ÖSV-Frauen mit Chancen? Jagd auf Abfahrtskugel neu eröffnet
Die Jagd um die Abfahrtskugel ist bei noch vier zu fahrenden Rennen nach dem verletzungsbedingten Saisonende der US-Amerikanerin Lindsey Vonn wieder offen.
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Drei Speedstationen mit insgesamt acht Bewerben warten auf die Skirennläuferinnen noch in diesem Weltcupwinter.
Nach dem Ausfall von Lindsey Vonn, ist der Kampf um die Kugel neu eröffnet. 400 Punkte hat Vonn auf dem Konto, es folgen die Deutschen Emma Aicher (256) und Kira Weidle-Winkelmann (232), die Italienerinnen Laura Pirovano (207), Nicol Delago (180) und Sofia Goggia (180), sowie Hütter (179) und US-Olympiasiegerin Breezy Johnson (178).
Hütter jedenfalls hofft, die in Cortina gezeigte Konstanz mitgenommen zu haben, allerdings lag die Super-G-Bronzemedaillengewinnerin eine Woche krank im Bett.
Hütters Energie ist "bei null"
"Die Energie ist eher bei null, die Grundspannung nicht so da. Aber wegen ein paar Bazillen gebe ich nicht auf. Ich habe im Training heute schon eine Steigerung gemerkt, hoffe weiter und bin zuversichtlich", sagte die Steirerin Hütter.
Sie wolle alles Negative in der Vergangenheit lassen, auch die 2019 in Andorra erlittene Knieverletzung. "So gut wie heuer habe ich es hier noch nie gesehen. Es macht Spaß. Auch wenn die Voraussetzungen bei mir nicht die besten sind und es zum Kämpfen wird: Ich habe schon gezeigt, dass ich das kann. Auf Zug fahren und klein machen", lautet ihre Devise.
Ortlieb erzielte im Abschlusstraining Bestzeit. Sie habe es mit "mehr Selbstsicherheit angelegt" und war großteils mit der Leistung zufrieden. "Ich mag es hier total gern. Die Piste ist hervorragend, da merkt man nichts von den warmen Temperaturen. Hier kommt Frühjahrsfeeling auf, es macht allen Spaß, hier zu sein."
Aus den - verpatzten - Olympischen Spielen habe sie ihre Lehren gezogen. "Ich bin froh und erleichtert, dass es gleich weitergeht. Neue Chancen kommen. Wir haben noch acht Speedrennen am Programm, ich versuche, jedes Rennen so gut wie möglich zu nützen."
Rädler will Rennlinie auspacken
Teamkombi-Olympiasiegerin Rädler will am Freitag "die Rennlinie auspacken", denn die werde es brauchen, um vorne mit dabei zu sein. "Ich hoffe, ich kann den Flow von Olympia mitnehmen.
Trotz der Sprünge und Wellen will ich kompakt bleiben und voll durchziehen. Ein Podium ist immer das Ziel, ich will es so angehen wie in Cortina, locker bleiben und mich auf mich konzentrieren", sagte die Vorarlbergerin. Auch wenn Sonnenschein und Temperaturen irgendwie schon Finalstimmung aufkommen lassen, so gehe es doch noch um was, merkte sie an.
Nach einem heftigen Sturz im Super-G-Training am vergangenen Sonntag spürt Puchner derzeit den ganzen Körper.
"Ich habe alles durchchecken lassen und probiere, den Sturz auszublenden. Ich will jeden Tag einen Schritt vorwärts machen und mit Überzeugung Ski fahren. Ich bin eine, die selten herfällt, vielleicht beschäftigt es mich umso mehr. Ich muss das abhaken, morgen zählt", sagte die Salzburgerin.