziplinen zumindest einmal gewonnen zu haben, Svindal verpasste den Slalom-Erfolg, um sich in den Kreis jener einzureihen, die in allen fünf Disziplinen triumphierten. Dennoch legte der 38-Jährige eine formidable Karriere hin: Olympiasieger in der Abfahrt (2018) und im Super-G (2010), fünf WM-Titel in Abfahrt (2007, 2013), Super-Kombi (2009, 2011) und RTL (2007) beeindrucken ebenso wie die Gesamtweltcup-Siege (2006/07 - 2008/09) bzw. der Gewinn von neun kleinen Kugeln (2x Abfahrt, 5x Super-G, 1x RTL, 1x Kombi). Seine Karriere beendete der sympathische "Super-Elch" mit Silber im Super-G bei der WM in Aare 2019 - 0,02 Sekunden hinter seinem Landsmann Jansrud.

2. HERMANN MAIER - 350 Punkte

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Dass Hermann Maier bei der Wahl noch auf Platz zwei ins Ziel rutscht, mag den einen oder anderen überraschen, da er sich doch bereits 1998 bei Olympia in Nagano mit seinem Jahrhundert-Abflug und den zwei Goldenen "unsterblich" gemacht hatte. Sein zähes Ringen um das Comeback nach dem schweren Motorrad-Unfall im August 2001 war aller Ehren wert. Dafür wurde der heute 48-Jährige 2004 mit dem Laureus World Sports Award "Comeback of the Year" ausgezeichnet. Am 14.1.2003 kehrte Maier in den Weltcup zurück, 14 Tage später feierte er seinen emotionalen Comeback-Sieg im Super-G auf der Streif und nur weitere 6 Tage später sicherte sich die "Naturgewalt" bei der WM in St. Moritz gemeinsam mit Bode Miller SG-Silber. Nach zwei Mal WM-Gold 1999 (Abfahrt, Super-G) gelang dem Familienvater (drei Töchter) 2005 mit seinem "kaputten Bein" schließlich der 3. WM-Titel (RTL). Seine Kugel-Sammlung umfasst vier große Kristallkugeln (97/98, 99/00, 00/01,03/04), zwei in der Abfahrt (99/00, 00/01), fünf im Super-G (97/98, 98/99, 99/00, 00/01, 03/04) sowie drei im RTL (97/98, 99/00, 00/01). Maier gab nach 54 Weltcup-Siegen (15x Abfahrt, 24x SG, 14x RTL, 1x Kombi) im Oktober 2009 seinen Rücktritt bekannt.

1. MARCEL HIRSCHER - 400 Punkte

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Exakt zwei Monate nach Maiers Abschied feierte Hirscher in Val d'Isere seinen ersten Weltcup-Erfolg (RTL/13.12.2009). Hirscher und sein großes Betreuerteam führten den Rennlauf auf eine neue Ebene. Extremes tüfteln am Setup und neue Formen des Warmups ("Fitnessstudios" im Startbereich) gaben der Konkurrenz zu denken. Insgesamt jubelte der Ausnahme-Sportler im Weltcup über 67 Siege und 138 Podest-Plätze. Der Doppel-Olympiasieger 2018 (RTL, Kombi) und siebenfache Weltmeister (3x Slalom, 1x RTL, 2x Mannschaft, 1x Kombi) gewinnt die LAOLA1-Wahl mit dem Punkte-Maximum. Sagenhafte acht Mal in Folge sichert sich der Salzburger den Gesamtweltcup. Zu den 8 großen kommen 12 kleine Kristallkugeln für den Gewinn einer Saison-Wertung (6x RTL, 6x Slalom). Mit 7x Gold und 4x Silber ist er der erfolgreichste Rennläufer der WM-Geschichte. Europas Sportler des Jahres 2018 wird in Österreich 6x Mal "Sportler des Jahres" (2012, 2015-19), heiratet im Juni 2018 seine Laura und freut sich seit Oktober 2018 über einen Sohn. Im September 2019 erklärte Hirscher seinen Rücktritt. Nach einem Renntraining im Dezember 2020 gab es Comeback-Gerüchte, die er aber dementierte.

Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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