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Schmidhofer trotz Hüftschmerzen zuversichtlich

Das ÖSV-Ass hofft auf gute Trainingstage in den USA:

Schmidhofer trotz Hüftschmerzen zuversichtlich Foto: © GEPA

Für Nicole Schmidhofer verlief die Vorbereitung auf die neue Weltcup-Saison bislang alles andere als optimal. Dennoch reist die Abfahrtskugelgewinnerin aus dem Vorjahr am Sonntag optimistisch in die USA, um sich den letzten Feinschliff vor dem Auftakt zu holen.

Dort hofft die Steirerin auf gute Trainingstage in Copper Mountain, nach der Akklimatisierung sind acht Schneetage geplant. In der Saison ohne Großereignis will sie einen weiteren Schritt nach vorne machen und noch öfter in den Weltcuprennen in die Top fünf fahren.

Hüftschmerzen bereiten Probleme

"Je besonderer die Vorbereitung, desto interessanter die Saison", sagt Schmidhofer am Freitag auf einem Termin ihres Sponsors aus dem Trockenbau-Fachhandel in Wien.

Im Frühjahr sei sie krank gewesen, dann habe sie eine Adduktorenzerrung gebremst. Das Training in Chile sei gut verlaufen, allerdings musste sie im Oktober wegen Hüftschmerzen - resultierend wohl aus einer Schonhaltung - wieder eine Pause einlegen und viele Therapie-Einheiten machen.

Sei sie vor einem Jahr voll fit gewesen, so sei die Ausgangsposition heuer "nach dem umständlich verlaufenen Sommer und mühsamen Wochen" eine andere.

Sie sei aber positiv gestimmt. "Ich war zwei Tage am Dachstein Gleitkurvenfahren, das war okay und hat funktioniert. Auch das Riesentorlauf-Training in Zillertal war interessant. Jetzt kommen die wichtigsten Trainingstage in Amerika. Ich hoffe, dass ich vom Level dahinkomme, wo ich im Frühling aufgehört habe." Zudem will sie bis zu den Speed-Rennen in Lake Louise (6. bis 8. Dezember) noch etwas an Gewicht zulegen. "Das Gewicht war letztes Jahr ein entscheidender Punkt."

Speedski-Projekt vorerst kein Thema mehr

Sie wisse, dass sie Teil einer der besten Mannschaften der Welt sie, das sei im Training ein guter Anhaltspunkt. Zulegen könne sie noch im Startbereich und bei Sprüngen. Darauf und auf ein paar andere Dinge sei auch der Schwerpunkt gelegt worden.

"Ich möchte einen weiteren Schritt nach vorne machen. Die letzte Saison war schon sehr gut. Aber es waren auch Ergebnisse von 10 bis 15 dabei. Ich will noch öfters unter die ersten fünf und auf das Podest." Abgehakt ist vorerst das Speedski-Projekt ("Zu gefährlich"), die WM-Vierte will dies erst nach ihre aktiven Alpin-Karriere wieder in Angriff nehmen.

Schmidhofer bildet auf der Übersee-Reise die Vorhut der österreichischen Speed-Girls (Rest fliegt Mittwoch). Sie peilt zuerst Los Angeles an und schaut sich ein Spiel im American Fotoball zwischen den Rams und den Chicago Bears an, auch ein Besuch bei den Los Angeles Lakers ist ein Thema. "Ich bin schon in den letzten Jahren wegen der Umstellung immer früher geflogen, ich will nicht mit dem Jetlag auf der Piste stehen", sagt die 30-Jährige.

Siebenhofer begrüßt neuen Kombi-Modus

Ramona Siebenhofer, vergangenen Winter Abfahrtdritte hinter Schmidhofer und Stephanie Venier, überraschte beim Saisonauftakt in Sölden als Riesentorlauf-Zehnte. Und das, obwohl es für die Speed-Pilotin der erste Riesentorlauf seit Jänner 2016 war.

"Der Riesentorlauf in Killington ist kein Thema, Lienz werde ich mit ziemlicher Sicherheit fahren. Auch die Kombination ist ein Thema, ich habe schon drei Slalomtage hinter mir." Die Modus-Änderung - die Schnellste nach dem Speed-Teilbewerb startet als Erste im Slalom - begrüßt sie. "Es ist ein bisserl eine Angleichung, ob es ganz ausgeglichen ist, will ich aber noch nicht unterzeichnen."

Ihren erfolgreich eingeschlagenen Weg will sie weitergehen, am Materialsektor erfolgte ein guter Schritt nach vorne. "Die Arbeit hat sich im Vorjahr bezahlt gemacht und ich durfte die ersten Weltcupsiege feiern. Ich bin konstanter geworden. Aber es waren vereinzelte Rennen dabei, wo es nicht funktioniert hat. Das ist der Punkt, an dem man weiterarbeiten muss. Es war eine sehr schöne Saison."

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