Hirscher: "Gesamtweltcup-Bühne gehört Henrik"

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Marcel Hirscher übt sich vor dem Saisonauftakt in Sölden einmal mehr in Understatement.

Vor dem RTL am Sonntag (ab 10 Uhr im LIVE-Ticker) schiebt er die Favoritenrolle Henrik Kristoffersen zu. Sein langjähriger Konkurrent soll bereits gut in Form sein und sich im Vergleich zur letzten Saison gesteigert haben, wie man aus dem norwegischen Lager hört.

"Die Gesamtweltcup-Stage gehört Henrik. Das ist für mich heuer kein Thema. Da werden andere Gegner für ihn eine größere Rolle spielen als ich“, meint Hirscher.

Für den Salzburger, der zuletzt sieben Mal in Folge in den Gesamtweltcup gewonnen hat, ist der achte „depperte Glasbecher“ also - noch - kein Thema.

Zuerst gelte es, am Sonntag gut in die Saison hineinzustarten. „Natürlich geht es schlussendlich schon wieder darum, so schnell wie möglich zu sein und im besten Fall Rennen zu gewinnen. Aber, und so ist meine Einschätzung, es wird schon ein bisserl dauern, bis ich wieder richtig hineinfinde.“

Er selbst sei nach einer schwierigen Vorbereitung aufgrund der warmen Temperaturen gespannt, was auf dem Rettenbachferner möglich ist. Der Vergleich mit den ÖSV-Kollegen sei nach zwei gemeinsamen Trainingstagen okay gewesen, aber für ein großes Urteil reiche es nicht.

Keine Tüftelei bei Hirscher

Auch was das Setup betrifft, waren große Tüfteleien nicht möglich, weil die Bedingungen das nicht zugelassen haben. Zum Vorschein gekommene Steine auf den Pisten waren nach dem langen, warmen Sommer eine Begleiterscheinung.

"Die richtig guten Ski haben wir bisher zurückgehalten. Die kannst nicht hernehmen, denn bei jeder Trainingsfahrt ist es eine 50:50-Chance, ob der Ski ganz kaputt ist, oder man ihn noch richten kann." Deshalb geht Hirscher davon aus, am Sonntag mit einem Ski aus der vergangenen Saison an den Start zu gehen, „der sehr, sehr gut funktioniert hat“.

Darüber hinaus kann der 29-Jährige ohnehin auf sein Können vertrauen. Insgesamt fünf Mal konnte er den RTL-Weltcup bisher gewinnen, die letzten vier davon in Folge.

In den letzten Jahren wäre es „einfach gelaufen wie auf Schienen“. „Das ist das Geheimnis. Ich habe nicht erst in den letzten Jahren gelernt, RTL zu fahren. Die erste Kugel habe ich ganz am Anfang gewonnen (2011/12, Anm.), dann war es ein bisschen schwierig wegen der Materialumstellung. Ab einem gewissen Entwicklungsstadium war ich super konkurrenzfähig oder der Konkurrenz vielleicht ein bisschen voraus. Ob das heuer noch der Fall sein wird, wage ich zu bezweifeln, weil die schlafen ja auch nicht.“

Hirscher: "Das Feuer brennt noch"

Wie stark die Konkurrenz wirklich ist, wird sich weisen. Sicher ist: Hirscher brennt aufs Rennfahren. „Grundsätzlich brennt das Feuer und es macht Spaß. Ich bin mir sicher, dass ich mich für den richtigen Weg entschieden habe“, sagt der frischgebackene Vater in Hinblick auf das Karriereende, das im Sommer im Raum stand.

Ob der Weg auch nach der Saison 2018/19 weitergeht, weiß Hirscher noch nicht. Auf die Frage, ob es sein letzter Auftritt in Sölden werden könnte, meint er: „Auf diese Frage habe ich mich wahnsinnig gefreut, das ist ein aufgelegter Elfer. Aber ich kann das jetzt nicht beantworten, das wird sich herausstellen. Das hängt von ganz vielen Faktoren ab."

Textquelle: © LAOLA1.at

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