"Kein Wunschkonzert" – Strolz über verpasstes Olympia-Ticket
Wie schon bei der WM ist der Doppel-Olympiasieger auch in Mailand/Cortina nicht dabei.
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Vier Jahre nach seinem Olympia-Märchen wird Johannes Strolz bei den Winterspielen in Italien nur Zuschauer sein.
Der Doppel-Olympiasieger von 2022 schaffte es nicht ins vierköpfige Aufgebot des Slalom-Teams und ist damit wie bei der Ski-WM im Vorjahr bei einem Großereignis außen vor.
"Das ist Teil vom Spitzensport. Es ist kein Wunschkonzert, man muss sich beweisen, wenn es bei den Wettkämpfen darauf ankommt. Das habe ich nicht geschafft", räumte Strolz ein.
Top-Vier? "Dazu habe ich nicht gehört"
"Es gehören bei den Spielen die besten vier am Start. Dazu habe ich heuer nicht gehört, das ist Fakt", sagte Strolz nach der vertanen Mini-Chance in Kitzbühel. Rang 15 war zu wenig, um noch auf den Olympia-Sprung aufzuspringen.
Seinen Teamkollegen Manuel Feller, Fabio Gstrein, Michael Matt und Marco Schwarz wünschte er alles Gute: "Ich hoffe, dass sie das, was der Manu in Kitzbühel gezeigt hat, in Milano-Cortina zeigen können, weil das können wir im Prinzip alle."
Strolz hatte sich 2022 mit einem überraschenden Sieg in Adelboden gerade noch für Olympia qualifiziert und dann bei den China-Spielen Gold in der Kombination und mit dem Team sowie Silber im Slalom abgestaubt.
WM-Nichtnominierung tat mehr weh
Dass heuer das Happy End ausbleiben könnte, hatte er fast schon erwartet. Vergleichen könne man die Situation mit jener vor vier Jahren, als er aus allen Kadern gefallen war, nicht. "Damals bin ich am Abgrund gestanden. Heute kann man fast von einer Luxussituation sprechen", meinte der 33-Jährige.
Vor allem das Verpassen der Heim-WM habe aber richtig geschmerzt. "Da habe ich einige Zeit gebraucht, um das abzuhaken." In Kitzbühel habe er in einigen Abschnitten befreites Skifahren zeigen können. "Aber ein kleiner Teil fehlt offenbar noch immer, dass es weiter nach vor gehen kann. Das nehme ich mir für Schladming vor", sagte Strolz.