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Hörl hadert in Garmisch mit dem Wind: "Ganz fair war es nicht"
Dennoch ist er mit seinem zweiten Platz und auch mit der Leistung seines Teamkollegen Embacher sehr zufrieden. Tschofenig ist indes etwas ratlos.
Auch in Garmisch-Partenkirchen ist Domen Prevc nicht zu stoppen, doch auch die ÖSV-Adler sind wieder gut in Form.
Nach dem Springen zeigt sich Jan Hörl jedoch trotz guter Leistung nicht ganz zufrieden, wie der Wettkampf in Rücksicht auf die Bedingungen abgelaufen ist.
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Hörl: "War von den Bedingungen her sehr schwer"
Prevc gewinnt 15,40 Punkte vor Hörl, der nach dem zweiten Durchgang mit den Windverhältnissen hadert: "Der zweite (Sprung) war eine zache Partie. Das war von den Bedingungen her sehr schwer. Ich hab mich irgendwie gerettet, aber ganz fair war es jetzt nicht", betont der Zweitplatzierte.
Dennoch zeigt er sich zufrieden und freut sich auch, dass nicht nur er aus österreichischer Sicht am Podest steht: "Mega, auch dass Embacher wieder das Stockerl macht, er hat einen super Job gemacht. Die Jungen pushen uns, und wir müssen uns strecken", so Hörl.
Embacher verbessert sich auch in Tournee-Wertung stark
Embacher, der 16 Punkte hinter Prevc auf Rang drei platziert ist, macht auch in der Gesamtwertung der Tournee viele Punkte gut. Er verbessert sich von Rang sieben auf den dritten Platz.
"Ein mega Tag wieder, sehr cool. Ich habe zwei richtig lässige Sprünge erwischt", betont der Jüngste im ÖSV-Team. Für ihn ist es nach dem zweiten Platz in Falun bereits der zweite Podestplatz in dieser Saison.
"Tournee hat eigene Gesetze"
Nach zwei der vier Springen ist Prevc bereits 35 Punkte vor Hörl. Der drittplatzierte Embacher sieht Prevc ganz klar in der Favoritenrolle, gibt sich aber noch nicht geschlagen.
"Er wird sehr schwer zu knacken sein, aber die Tournee hat eigene Gesetze. Wir werden weiterkämpfen und schauen, dass wir ihn nerven", so der 19-Jährige. Ihm fehlen 41,5 Punkte auf den Slowenen.
Tschofenig macht einen Rückschritt
Nicht so gut ist es für Daniel Tschofenig gelaufen. Der Zweitplatzierte aus Oberstdorf erreicht in Garmisch den neunten Platz und fällt damit zurück.
"Gut war es leider nicht, die Sprünge sind nicht gut. Ich verstehe nicht ganz, warum es in Oberstdorf funktioniert und da nicht. Es ist ein bisserl ein Auf und Ab", analysiert er nach dem Bewerb.
Von Hörl und Embacher könne er sich aktuell "einiges abschauen".
Mit Ortner als Zehnten schafften es wieder vier Österreicher in die Top Ten. Manuel Fettner wird 13., Jonas Schuster 24.; Stefan Kraft als 26. wirkt frustriert, richtet seinen Fokus aber bereits auf das nächste Springen in Innsbruck.
Prevc will mehr
Domen Prevc scheint nach dem zweiten Bewerb im Springen um den goldenen Adler nur noch schwer aufzuholen sein.
Sein Ziel ist es, auch bei den zwei weiteren Wettkämpfen an die Spitze zu springen: "Das bedeutet mir viel. Es ist wirklich toll, ich hoffe, ich kann so weitermachen", sagt er nach dem letzten Springen in Deutschland.
Dennoch zeigt er sich auf die Frage nach dem Grand-Slam-Sieg (vier aus vier Springen) noch zurückhaltend: "Im Moment muss ich mich auf meine Dinge fokussieren, die mich stark machen", erklärt der Slowene.