Aus Top-30 gerutscht! Ausnahmeregelung für Johannes Strolz
Eigentlich erfüllte der zweifache Olympiasieger nicht die sportlichen Voraussetzungen, um seinen ÖSV-Kaderstatus zu behalten.
Die vergangene Skiweltcup-Saison verlief nicht nach Wunsch für Johannes Strolz.
Zwar klassierte sich der 33-Jährige im Slalom sechs Mal in den Weltcup-Punkten, über Rang 15 (in Kitzbühel) kam Strolz jedoch nicht hinaus.
Das hatte zur Folge, dass der Vorarlberger nach dem vorletzten Saison-Slalom in Kranjsja Gora aus den Top-30 der Weltcup-Startliste fiel - eigentlich eine von Ski Austria vorgeschriebene Richtlinie, um den ÖSV-Kaderplatz zu behalten.
Trainer sichern Strolz ÖSV-Kaderplatz zu
Da sich Strolz auch nicht für das Weltcup-Finale in Hafjell qualifizieren konnte, blieb er außerhalb der Top-30.
Um seinen Kaderplatz muss der doppelte Olympiasieger von 2022 aber nicht fürchten, wie er im Interview mit der "Krone" verrät.
"Als nach dem Rennen in Kranjska Gora klar war, dass ich aus den Top-30 fallen werde, habe ich sofort das Gespräch mit dem Verband gesucht", erklärt Strolz.
Der Vorarlberger weiter: "Mein Gruppentrainer Robert Füss, Herren-Chef Marko Pfeifer und Alpin-Direktor Christian Mitter haben mir gesagt, dass sie bei mir noch immer das sportliche Potenzial sehen, vorne mitzufahren und sie mich weiter im Team haben möchten."
Strolz: "Überzeugt, dass ich zu den Schnellsten gehöre"
Seinen ÖSV-Kaderplatz sehe er nicht als selbstverständlich an.
Er weiß, dass der Kampf um den Startplatz im ersten Weltcup-Saison-Slalom 2026/27 kein leichter sein werde.
Aber: "Die Schnellsten gehören an den Start und ich bin davon überzeugt, dass ich nach wie vor zu den Schnellsten gehöre."
Mehr Renneinsätze als zuletzt?
Ein Karriereende in diesem Jahr sei nie Thema gewesen, so Strolz.
Stattdessen werde überlegt, künftig mehr Rennen zu fahren als in der abgelaufenen Saison.
Statt Training visiere er mehr Slalom-Starts in anderen Rennserien an, um den Rennrhythmus nicht zu verlieren.
"Wenn ich am wenigsten Zeit hatte, ist es bei mir immer am besten gelaufen." Beispielsweise, als er sich in der Olympia-Saison 2021/22 selbst die Ski präparieren musste.