Weltcup: Neureuther will mit Hirscher was bewegen

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"Für die Helden von morgen" - Diesen Titel trägt das neue Buch von Felix Neureuther, das der Ex-Ski-Star nun in Kitzbühel präsentiert hat.

Neureuther möchte darin den Ist-Stand und die Missstände im alpinen Ski-Weltcup, in der Olympia-Bewegung, in der Welt des Fußballs, im Nachwuchssport und nicht zuletzt ganz allgemein in der Gesellschaft aufzeigen und gleichzeitig Verbesserungs- und Lösungsvorschläge liefern.

Dafür holte sich der Deutsche unter anderem Unterstützung von Marcel Hirscher, auch Arnold Schwarzenegger, Peter Schröcksnadel, Uli Hoeneß und Thomas Müller kommen im Buch zu Wort.

Mit seinem Freund und langjährigen Kontrahenten Hirscher zusammen möchte Neureuther im Weltverband FIS etwas bewegen: "Ich glaube, dass wir ein wirklich gutes Team wären, um im Skisport etwas zu bewegen. Ich bin ja eher der Lockere, der Menschen auf eine andere Art und Weise begeistern kann. Und der Marcel würde dazu diesen bedingungslosen Willen und die Ernsthaftigkeit reinbringen. Das wäre ein Mix, der viel voranbringen könnte. Da bin ich fest davon überzeugt", so Neureuther.

"Der Zuschauer blickt nicht mehr durch"

Neureuther würde sich wünschen, dass ehemalige Athleten mehr in die Verbände integriert werden, das würde dem Sport guttun. Am Beispiel Skisport meinte er, dieser müsse wieder einfacher und verständlicher für die Zuschauer gemacht werden. "Es gibt acht Formate, da hat der Zuschauer in Hamburg oder Wien keine Ahnung mehr. Das ist auch bei anderen Sportarten so, dass der Zuschauer nicht mehr durchblickt." Im alpinen Skisport müsse man die Klassiker und Traditionen erhalten, anstatt etwas künstlich aufzublasen.

Hirscher nimmt unter anderem zum Thema Olympia Stellung. Der Stellenwert einer Goldmedaille sei in der Öffentlichkeit "definitiv immens", ist zu lesen. "Aber in meiner Karriere als Athlet war Olympia nie schön. An sich ist die olympische Idee mega. Aber so, wie die Spiele derzeit stattfinden, ist es nicht cool."

Die Sportberichterstattung bestehe zu einem großen Teil nur noch aus negativen Aspekten, schreibt Neureuther im Vorwort. "Man meint fast, alles im Sport dreht sich nur noch um Doping, Korruption, Milliardenverschwendung und fehlende Nachhaltigkeit. Die Grundwerte des Sports - Ehrlichkeit, Toleranz, Selbstdisziplin, Siegeswille, Wetteifer, Hingabe, Teamgeist und viele mehr - sind aber entscheidend für eine gesunde Gesellschaft und diese Werte kann man nicht oft genug betonen." Deshalb sei ihm dieses Buch so wichtig, so der Autor von mehreren Kinderbüchern.

Textquelle: © LAOLA1.at

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