Biathlon-Routinier Simon Eder vor letztem Olympia-Rennen
Der Salzburger bestreitet mit der Staffel sein 23. Olympia-Rennen - es wird zugleich sein letztes sein.
Eine Woche vor seinem 43. Geburtstag startet Simon Eder am Dienstag in der Staffel in sein 23. und letztes Olympia-Rennen.
Eder ist so etwas wie das Relikt vergangener Glanzzeiten der österreichischen Biathlon-Männer. Er war bereits 2010 und auch 2014 Teil österreichischer Medaillenstaffeln bei Winterspielen. Edelmetall in einem Einzelrennen blieb dem am Schießstand immer wieder für Geschwindigkeits- und Trefferrekorde sorgenden Salzburger mehrfach nur knapp versagt.
Mittlerweile gehört der Familienvater aber nicht mehr zu den Spitzenplatzanwärtern. In Antholz reichte es für ihn bei seinen fünften Winterspielen zu keinem Top-30-Ergebnis mehr, weshalb er wie auch seine deutlich jüngeren Teamkollegen Fabian Müllauer, Patrick Jakob und Dominic Unterweger nicht für den abschließenden Massenstart qualifiziert ist.
In der Staffel geht es für ihn noch um einen versöhnlichen Olympia-Abschluss einer ungewöhnlich langen Laufbahn mit über 500 Weltcup-Starts, in der er 2016 und 2017 auch zwei Einzel-Bronzemedaillen geholt hat. Hinzu kommen drei Weltcupsiege bzw. 20 Podestplätze, sein letzter gelang ihm im Dezember 2018.
Eder hofft auf versöhnlichen Olympia-Abschied
"Lässig, dass es sich für mich noch einmal ausgegangen ist. Es waren tolle Spiele, aber nicht das, was wir uns erhofft haben, vielleicht können wir uns in der Staffel ja noch eine gute Platzierung holen", sagte Eder, der sich lieber erst im Massenstart verabschiedet hätte.
"Leider ist es schon das letzte Rennen, jetzt probieren wir uns noch einmal so teuer wie möglich zu verkaufen", sagte der Saalfeldener, der sich in seiner Karriere immer wieder gegen Doping ausgesprochen hat.
Am Sonntag hatte Eder mit seinen früheren und längst nicht mehr aktiven Teamkollegen Christoph Sumann, Dominik Landertinger und Daniel Mesotitsch nachträglich eine Staffel-Silbermedaille der Winterspiele 2014 erhalten.
Die Neuvergabe wurde möglich, weil ein russischer Konkurrent nach jahrelangen Sportrechtsprozessen wegen Dopings endgültig disqualifiziert worden war.