Felder: "Schlieri ist nicht konkurrenzfähig"

Aufmacherbild Foto:
 

Über vier Jahre ist es nun schon her, dass Gregor Schlierenzauer, der - gemessen an Weltcupsiegen - erfolgreichste Skispringer aller Zeiten, ein Skispringen gewinnen konnte.

Auch in dieser Saison läuft es alles andere als rund für "Schlieri". Nach einem erfolglosen Start in die Saison, schiebt der einstige Weltcup-Dominator nun eine Trainingspause ein und verzichtet auf die Weltcup-Springen in Engelberg.

Wann er wieder zum ÖSV-Team stößt, kann auch ÖSV-Cheftrainer Andreas Felder nicht sagen. "Gregors Pause ist auf unbestimmte Zeit. Er ist im Moment nicht konkurrenzfähig, seine bisherigen positiven Ergebnisse waren Zufallstreffer", zeigt sich Felder gegenüber der "Kleinen Zeitung" recht kritisch.

"Er soll erst zurückkehren, wenn er das Gefühl hat, dass sein System funktioniert. Wir geben ihm auf alle Fälle die nötige Zeit dafür", vesucht Felder seinen Star nicht zu drängen.

Entwicklung verschlafen

Als Hauptgrund für Schlierenzauers schlechtes Abschneiden über die letzten Jahre sieht er vor allem die fehlende Entwicklung. "Er hat es ein bisschen übersehen." Die Konkurrenz ist dem ehemaligen Weltmeister inzwischen davongezogen. "Die Zeiten ändern sich - das Material, die Technik. Da darf man nicht lange auf den alten Werten hängen bleiben."

"Aber man darf bei ihm die Hoffnung nie augeben. Er ist nach wie vor ein ausgezeichneter Skispringer und hat die Qualität, auch diese schwere Hürde zu nehmen." Ein positives Beispiel für einen Topathleten, der sich wieder an die Spitze zurückgekämpft hat, sei unter anderem auch der Dominator der Vorsaison: Kamil Stoch.

"In der Saison nach seinem Doppel-Olympiasieg 2014 wurde er im Gesamtweltcup nur 22. Dann ist er hergegangen und hat sein komplettes System umgestellt und adaptiert. Sein heutiger Sprung hat technisch gesehn mit dem von 2014 nichts mehr zu tun. Und trotzdem ist er wieder extrem erfolgreich."

Ob Gregor Schlierenzauer bei der am 29. Dezember beginnenden Vierschanzentournee wieder im ÖSV-Kader aufscheint, bleibt offen.

Textquelle: © LAOLA1.at

Weltcup-Doppel in Saalbach-Hinterglemm: RTL und Slalom

Zum Seitenanfang »

LAOLA Meins - Tags folgen

COMMENT_COUNT Kommentare