"Hat endlich gereicht" - Scheib schließt mit Kronplatz Frieden
Nach schwierigen Jahren am Kronplatz strahlt Scheib auf ihrem "Lieblingshang" erstmals vom Podest. Über den möglichen Gewinn der kleinen Kristallkugel will sie sich dennoch noch nicht zu viele Gedanken machen.
PRESENTED BY
Julia Scheib feiert am Kronplatz ihren vierten Weltcupsieg, der zugleich der vierte RTL-Triumph in dieser Saison ist. Weiters macht sie einen wichtigen Schritt in Richtung kleiner Kristallkugel.
Zur Pause noch Dritte, kann sie im Finale mit einem guten Lauf und einem unglaublichen Zielhang den Sieg holen. Sie gewinnt vor Rast (+0,37) und der Halbzeitführenden Hector (+0.46).
Somit kann die 27-Jährige auch ihr bestes Ergebnis am Kronplatz einstellen. Nach sieben Rennen kam sie bis Dienstag nicht über Rang neun hinaus. Dennoch bezeichnete sie den Austragungsort bereits vor dem Rennen als ihren "Lieblinghang".
Scheib erleichtert, dass es jetzt auch am Kronplatz funktioniert
"Der Plan war von Anfang an, das Tempo gut zu finden, der Lauf war flüssiger als der erste, das ist mir entgegengekommen und ich habe geschaut, dass ich draufbleibe, vor allem im unteren Teil und ich bin sehr happy, dass es endlich hier gereicht hat, weil es nicht so einfach war die letzten Jahre. Ich bin immer wieder abgeworfen worden und darum ist es heute sehr cool", analysiert die Siegerin im "ORF"-Interview.
Nachdem Scheib letztes Jahr in den letzten Toren ausschied, hat sie dieses Mal bewusst auf die letzten sechs bis sieben Tore geachtet und den Gedanken über den Ausfall schon im Hinterkopf gehabt wie sie berichtet: "Der war nicht mehr so präsent wie im ersten Durchgang, aber er war schon da, ich habe versucht die letzten Tore gerader zu fahren und auch konzentriert zu fahren.
Wichtiger Schritt in Richtung Kugel
Scheib führt nach dem heutigen Sieg im Riesentorlauf-Weltcup bereits 139 Punkte vor Camile Rast. Die Steirerin könnte bereits nächstes Wochenende in Spindleruv Mlyn die kleine Kugel holen.
Der Stand im Riesentorlauf-Weltcup >>>
Es ist ebenso die Generalprobe für die Olympischen Spiele. Nach dem Großereignis stehen nur noch zwei Rennen dieser Disziplin bei den Damen am Programm.
Scheib selbst will aber noch nicht zu viel drüber nachdenken: "In drei Rennen kann nach wie vor sehr viel passieren. Ich möchte mich jetzt auf das nächste Rennen konzentrieren, auf das Skifahren, dann denke ich, schaut es schon gut aus", meint sie.
Astner Trainingssturz "stolz"
Nach dem Sturz im Training war Nina Astner heute mit leichten Schmerzen und Prellungen ins Rennen gegangen, dennoch konnte sie als 16. punkten und sich als zweitbeste Österreicherin platzieren.
Nach dem Rennen zeigt sie sich erleichtert: "Es war ein bisschen eine Befreiung. Ich bin stolz auf mich, dass ich heute nach der "Brezen" die Leistung doch zeigen habe können.
Gritsch freut sich über Schritt in die richtige Richtung
Franziska Gritsch verbesserte sich im Finale auf Rang 18 und zeigt sich durchaus erfreut, weiß aber auch um ihre Fehler: "Grün zu sehen war für mich sehr schön. Zufrieden bin ich mit dem unteren Teil, im zweiten Durchgang wäre oben von der Linie mehr drinnen gewesen. ich muss es noch einmal analysieren aber ich denke schon, dass das jetzt einmal ein Schritt vorwärts ist für mich", so die Tirolerin.
Stephanie Brunner holte als 17. Punkte. Ricarda Hasser wurde 26.