Wegen fehlender Stimmung: Straßer schimpft über Olympia
Der Deutsche beschwerte sich bei einem TV-Interview: "Wenn das der Genuss von Leistungssport sein soll, bin ich froh, dass es mein letztes Mal war."
Der Deutsche Linus Straßer äußerte nach dem Slalom-Rennen der Männer deutliche Kritik an den Olympischen Spielen.
"Wenn das der Genuss von Leistungssport sein soll, dann bin ich froh, dass es mein letztes Mal war", sagte der 33-Jährige nach dem Rennen im ZDF-Interview. Das Rennen beendete er auf Rang zehn.
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Nicht die sportliche Performance, sondern das Drumherum ärgerte Straßer aber immens. Im Vergleich zum Weltcup fehle die Stimmung bei Olympia.
"Du hast keine Interaktion"
"Meine komplette Familie ist da, und die stehen irgendwo weit weg. Schau mal auf die Tribüne. Die sitzen da auf fünf Metern Höhe. Du hast überhaupt keine Interaktionen, nix", beschwerte er sich. ZDF-Experte Marco Büchel stimmte ihm zu: "Für die Skirennfahrer sind Rennen wie Wengen, Adelboden oder Kitzbühel besonders. Die Ticket hier kosten über 300 Euro - das kann sich kein Fanklub leisten."
Schon im ersten Durchgang gab es für Straßer Grund zum Ärgern. Sein guter Freund AJ Ginnis bestritt sein letztes Rennen, wie im Weltcup üblich wollte Straßer ihn im Zielbereich empfangen - was er nicht durfte.