Kraft fliegt in Oberstdorf am Podest vorbei

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Stefan Kraft verpasst zum Auftakt der Vierschanzen-Tournee in Oberstdorf einen Podestplatz. Nach Rang drei im ersten Durchgang wird dem Salzburger im Finale eine verpatzte Landung zum Verhängnis.

Der 26-Jährige muss sich mit dem vierten Platz (291,2 Punkte) begnügen. Den Sieg holt sich der japanische Top-Favorit und Vorjahres-Sieger Ryoyu Kobayashi (305,1) vor dem Lokalmatador Karl Geiger (295,9). Das Podest komplettiert der Pole Dawid Kubacki mit 3,5 Punkten vor Kraft.

Mit Philipp Aschenwald landet als Sechster (280,3) ein weiterer Österreicher in den Top-10. Außerdem dürfen sich Michael Hayböck (14.) und Jan Hörl (25.) über Weltcup-Punkte freuen.

Gregor Schlierenzauer musste sich mit Rang 31 bereits nach dem ersten Durchgang verabschieden. Er scheitert um 0,6 Punkte an der Qualifikation als "Lucky Loser".

Die 68. Auflage der Vierschanzen-Tournee wird am Dienstag (14:00 Uhr) mit der Qualifikation für das Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen fortgesetzt.

Kobayashi schielt auf Grand Slam

"Das war eine Sau-Landung", bemerkt Kraft nach dem zweiten Sprung im ORF-Fernsehen, der ihn eigentlich recht zufriedenstellte. "Es hat mich ein bisserl hinten reingedrückt. Ich habe die grüne Linie gesehen und wollte da unbedingt hinhüpfen." Er tadelt sich selbst: "Ich muss mich da mehr auf meinen Telemark konzentrieren. Das sind unnötige Abzüge."

Kobayashi lieferte einmal mehr im richtigen Augenblick ab. Höflich lächelnd diktierte er gewohnt kurze Sätze in die Mikrofone. Angesprochen, ob der Grand Slam auch heuer möglich sei, gab sein Übersetzer zu Protokoll: "Die Saison wird immer besser, ich habe das schon ein bisschen im Hinterkopf."

Die früheren Gesamtsieger Kamil Stoch (19.), Peter Prevc (21.) und Schlierenzauer verloren schon auf der ersten Station den Kontakt zur Spitze. Schlierenzauer ortete eine leichte Stehphase über dem Vorbau. "Als Athlet sagt man da: Man ist hinter dem System, nicht richtig auf der Welle - das sind die berühmt-berüchtigten acht bis zehn Meter."

Sein Berater Werner Schuster sagte im deutschen Fernsehen, bei seinem Schützling sei es derzeit wie beim "Flipperspielen, wenn die Kugel immer in die falsche Ecke geht."

Ergebnis des Tournee-Springens in Oberstdorf

Springer Punkte Weiten
1. Ryoyu Kobayashi (JPN) 305,1 (138,0/134,0)
2. Karl Geiger (GER) 295,9 (135,0/134,0)
3. Dawid Kubacki (POL) 294,7 (132,0/133,0)
4. Stefan Kraft (AUT) 291,2 (131,0/132,0)
5. Piotr Zyla (POL) 281,5 (132,0/129,0)
6. Philipp Aschenwald (AUT) 280,3 (132,5/129,5)
7. Yukiya Sato (JPN) 280,1 (129,5/132,0)
8. Robert Johansson (NOR) 279,8 (134,0/130,5)
9. Domen Prevc (SLO) 279,5 (129,5/134,0)
10. Marius Lindvik (NOR) 278,5 (139,0/124,5)
11. Markus Eisenbichler (GER) 277,8 (134,0/123,5)
12. Pius Paschke (GER) 277,4 (132,5/132,5)
13. Stephan Leyhe (GER) 276,6 (124,0/133,0)
14. Michael Hayböck (AUT) 272,8 (129,5/127,5)
15. Johann Andre Forfang (NOR) 272,5 (136,0/122,0)
16. Simon Ammann (SUI) 270 (132,0/128,0)
17. Anze Lanisek (SLO) 269,5 (125,0/134,0)
18. Daiki Ito (JPN) 267,3 (132,0/127,0)
19. Kamil Stoch (POL) 267 (124,5/130,5)
20. Constantin Schmid (GER) 266,2 (127,0/126,0)
21. Peter Prevc (SLO) 265,3 (127,0/135,0)
22. Jewgenij Klimow (RUS) 265 (122,5/131,0)
23. Junshiro Kobayashi (JPN) 264,1 (128,5/125,5)
24. Timi Zajc (SLO) 262 (123,0/129,0)
25. Jan Hörl (AUT) 253,3 (123,0/126,5)
26. Roman Koudelka (CZE) 247,7 (125,5/122,0)
27. Luca Roth (GER) 242,4 (124,0/119,5)
28. Maciej Kot (POL) 235,8 (124,5/114,0)
29. Moritz Bär (GER) 229,4 (121,5/118,5)
30. Stefan Hula (POL) 220,8 (113,5/124,5)
31. Gregor Schlierenzauer (AUT) 124,5 (121,5)
Textquelle: © LAOLA1.at

Das turbulente Jahrzehnt des Gregor Schlierenzauer

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