Der Salzburger Reichelt geht vor dem Unterkomitee "Alpiner Ski-Weltcup" engagiert ans Werk. Doch nur wenn ein Vorschlag vom Sub-Komitee positiv behandelt wird, kann er auch dem Weltcupkomitee am Freitag vorgelegt werden. In der Regel werden Vorschläge dort durchgewinkt. So weit kommt es aber nicht.
Speed-Startreihenfolge wird nicht geändert
Das wichtigste Anliegen von Reichelt war, dass die seit der Saison 2016/17 geltende Speed-Startreihenfolge wieder geändert werden soll.
Die Top Ten der Weltrangliste dürfen laut aktuellem Reglement ungerade Nummern von 1 und 19 wählen, womit die Besten der Welt in einem lange auseinandergezogenen Startfeld zu finden sind. Die Athleten forderten, dass die Läufer von 1 bis 30 jede einzelne Nummer von 1 und 30 aussuchen dürfen, das soll vor allem mehr Chancengleichheit schaffen.
Mit der Argumentation, dass man eine Startnummern-Regelung zumindest vier Jahre behalten wolle, kommt dieser Antrag nicht zur Abstimmung. Auch nicht wie u.a. jener nach einem höheren Preisgeld oder die Forderung nach einem ausgeglichenem Weltcup-Kalender mit einem gleichen Anteil an Speed- und Technik-Bewerben.
Garmisch-Super-G und Abfahrer bei City Events möglich
Zwei von Reichelts geforderten Punkten sind aber offen geblieben bzw. vertagt worden.
Der eine betrifft den Wunsch nach einem zusätzlichen Super-G im Rahmen des Garmisch-Weltcups. Chef-Renndirektor Markus Waldner hat aufgrund des ohnehin dichten Jänner-Programms keine rechte Freude damit, will aber das Garmischer Organisationskomitee entscheiden lassen, ob das durchführbar ist.
Einen kleinen Sieg in Form einer Vertagung schafft Reichelt auch mit seinem Einsatz für die Teilnahme von Speedfahrern an den City Events.
Derzeit dürfen daran nur die Top Vier der Gesamtwertung sowie zwölf Slalomfahrer teilnehmen. Die FIS will an einer Lösung arbeiten und das Thema beim Herbst-Kongress Ende September in Zürich behandeln.
Vonn will zuerst Stenmark-Rekord knacken
Rasch abgehakt ist das Thema Lindsey Vonn, es kommt gar nicht auf die Tagesordnung, weil die US-Skifahrerin nun vorerst doch nicht bei den Herren mitfahren will.
Zuerst will sie sich darauf konzentrieren, den Rekord an Weltcup-Siegen von Ingemar Stenmark zu knacken. Dies erklärt Jesse Hunt, der Nachfolger des Tirolers Patrick Riml als Alpin-Direktor des US-Alpin-Skiteams.
Der Schwede Stenmark hält bei 86, Vonn bei 82 Weltcup-Erfolgen. Vonn hegt schon lange den Wunsch, die Weltcup-Abfahrt der Herren im kanadischen Lake Louise zu bestreiten.