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Österreicher verteidigen bei Kitz-Super-G stolze Serie

Bisher gab es nur einen Kitz-Super-G ohne Österreicher am Podest. Dieses Jahr soll die Serie weitergehen.

Österreicher verteidigen bei Kitz-Super-G stolze Serie Foto: © GEPA

Die Kitzbühel-Ouvertüre findet mit der Hoffnung auf ein rot-weiß-rotes Skifest statt. Im Super-G am Freitag (ab 11.30 Uhr im LIVE-Ticker >>>) rechnet sich Österreichs alpines Speedteam der Männer nach sechs Podestplätzen in der bisherigen Saison einiges aus.

"Der Super-G ist sicher ein großes Highlight", sagte ÖSV-Teamleader Vincent Kriechmayr vor dem Rennen, das mehr als nur das Vorgeplänkel für die traditionelle Hahnenkammabfahrt am Samstag ist.

"Der Super-G hat sicher nicht den Stellenwert der Abfahrt, das ist ganz klar. Wenn man aber einen Super-G herauspicken kann im Weltcup-Zirkus, dann ist es der in Kitzbühel. Auch aufgrund der Geschichte mit dem Hermann (Maier)", meinte Kriechmayr.

Maier hält den Rekord mit fünf Super-G-Siegen in Kitz. Kriechmayr hat 2021 triumphiert. Ob nun das letzte Streif-Wochenende seiner erfolgreichen Karriere ansteht, ließ der 34-Jährige am Donnerstag offen. "Das werden wir sehen. Zurzeit macht es mir sehr viel Spaß."

Alle Sieger des Super-G in Kitzbühel>>>

Podestgarantie im Super-G

Anders als in der Abfahrt ist die Hoffnung auf ein Jubelmeer in Rot-weiß-rot im Super-G auch empirisch gestützt.

Mit den Saisonsiegern Kriechmayr und Marco Schwarz und insgesamt sechs Stockerlplätzen durch vier verschiedene Fahrer ist Österreich die erfolgreichste Nation der bisherigen Saison.

Neben Kriechmayr und Schwarz schafften es auch schon Raphael Haaser (zweimal Dritter) und Stefan Babinsky (Zweiter) in den fünf Rennen aufs Stockerl.

Die Kitz-Statistik befeuert den Optimismus zusätzlich, besteht auf der Streif-Alm doch beinahe Podestgarantie: In bisher 22 Rennen der zweitschnellsten Speed-Disziplin schaffte es nur 2019 kein ÖSV-Läufer auf die begehrtesten Plätze in der Gamsstadt.

Babinsky hat Lust auf mehr

Bei Babinsky ist der Eindruck des Erfolges noch frisch. Im Super-G von Wengen schaffte es der Steirer als Zweiter hinter Giovanni Franzoni erstmals auf das Podest.

"Es war ein brutal schöner Moment in meiner Karriere. Trotzdem ist es kein Wunschkonzert und ich muss meine Hausaufgaben machen. Ich bin trotzdem noch der gleiche Mensch."

Auf Kitzbühel freue er sich jedes Jahr speziell, sagte Babinsky - nicht nur, weil er vor zwei Jahren Abfahrtsvierter geworden ist.

"Es ist vom ersten Tag weg so eine Begeisterung da, für das Rennen und unseren Sport. So viele Menschen hauen sich rein, dass wir von der Bergspitze bis ins Tal runterfahren können. Das macht es so schön."

Haaser überraschte im Vorjahr

Haaser erlebte im Vorjahr ganz besondere Tage. Nachdem er sich im Dezember das Kreuzband überdehnt hatte und zu einer Zwangspause gezwungen war, bretterte er beim Renncomeback im Super-G sensationell zu Platz zwei hinter Marco Odermatt.

Die Gams-Trophäe steht seitdem prominent im Wohnzimmer. Das Wissen, dass einem die Strecke liege, sei sicher kein Nachteil, meinte Haaser im Vorfeld gewohnt schaumgebremst. Nach seinem Vorjahreserfolg sei "der Druck vielleicht sogar höher, weil man wieder gleich performen will".

"Time to shine" (Zeit zu glänzen), gab Christian Mitter, der sportliche Leiter Ski alpin im ÖSV, die Marschroute für ein Heimspektakel vor. "Es bedarf wie immer ziemlichen Mut über die Hausbergkante, dass man die Schrägfahrt ordentlich erwischt."

Laut ÖSV-Cheftrainer Marko Pfeifer wird sich das Rennen wieder am Hausberg entscheiden. "Es wird ein actiongeladener Super-G mit viel Tempo, viele Kurven sind da nicht mehr drin."

Hemetsbergers letzte Chance und ein Debütant

Für Daniel Hemetsberger ist es das Rennen der letzten Olympia-Chance in dieser Disziplin. "Ich werde alles reinhauen, aber es braucht wahrscheinlich einen Sieg, dass ich dabei bin. Ist aber erfreulich, wir stehen im Super-G als Team echt geil da."

Marco Schwarz erlebt seine Streif-Premiere. "Das Abfahrtstraining hat mir wichtige Erkenntnisse gebracht. Ich freue mich sehr darauf." Lukas Feurstein, Andreas Ploier, Manuel Traninger, Vincent Wieser und Weltcup-Debütant Fabian Bachler vervollständigen das ÖSV-Aufgebot.

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