GOLD! Die Jubelbilder der Team-Kombi
Selbst Silber wäre für das Duo Rädler/Huber schon mehr gewesen, als sie sich im Vorfeld erträumt hätten. Gold überragt nun alles und ist der Lohn für viel harte Arbeit und Durchhaltevermögen.
"Wir sind richtig gute Skifahrerinnen, haben es aber noch nie so zeigen können."
"Wir wissen, wo wir herkommen", sagt die ruhige und besonnene Rädler. "Wir sind richtig gute Skifahrerinnen, haben es aber noch nie so zeigen können. Wir sind irgendwie den gleichen Weg gegangen."
Die beiden kennen sich seit der Kindheit, sind schon Schülerrennen gegeneinander gefahren.
Weder Rädler noch Huber haben bisher ein Weltcup-Rennen gewonnen. Die Vorarlbergerin stand bisher zwei Mal am Podest (jeweils im Super-G), die Niederösterreicherin ein Mal in einem Teambewerb.
Rädler hat schwere Zeiten hinter sich
"Ich bin eher die Person, die im Schatten steht. Ich habe immer gewusst, dass ich eine gute Skifahrerin bin und es schon funktionieren könnte. Dass das jetzt endlich mal geklappt hat, kann man gar nicht begreifen", sagt Rädler.
Die Speed-Spezialistin hat in ihrer Karriere bereits vier Kreuzbandrisse erlitten und hatte in den vergangenen Jahren mit dem Tod ihrer Mutter auch privat schwierige Zeiten.
Zwischen Abfahrt und Slalom habe sie an ihre Mutter gedacht, erzählt Rädler sichtlich berührt. "Ich habe gesagt: Mama, du musst jetzt auf uns schauen, dass die Kathi das runter bringt. Ich habe sicher schon viel mitgemacht, aber ich habe auch ein gutes Umfeld, dass mich da immer wieder zurückgebracht hat."
Auch Huber schießen zwischendurch Tränen in die Augen. "Es ist eine emotionale Achterbahnfahrt. Es ist einfach megageil, dass wir das gemeinsam geschafft haben."
Und das, obwohl sie am Papier gar nicht zu den Favoritinnen gehört haben…