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Hütters letztes Olympia-Rennen: "Alles, was kommt, ist Draufgabe"

Vier Mal wurde Cornelia Hütter bei Großereignissen schon Vierte. Mit dem Super-G in Cortina ihre Olympia-Karriere. Warum sie unabhängig davon mit einem Grinser am Start stehen wird.

Hütters letztes Olympia-Rennen: "Alles, was kommt, ist Draufgabe" Foto: © GEPA

Cornelia Hütter und Großereignisse - das ist nicht wirklich eine Liebesbeziehung.

Abgesehen von WM-Bronze im Super-G 2023 hat die Steirerin bei den wichtigsten Rennen zumeist Pech.

Vier Mal wurde Hütter bei einem Großereignis schon Vierte. 2015 im WM-Super-G, 2023 in der WM-Abfahrt, 2025 in der WM-Abfahrt und am vergangenen Sonntag auch in der Olympia-Abfahrt in Cortina. In der Team-Kombination reichte es nur zu Rang fünf.

Am Donnerstag im Super-G (11:30 Uhr im LIVE-Ticker >>>) bestreitet die Speed-Spezialistin das letzte Olympia-Rennen ihrer Karriere. Es ist ihre letzte Chance auf Edelmetall unter den fünf Ringen.

"Ich will zu 100 Prozent die Medaille, es ist ein Traum und jeder hier hofft, dass der Traum Wirklichkeit wird", sagt Hütter, aber: "Wenn ich es mir jeden Tag, jede Sekunde einrede, wird es auch nicht besser, wenn ich sie nicht habe."

"Ich habe nach meinen Verletzungen gesagt: Alles, was kommt, ist Draufgabe. Und es ist so viel gekommen."

Cornelia Hütter

Sollte die 33-Jährige bei ihren vierten und letzten Olympischen Spielen leer ausgehen, wäre es für sie dennoch kein Makel in ihrer Karriere.

"Ich habe nach meinen ganzen Verletzungen gesagt: Alles, was kommt, ist Draufgabe. Und es ist so viel gekommen, wovon ich mir nie gedacht hätte, dass es noch kommt", sagt Hütter demütig.

2023/24 gewann die von vielen Verletzungen geplagte Steirerin den Abfahrts-Weltcup, insgesamt hat sie auf höchster Ebene bis dato zehn Rennen gewonnen, 23 weitere Male stand sie auf dem Podest - unter anderem als Zweite im Super-G in Cortina 2023.

Auf der Tofana greift sie nun noch ein letztes Mal im Zeichen der fünf Ringe an. Von Wehmut keine Spur.

"Ich werde mit einem Grinser am Start stehen"

"Ich werde am Donnerstag mit einem Grinser am Start stehen. Vom Setup her haben wir es richtig gut erwischt. Ich bin 100-prozentig davon überzeugt, dass ich am Start stehe und weiß, dass das von unten her (Anm: die Skier) passt. Das ist für mich schon mal die halbe Miete. Dass ich spüre, dass mich das von unten her andrückt, ich einen Gegendruck bekomme und einfach hinfahren kann, wo ich mir einbilde, dass ich hinfahren will."

Und egal, ob am Ende eine Medaille um ihren Hals hängt oder nicht: "Es ist nicht immer nur das Ziel, sondern auch der Weg dorthin, der zählt", sagt Hütter.

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