NEWS

Österreichs Eiskunstläufer bei WM zwischen Hoffnung und Abschied

Bei den Titelkämpfen wird Österreich mit vier Athleten vertreten sein, große Namen auf der internationalen Bühne fehlen jedoch.

Österreichs Eiskunstläufer bei WM zwischen Hoffnung und Abschied Foto: © GEPA

Die Eiskunstlauf-Weltmeisterschaften diese Woche ab Mittwoch in Prag nehmen drei österreichische Beiträge in Angriff.

Allen voran die Olympia-18. Olga Mikutina, sie geht nach ihrem Auftritt in Mailand positiv gestimmt in die Konkurrenz. Bei den Männern gibt Maurizio Zandron seinen Abschied von der WM-Bühne, Gabriella Izzo/Luc Maierhofer versuchen ihr Glück im Paarlauf.

Wie immer in einem Olympia-Winter stehen die Weltmeisterschaften im Zeichen der Bestätigung oder Revanche.

Einige Athleten fehlen

Letzteres aber nur im Eistanzen, denn hier haben die erst seit einem Jahr zusammenlaufenden französischen Goldmedaillengewinner Laurence Fournier Beaudry/Guillaume Cizeron genannt.

Nicht der Fall ist das bei den Frauen bei Alysa Liu, sie hat im Vorjahr in Boston zudem den WM-Titel geholt. Auch der kasachische Mailand-Triumphator Mikhail Shaidorov reist nicht nach Tschechien, der nur auf Rang acht gekommene US-Star Ilia Malinin tritt hingegen zur Titelverteidigung an. Es fehlen überdies auch die japanischen Paarlauf-Olympiasieger Riku Miura/Ryuichi Kihara.

Für Malinin wäre ein dritter WM-Titel en suite nach der Enttäuschung von Mailand eine Genugtuung: "Wenn das klappt, kann ich zufrieden sein." Das WM-Triple hat zuletzt der US-Amerikaner Nathan Chen 2021 erreicht.

Bei den Frauen bietet sich durch Lius Absenz für die Olympia-Zweite Kaori Sakamoto eine gute Chance auf ihren gar schon vierten Titel, die Japanerin hat von 2022 bis 2024 triumphiert. Die 25-Jährige wird nach der Konkurrenz ihre Karriere beenden, wie sie schon im Vorjahr angekündigt hat. Sie möchte danach eine Karriere als Trainerin einschlagen.

Olympia hat Mikutina Selbstsicherheit gegeben

Im Gegensatz zu Sakamoto ändert sich für Mikutina durch Lius Abwesenheit nichts, da so eine andere starke US-Läuferin ins Feld rutscht. Die 22-Jährige findet sich in einem 33-köpfigen Teilnehmerinnenfeld wieder, aus ihrer Darbietung im Zeichen der Fünf Ringe hat sie viel mitgenommen.

"Ich habe in Mailand viel an Selbstsicherheit gewonnen. Das wird mir bei den Weltmeisterschaften bestimmt helfen, meine Leistung weiter zu verbessern", gab sich die Vorarlbergerin zuversichtlich. Ihr bisher bestes WM-Abschneiden erreichte sie 2021 als Achte, im Vorjahr wurde sie 17.

Das Frauen-Kurzprogramm eröffnet am Mittwoch die Titelkämpfe, in der Männer-Konkurrenz geht es am Donnerstag los.

Zando greift ein letztes Mal an

Zandron greift anlässlich seines Abschieds auf frühere Programme zurück, es soll ein persönlicher Rückblick auf seine Karriere sein. "Die Weltmeisterschaften haben mich meine ganze Karriere begleitet. In Prag möchte ich noch einmal zeigen, wofür ich all die Jahre gestanden bin", erklärte der 32-jährige gebürtige Italiener. Sein bisher bestes WM-Abschneiden ist aus 2022 Platz 17, im Vorjahr war er 35.

Für Izzo/Maierhofer sind es die zweiten Weltmeisterschaften, in Boston klappte es als 23. mit dem Einzug in die Kür nicht. Dass das in Salzburg lebende und trainierende Duo etwas aufgeschlossen hat, zeigt EM-Rang zwölf vom Jänner. Vom Flair Olympias - auch wenn sie nicht aktiv dabei gewesen sind - wollen die beiden zusätzlich Motivation mitgenommen haben.

Das Ziel der 24-jährigen, aus den USA stammenden Izzo und des 23-jährigen Maierhofer sind die Spiele 2030 in Frankreich. Sie laufen seit zwei Jahren zusammen, nachdem Izzo ihre Karriere eigentlich schon beendet hatte.

Sportler, die am Höhepunkt abtraten

Kommentare