"Ich weiß, dass es eine geniale Fahrt war. Ich weiß aber auch, was das Ziel war und dass ich das ganz knapp verpasst habe", sagt der ehrgeizige Odermatt wenig später schon etwas gefasster.
Die Goldene Abfahrts-Gams bleibt vorerst weiter unerreicht.
Ich fühle mich fast ein bisschen blöd, wenn ich über einen zweiten Platz enttäuscht bin.
Die Freude über den zweiten Platz hinter dem ebenfalls emotionalen Sieger Giovanni Franzoni hält sich beim 28-Jährigen in Grenzen. Das sei auch seiner bisher so erfolgreichen Karriere geschuldet, meint Odermatt.
"Ich kann jeden verstehen, der sagt, es ist gut, dass das (mit dem Sieg; Anm.) nicht auch noch geklappt hat. Ich durfte schon so viele Erfolge feiern. Ich fühle mich fast ein bisschen blöd, wenn ich über einen zweiten Platz enttäuscht bin."
Odermatt: "Es war sehr viel auf dieses Rennen ausgelegt"
Dennoch werde es eine Zeit dauern, bis die Enttäuschung verdaut ist.
"Es war schon sehr viel auf dieses Rennen ausgelegt. Ich bin mit einer super Form hier angekommen, das Material hat gepasst, ich habe mich parat gefühlt - es hat alles gepasst", sagt Odermatt.
Und dennoch hat es am Ende knapp nicht gereicht. Marco Odermatts großes Ziel, der Abfahrts-Sieg in Kitzbühel, bleibt also weiter bestehen.