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Norweger wirft ÖSV-Skispringern Betrug vor

Geht es nach einem ehemaligen norwegischen Skispringer, hat Daniel Tschofenig am Samstag auf der Großschanze vorsätzlich geschummelt.

Norweger wirft ÖSV-Skispringern Betrug vor Foto: © GEPA

Der ehemalige norwegische Skispringer Johan Remen Evensen erhebt Betrugsvorwürfe gegenüber den ÖSV-Adlern.

"Wenn man wegen zu großer Schuhe disqualifiziert wird, ist das ein klarer Regelverstoß. Es ist offensichtlich, dass die Österreicher verzweifelt sind und alle Tricks ausprobieren. Das ist vorsätzlicher Betrug. Die FIS hat ein Maß für die Schuhe", sagt der 40-Jährige dem "Dagbladet".

Remen Evensen bezieht sich auf Daniel Tschofenig, der am vergangenen Samstag nach dem 1. Durchgang auf der Großschanze durch die Materialkontrolle fiel und disqualifiziert wurde. Seine Schuhe waren vier Millimeter zu lang.

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"Die FIS hat eine Grenze gezogen"

Seit dieser Saison ist der österreichische Ex-Skispringer Mathias Hafele Chefkontrolleur der FIS. Für Remen Evensen ist es ein positives Zeichen, dass ein Österreicher einen anderen Österreicher in einem Olympia-Bewerb disqualifiziert.

"Das gibt mir Zuversicht, dass das System besser funktioniert als seit langem. Die FIS hat eine Grenze gezogen. Das sendet ein Signal an alle Skispringer, dass es keinen Grund gibt, es zu versuchen. So war es früher nicht", sagt der Norweger.

Vor einem Jahr sorgten Remen Evensens Landsmänner Marius Lindvik und Johann Andre Forfang bei der Nordischen Ski-WM wegen manipulierter Anzüge für einen Skandal.

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