Athlet:in | Alter |
|---|---|
Vincent Kriechmayr | 34 |
Raphael Haaser | 28 |
Marco Schwarz | 30 |
Stefan Babinsky | 29 |
Stefan Brennsteiner | 34 |
Manuel Feller | 33 |
Fabio Gstrein | 28 |
Magdalena Egger | 25 |
Mirjam Puchner | 33 |
Cornelia Hütter | 33 |
Nina Ortlieb | 29 |
Julia Scheib | 27 |
Katharina Truppe | 30 |
Katharina Huber | 30 |
Ariane Rädler | 31 |
Zwar haben Lindsey Vonn (41), Federica Brignone (35) oder Dominik Paris (36) in diesem Winter gezeigt, dass man auch jenseits der 30 noch erfolgreich sein kann, dass sämtliche ÖSV-Leistungsträger dieses Winters im gehobenen Skifahrer-Alter noch aktiv sein werden, ist aber auszuschließen.
Vincent Kriechmayr (34) ließ seine Karriere-Fortsetzung zuletzt offen, zudem knüpfte er sie an die Rückkehr seines früheren Konditionstrainers Peter Meliessnig zum ÖSV (Alle Infos>>>). Die Chancen, dass Cornelia Hütter (33) ihre Ski nach dieser Saison ins Eck stellt, stehen laut der Olympia-Bronzenen 50:50. Auch Stefan Brennsteiner (34) oder Mirjam Puchner (33) könnten bereits nach dieser Saison einen Schlussstrich ziehen. Auch Manuel Fellers Karriereende wird eher früher als später kommen. Der 33-Jährige will aber zumindest noch im kommenden WM-Winter am Start stehen.
Somit heißen die Leistungsträger in der näheren Zukunft wohl Marco Schwarz, Raphael Haaser oder Julia Scheib.
Zudem muss man hoffen, dass sich Stefan Eichberger (25) auf seinem Weg zu einem Top-Abfahrer von seinem Kreuzbandriss nicht abbringen lässt und Lukas Feurstein (24) das ihm nachgesagte Potenzial endlich vollends zeigen kann. In den technischen Disziplinen ist Joshua Sturm mit 24 Jahren – wie er selbst sagt – "langsam in einem Alter, in dem man anfangen sollte, aufs Podest zu fahren".
Bei den Frauen ruhen die Hoffnungen unter anderem auf Magdalena Egger, die derzeit an einem Kreuzbandriss laboriert. Mit Katharina Liensberger (28) fehlt eine weitere podest- und siegerprobte Athletin aktuell verletzt.
Wer kommt von unten nach?
Im Europacup, der Ebene unter dem Weltcup, die eigentlich als Sprungbrett auf die höchste Ebene dienen soll, hat Österreich durchaus Erfolge zu verzeichnen, nicht immer handelt es sich dabei aber um blutjunge Talente.
Manuel Traninger hat am Sonntag zum Abschluss des Europacups in Saalbach den Super-G gewonnen. Als Zweiter in der Disziplinen-Wertung holte der bereits 27-jährige Steirer für die nächste Weltcupsaison einen Super-G-Fixplatz. Bei den Frauen sicherten sich Lisa Grill (25) und Emily Schöpf (25) als Zweite und Dritte Weltcup-Tickets.
Das gelang auch Anna Schilcher (26) als Zweite der Abfahrts-Wertung. Bei den Männern konnte sich kein ÖSV-Athlet einen Fixplatz für den Weltcup sichern. Beim Finale in Saalbach waren in der schnellsten Disziplin in den Top Ten sieben Schweizer zu finden – und nur ein Österreicher: Traninger (27) wurde Neunter.
Im Europacup stehen am Dienstag und Mittwoch in Schladming noch bei Frauen und Männern je ein Riesentorlauf und Slalom an. Chancen auf einen Top-3-Platz bzw. einen Weltcup-Startplatz für 2026/27 haben jeweils im Slalom Jakob Greber (22) bzw. Natalie Falch (22) und Leonie Raich (21).
In der Gesamt-Wertung ist Speed-Spezialistin Schilcher als ÖSV-Beste vor dem Showdown Fünfte, Traninger Neunter.
Bei der kürzlich im norwegischen Narvik ausgetragenen Junioren-WM belegte Österreich im Medaillenspiegel Rang acht hinter Frankreich, Italien, Norwegen, Schweiz, Schweden, USA und Finnland.
Insgesamt eroberte der rot-weiß-rote Nachwuchs drei Medaillen, eine in Silber und zwei in Bronze. Pia Hauzenberger holte im Super-G und gemeinsam mit Leonie Raich in der Team-Kombination Bronze. Wenige Tage später riss sich die 20-Jährige das Kreuzband. Raich carvte im Slalom zu Silber.
Stecher: "Wir sind nur mehr eine Nation von vielen"
Dass man beim Nachwuchs in der Breite nicht so aufgestellt ist, wie man es von einer Ski-Nation wie Österreich erwarten würde, dessen ist man sich beim ÖSV bewusst.
"Im Vergleich zu früher ist dieser große Erfolg sicher nicht mehr da. Diese Breite ist nicht mehr vorhanden. Dementsprechend muss man sich fragen: Warum nicht? Wir haben davon profitiert, viel Schnee zu haben und ein gern gesehener Gast zu sein. Wir wurden unterstützt und nebenbei wurde damit Werbung gemacht. Andere haben sich Gedanken gemacht, wie sie auf dasselbe Level gelangen können und viel Geld investiert, um Pisten zu bekommen. Wir sind stehengeblieben und nur mehr eine Nation von vielen", wird ÖSV-Sportdirektor Mario Stecher von der "Kleinen Zeitung" zitiert.
Kritik sei daher berechtigt. "Wir haben nicht alles richtig gemacht", sagt Stecher, "aber wir haben einige Talente."
Die Frage ist nur, wie viele dieser Talente dann tatsächlich zu Leistungsträgern im Weltcup werden…