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"Nicht das richtige Maß an Komfort" - Shiffrin mit Deja-vu

Nur 15. Slalom-Zeit in der Teamkombination führte zu Blech. "Ich habe noch nicht ganz das richtige Maß an Komfort"

"Nicht das richtige Maß an Komfort" - Shiffrin mit Deja-vu Foto: © GETTY

US-Skistar Mikaela Shiffrin hat am Dienstag bei den Olympischen Winterspielen in Cortina d'Ampezzo ein kleines Peking-Deja-vu erlebt.

In der Teamkombination der alpinen Skifrauen verpatzte die 30-Jährige ihren Slalom-Lauf, wodurch sie und ihre Teamkollegin Breezy Johnson von Platz eins auf vier zurückfielen. "Ich habe es nicht ganz getroffen", sagte Shiffrin danach. Bei Olympia in China vor vier Jahren war ein vierter Rang ihre beste Platzierung in allen Rennen gewesen.

In Cortina schaffte die Slalom-Dominatorin der letzten Jahre am Dienstag nur die 15. Zeit - zu wenig, um ihren drei olympischen Medaillen (2 Gold, 1 Silber) von 2014 bzw. 2018 ein weiteres Edelmetall hinzuzufügen. Dabei hatte Johnson die schnellste Abfahrtszeit vorgelegt, Gold schien für das US-Duo - wie bei der WM in Saalbach vor einem Jahr - zum Abholen bereit.

Daraus wurde nichts. "Ich habe noch nicht ganz das richtige Maß an Komfort gefunden, um volle Geschwindigkeit abrufen zu können", meinte die 108-fache Siegerin in Weltcuprennen, konnte aber nicht genau erklären, was nicht gepasst hat.

Anpassungen nötig

"Ich möchte keine Ausreden suchen. Aus diesem Tag kann ich etwas lernen, und das werde ich auch tun", sagte Shiffrin, die in diesem Winter sieben der acht Weltcup-Slaloms gewonnen hat. Sie müsse nun analysieren und die Feinheiten herausarbeiten, die bei den Bedingungen auf der Tofana den Unterschied ausmachen könnten.

"In der kurzen Zeit, die wir bis zu den anderen Technikrennen haben, muss ich herausfinden, was anzupassen ist." Es sei immer besser, wenn man mehr Informationen habe. "Und heute habe ich viele Informationen bekommen."

Shiffrin hat nun bis Sonntag Zeit, zu lösen, was schiefgegangen ist. Dann steht für sie mit dem Riesentorlauf das nächste Olympia-Rennen auf dem Programm. "Negative Erfahrungen machen uns in vielerlei Hinsicht zu Champions", versuchte die US-Amerikanerin jedenfalls einen positiven Ansatz.

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