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Babinsky am Kitz-Podest: "Jetzt hat er verstanden, worum es geht"

Stefan Babinsky hat es schon wieder getan: Auf der Streif steht er zum zweiten Mal in Folge am Podest. Ist ihm endlich der Knopf aufgegangen?

Babinsky am Kitz-Podest: "Jetzt hat er verstanden, worum es geht" Foto: © GEPA

Sechs Jahre bzw. über 90 Rennen musste Stefan Babinsky warten, bis er im Weltcup erstmals das Podest besteigen durfte.

In der Vorwoche fuhr der 29-jährige Steirer im Super-G in Wengen als Zweiter aufs Stockerl, am Freitag legte er im Super-G in Kitzbühel mit Platz drei gleich nach.

Super-G in Kitzbühel - Ergebnis >>>

"Es ist ein unglaubliches Feeling, brutal schön", strahlt der eher zurückhaltende Babinsky. 25 Hundertstel fehlten ihm auf Sieger Marco Odermatt. Wo er diese verloren hat, weiß der Steirer genau.

"Ich habe echt eine gute Performance hingebracht. Leider hatte ich kurz vor dem Ziel eine kurze Unsicherheit. Aber das ist Rennsport, das gehört dazu", gibt er sich als Sportsmann.

Babinsky: "... dann kann ich ganz vorne mitfahren"

Der Steirer präsentiert sich kurz vor den Olympischen Spielen in Italien (ab 6. Februar) in bester Form. Ein Patentrezept fürs Podest will er aber nicht gefunden haben.

"Ich habe heute einfach versucht, mich auf mein Skifahren zu konzentrieren und es wirklich auf den Punkt zu bringen. Das ist mir sehr gut gelungen. Wenn ich das so hinbringe, dann weiß ich, dass ich ganz vorne mitfahren kann", tönt Babinsky.

Er selbst habe immer an sich geglaubt, sagt der 29-Jährige. Bis er sein Potenzial auch in Spitzenresultate ummünzen konnte, dauerte es allerdings.

Ich habe einfach kontinuierlich weitergearbeitet und immer drauf vertraut, dass ich das Zeug dazu habe.

Stefan Babinsky

"Ich habe einfach kontinuierlich weitergearbeitet und immer drauf vertraut, dass ich das Zeug dazu habe. Man muss hart an sich arbeiten, aber braucht trotzdem eine gewisse Ruhe. Man kann nichts erzwingen", sagt Babinsky.

Ruhe strahlt der Steirer stets aus. Ungeduld sei im Laufe seiner Karriere nie aufgekommen, auch wenn von seinem Weltcup-Debüt im Dezember 2019 bis heute viel Zeit vergangen ist.

"Jeder hat seinen eigenen Weg und jeder ist der Schmied seines eigenen Glücks. Das ist auch gut und schön so", meint der ÖSV-Athlet.

Kriechmayr: "Er ist seit Jahren der Schnellste im Training"

Dass "Baba", wie er genannt wird, früher oder später aufs Podest fahren wird, davon waren auch seine Teamkollegen überzeugt.

"Ich freue mich sehr für ihn. Er ist seit Jahren der Schnellste von uns im Training und ich glaube, jetzt hat er verstanden, worum es geht", sagt Vincent Kriechmayr und hofft auf den einen oder anderen Ratschlag: "Jetzt muss er mir Tipps geben und nicht mehr umgekehrt."

Für Tipps ist Babinsky bestimmt zu haben, eine Kampfansage für die Abfahrt am Samstag (11:30 Uhr im LIVE-Ticker) bekommt man aber nicht zu hören.

"Man muss immer am Boden bleiben. Morgen ist ein neues Rennen, da hat keiner einen Vor- oder Nachteil von heute."

Babinskys bisher bestes Ergebnis in der Abfahrt in Kitzbühel ist übrigens ein vierter Platz – da ist es aufs Podest auch nicht mehr weit.

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