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Odermatt und Kriechmayr streuen Shootingstar Franzoni Rosen

Giovanni Franzoni verkörpert laut Odermatt den künftigen Siegertypus in der Abfahrt - auch Kriechmayr streicht seine Riesentorlauf-Qualitäten hervor.

Odermatt und Kriechmayr streuen Shootingstar Franzoni Rosen Foto: © GEPA

Für Marco Odermatt verkörpert Giovanni Franzoni den neuen Siegertypus im Abfahrtssport.

"Er fährt einfach unglaublich gut Ski, kommt wie ich vom Riesenslalom. Ich glaube, in Zukunft braucht es diese Riesenslalom-Technik, um im Abfahrtssport ganz vorne zu sein", sagte der Schweizer über den 24-jährigen Speed-Shootingstar aus Italien, der sich mit der Bestzeit in beiden Abfahrtstrainings auch in Kitzbühel in den Kreis der Mitfavoriten fuhr (Alle Infos>>>).

Odermatt vor Franzoni gewarnt

"Er hat seit zwei Wochen einen unglaublichen Speed und jedes Training dominiert. Er wird sicher für Samstag ganz gefährlich sein", prophezeite Odermatt.

Nach Franzonis Premierensieg im Super-G von Wengen kannte der Schweizer Superstar in der Lauberhornabfahrt aber kein Pardon, er verwies Franzoni auf Platz drei. "Da hatte er noch eine schlechtere Nummer", relativierte Odermatt. In Kitzbühel ist das bereits anders.

Kriechmayr sieht "unglaubliche Radien"

Dass erst jahrelange Weltcup-Erfahrung einen Abfahrer erfolgreich macht, war laut Vincent Kriechmayr "früher mehr" der Fall. "Mittlerweile kommen die Jungs und drücken gleich kompromisslos an. Das ist schon schön anzuschauen."

Franzoni habe "den Ski immer unter dem Körper, hat ständig den Zug, fährt unglaubliche Radien. Er ist auch ein guter Riesentorlauffahrer und das Selbstvertrauen ist natürlich auch nicht gering", sagte Kriechmayr.

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Jüngster Sieger einer Hahnenkammabfahrt kann Franzoni übrigens nicht mehr werden. Der "Kaiser" Franz Klammer war 1975 bei seinem ersten von vier Streichen 21 Jahre und zwei Monate jung.

Das Potenzial des Aufsteigers, der am Südwestufer des Gardasees aufgewachsen ist, war schon länger bekannt. 2021 gewann Franzoni bei der Junioren-Weltmeisterschaft Gold im Super-G, ein Jahr später Gold in der Abfahrt und der Kombination. Im vergangenen Dezember gelang ihm mit Rang drei im Super-G von Gröden der Durchbruch.

Wenn Paris spricht, hört Franzoni gut zu

Spätestens seit Wengen wähnt sich der Mann, der sich einst mit Italiens Tennis-Star Jannik Sinner in der gleichen Altersklasse matchte, im "Flow". "Aktuell fahre ich sehr gut und sauber und habe ein großes Selbstvertrauen. Ich bin sehr zuversichtlich für das Wochenende."

Zumal er ein Faible für technisch anspruchsvolle Highspeedstrecken wie die Streif habe. "Das ist vielleicht meine Lieblingsabfahrt", tönte Franzoni in seiner erst zweiten Kitzbühel-Rennwoche. Seine Erfolge widmete er bisher stets seinem im Sommer-Camp in Chile verstorbenen Zimmerkollegen Matteo Franzoso. Dieser sei wie ein Bruder für ihn gewesen. "Ich werde mein ganzes Leben für ihn Ski fahren."

Mit Dominik Paris (36) und Christof Innerhofer (41) hat Franzoni auch zwei Abfahrtshaudegen im eigenen Team. "Er ist eine Legende für mich", sagte Franzoni über Paris. "In den vergangenen Jahren hat er mir viele wertvolle Tipps gegeben. Ich höre immer genau zu, das sind wahre Schätze für mich."

Die Squadra pusht sich aktuell gegenseitig, meinte auch Innerhofer nach starken Trainingseindrücken in Kitzbühel. So schnell geben sich die Arrivierten dem Aufsteiger nicht geschlagen. Innerhofer: "Viele von uns wissen, dass wir gleich gut fahren können wie er."

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