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Vonn nach Zauchensee-Sieg: "Wahnsinn, hier wieder zu gewinnen"

Die US-Amerikanerin gewinnt erstmals seit 2016 wieder ein Rennen in Österreich. Bei der Auslosung der Startnummern am Freitag sei sie noch "böse" gewesen.

Vonn nach Zauchensee-Sieg: "Wahnsinn, hier wieder zu gewinnen" Foto: © GEPA

Das mit den Händen geformte Herz in Richtung Publikum, das Plakat, das sie als "lebende Legende" preist, die unzähligen Lindsey-Rufe: Lindsey Vonn liebt Österreich, und Österreich die Skigröße.

Beim Sieg am Samstag in der Weltcup-Abfahrt von Zauchensee (zum Rennbericht>>>) spielte die 41-Jährige all ihre Routine aus. "Aggressiv fahren, attackieren, Gemma", lautete ihr Plan, den sie in der beeindruckenden Manier einer Abfahrtsweltcupführenden umsetzte.

Ergebnis der Abfahrt in Zauchensee >>>

Mindset, Linienwahl, Umgang mit den Verhältnissen - in allen Punkten war Vonn bei ihrem insgesamt 84. Weltcupsieg die klare Nummer eins.

"Lindsey kriegt es immer auf den Punkt. Da kann man sich etwas abschauen", sagte Mirjam Puchner (29.) aus dem schwer geschlagenen österreichischen Team. "Ich werde mir den Lauf sicher anschauen, sie hat es gut getroffen", sagte Cornelia Hütter (20.). "Trotzdem gewinnt die Beste, diejenige mit dem Roten Trikot", ließ Nina Ortlieb (39.) keine Ausreden ob des Schneefalls und der schlechten Sicht gelten.

Es war der 85. Weltcupsieg für Lindsey Vonn. Ewige Bestenliste>>>

Nach 2016 wieder Zauchensee-Siegerin

Für Vonn war es der erste Sieg in Österreich seit Wiederaufnahme ihrer Karriere und seit dem Double 2016 ebenfalls in Altenmarkt-Zauchensee.

"Die Emotionen sind sicher sehr hoch, es ist ein Wahnsinn, hier wieder zu gewinnen. Jetzt bin ich wieder zurück", sagte Vonn und bedankte sich für die "super Stimmung" und "Wahnsinns-Unterstützung" der Fans, das alles mache sie "sehr happy".

Sei sie bei der Auslosung am Vorabend noch "böse" gewesen, die frühe Nummer sechs zu bekommen, war das am Renntag kein Problem mehr für sie.

"Es hat viel geschneit, die Strecke war nicht optimal. Aber ich habe gewusst, was es braucht, hier heute zu gewinnen. Ich bin sehr direkt gefahren und habe von der Linie her sehr viel riskiert. Deshalb bin ich vorne."

Olympische Spiele als großes Ziel

Entscheidend sei gewesen, den auferlegten Plan exakt zu folgen. "Das ist für mich am wichtigsten. Genau mit der richtigen Aggressivität. Ich bin sauber gefahren, hatte die richtige Attitude. Das ist wichtig für mich, für das nächste Rennen, und auch für Cortina."

Die Olympischen Spiele in Italien sind ihr großes Ziel für diese definitiv letzte Saison, die sie bei Chance auf die Abfahrtskugel zu Ende fahren will. Und das rückt immer mehr in den Bereich des Wahrscheinlichen, hat Vonn nach den Saisonergebnissen eins, zwei, drei und eins nun doch bereits 129 Punkte Vorsprung auf die Deutsche Emma Aicher, ihre erste Verfolgerin.

Plan perfekt umgesetzt

Mit der großen Amerikanerin jubelt stets auch ein großer Norweger mit. Aksel Lund Svindal ist als ihr Coach bei den Rennen mit dabei.

"Der Plan war, überall eng zu fahren. Es ist ein kurzes Rennen und da gibt es nichts zu verschenken. Sie hat es perfekt gemacht. Es war schon beeindruckend, was sie heute gemacht hat", sagte er. "Sie hat brutal hart gearbeitet. Sie macht es, weil es Spaß macht und eine coole Herausforderung ist."

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