Liensberger verpasst Podest in Flachau

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Nichts ist es aus einem neuerlichen Podestplatz für Katharina Liensberger beim Nacht-Slalom in Flachau geworden.

Die Vorarlbergerin, im Vorjahr Dritte, fällt im Finale vom dritten auf den fünften Rang (+0,80) zurück. Den Sieg holt sich Petra Vlhova knapp mit 0,10 Sekunden Vorsprung vor der Schwedin Anna Swenn-Larsson und Mikaela Shiffrin (+0,43). Für Vlhova ist es der zweite Sieg in Folge.

Direkt hinter Liensberger sorgen Katharina Truppe als Sechste und Chiara Mair als Achte für ein starkes ÖSV-Ergebnis.

Katharina Gallhuber macht einen Sprung nach vorne auf Rang elf, Franziska Gritsch wird 16. und Katharina Huber 21.

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Im Slalom-Weltcup behält Shiffrin Position eins, die US-Amerikanerin führt nunmehr 80 Punkte vor Vlhova. Im Gesamtweltcup liegt Shiffrin 273 Punkte vor ihrer Rivalin.

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"Megaerlebnis" für Liensberger

Vor 14.800 Zuschauern hatten zunächst zwar wieder die zwei jahrelangen Slalom-Dominatorinnen den Ton angegeben. Überraschend war da aber schon, dass Seriensiegerin Shiffrin zur Halbzeit gleich sechs Zehntel Rückstand auf die Slowakin hatte. Damit lag die US-Amerikanerin fast gleichauf mit Liensberger, die nur weitere fünf Hundertstel zurück chancenreiche Halbzeit-Dritte war.

In Zagreb war Liensberger am Ende noch fast dreieinhalb Sekunden zurück gewesen. "Schön, dass wir endlich ein anderes Thema haben", meinte die Vorarlbergerin zunächst verschmitzt.

Flachau hatte für die zehnte Auflage des höchstdotierten Damenrennens im Weltcup sechs gewaltige Wellen in die Piste gebaut. Den flüssig gesetzten ersten Durchgang nutzte neben Liensberger auch die vom ehemaligen ÖSV-Herrenchef Dieter Bartsch gecoachte Chiara Mair als Halbzeit-Siebente. Als insgesamt Achte komplettierte sie das finale ÖSV-Trio in den Top Ten mit den Plätzen fünf (Liensberger), sechs (Truppe) und acht (Mair). "Zuletzt bin ich hier mehrmals 31. geworden. Da habe ich mir gesagt, diesmal nicht", freute sich Mair.

Truppe hatte sich zunächst noch sehr geärgert. "Der erste Lauf war ein Murks von mir. Aber deshalb haben wir ja zwei Durchgänge. Gott sei Dank habe ich das Gaspedal noch gefunden", meinte die Kärntnerin. Liensberger konnte das Schwächeln Shiffrins und damit die Gunst der Stunde nicht nützen.

Die Vorarlbergerin rutschte auf Platz fünf zurück. "Es war kein Zug mehr dahinter", klagte die 22-Jährige. "Aber hier in Flachau mit Nummer eins einen Slalom zu eröffnen, war genial", schied sie dennoch mit guten Erinnerungen. Die Stimmung sei ein "Megaerlebnis" gewesen, betonte Liensberger.

Im Vorjahr war Liensberger nach der nachträglichen Disqualifikation von Swenn Larsson noch als Dritte erstmals auf ein Weltcup-Podest gekommen.

Stimmen:

Petra Vlhova: "Es war sehr schwer, hier zu gewinnen. Die Fans waren so laut, man musste sich konzentrieren, um den Fokus zu halten. Die Piste war etwas ausgefahren. Ich habe versucht, ohne Fehler zu fahrne, trotzdem waren wieder welche drinnen."

Mikaela Shiffrin: "Ich bin glücklich, wieder auf dem Podest zu sein, aber ich bin enttäuscht über meinen Lauf. Ich habe mein bestes gegeben, aber ich muss noch mehr geben. Es war ein neues Rennen, ein schweres Rennen. Ich muss jeden Tag einen Schritt nach vorne machen, die anderen sind da, jetzt sieht man die Realität. Ich glaube nicht immer an mich, der Grund, warum ich so gut bin ist, weil ich immer härter als alle anderen gearbeitet habe. Ich bin nur selten voller Selbstvertrauen."

Katharina Liensberger: "Es hat am Start angefangen, ich bin nicht sauber rausgekommen. Nichtsdestotrotz muss ich weitermachen. Man überlegt natürlich, woran es gelegen hat, was man das nächste Mal anders machen muss. Ich habe gemerkt, dass kein Zug dahinter war. Trotzdem hat es Spaß gemacht, hier zu fahren, die Stimmung war toll und es war ein Wahnsinnserlebnis."

Textquelle: © LAOLA1.at

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