"Irgendwelche Exoten" - Murisier traurig über Olympia-Regeln
Der Schweizer war bei den Olympischen Spielen nicht dabei, während Athleten aus anderen Nationen mit großem Abstand mitfahren durften.
PRESENTED BY
Im Abfahrts-Weltcup ist er 20. im Super-G immerhin unter den besten 35 dieser Saison. Und trotzdem durfte Justin Murisier bei den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina nur zuschauen.
Am Ende fehlten nur 0,08 Sekunden, um in der Schweiz-internen Quali das Olympia-Ticket zu lösen.
"Höchstens 25 können richtig gut Skifahren"
"Es macht mich traurig, wenn in der Abfahrt gerade mal 34 Rennfahrer am Start stehen, von denen höchstens 25 richtig gut Skifahren können", erzählt Murisier dem "Blick", wie er sich während der Olympia-Abfahrt vor dem TV fühlte.
Gerade im Hinblick darauf, so argumentiert der Schweizer, dass Athleten mit Potenzial für Medaillen "zu Hause bleiben müssen und beim wichtigsten Rennen der letzten vier Jahre irgendwelchen Exoten zuschauen müssen."
Der 30. der Olympia-Abfahrt in Bormio, Barnabas Szollos, hatte bereits 5,42 Sekunden Rückstand. 12,79 Sekunden lag der Letzte, Cormac Comerford, hinter dem Sieger Franjo von Allmen. Ähnlich groß waren die Unterschiede im Slalom.
"Das ist keine gute Werbung für unseren Sport", betont Murisier.