Eberhard vergibt Medaille mit letztem Schuss

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Österreichs Biathlon-Herren bleiben bei den Olympischen Spielen im Massenstart-Rennen ohne Medaille.

Julian Eberhard vergibt mit seinem insgesamt dritten Fehler beim letzten Schuss die Chance auf eine Medaille und wird Sechster. Auf Bronze fehlen 20 Sekunden. Dominik Landertinger belegt Rang 12 (1/+1 Min.). Simon Eder wird 14. (3/+1:13,7).

Verfolgungs-Sieger Martin Fourcade (FRA/2) sichert sich nach Fotofinish Gold vor Simon Schempp (GER/1/+0,0) und Emil Hegle Svendsen (NOR/2/+11,2).

Mit seinem zweiten Olympiasieg bei diesen Spielen nach der Verfolgung und der vierten Goldenen in seiner Karriere ist Fourcade nun der erfolgreichste französische Winter-Olympionike.

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Eberhard vergibt mögliche Medaille beim letzten Schuss

Fehlerfrei bei den letzten zwei Serien am Schießstand, hatte ÖSV-Cheftrainer Reinhard Gösweiner im Vorfeld die Voraussetzung zum Gewinn von Edelmetall genannt. Das gelang keinem der drei Österreicher. Eberhard, der Staffel-Dritte der Heim-WM 2017, hatte trotz zuvor zweier Fehler dank seiner Qualitäten in der Loipe vor den letzten fünf von 20 Schüssen noch die Chance auf Bronze, doch im Stehend-Anschlag fiel die letzte Klappe nicht.

"Es ist nicht selbstverständlich, dass man in einer guten Form zu Olympia kommt und das abrufen kann. Das war das große Ziel. Medaillen fliegen einem wahrscheinlich dann zu, wenn es so weit ist. Ich bin so weit und ich hoffe, es ist bald so weit", meinte der Salzburger, der bei toller Atmosphäre und kaum Wind zu den besten Läufern zählte, gegenüber der APA.

"Ich habe auch alle vier Serien richtig ambitioniert geschossen. Der Letzte war knapp vorbei, wenn ich den gehabt hätte, dann wäre es so weit gewesen. Es muss einfach alles zusammenpassen und ich hoffe, es ist bald soweit", erklärte Eberhard.

Landertinger: "Spitze war zu stark"

Landertinger, der Dritte des Einzelbewerbs und Weltmeister von Pyeongchang 2009 im Massenstart, lieferte erneut ein starkes Rennen. Läuferisch gut, musste der 29-Jährige nur eine Strafrunde drehen. Das ergab den 12. Platz mit exakt einer Minute Rückstand.

"Läuferisch war es ein g'scheiter Aufwärtstrend und schießtechnisch mit einem Fehler durchzukommen, das war sehr gut", meinte der Tiroler zufrieden. Er setzte sich im Sprint sogar gegen den deutschen Sprint-Olympiasieger Arnd Peiffer durch, der allerdings vier Strafrunden gedreht hatte.

Eine Medaille wäre sich diesmal auch mit fehlerloser Schießleistung nicht ausgegangen, gab Landertinger zu. "Die da vorne waren einfach zu stark." Beim ersten Schießen hatte er sich allerdings eine Patrone herausrepetiert, das kostete ihn rund zehn Sekunden und den Anschluss an die Spitze.

Eder kommt aus der Komfortzone

Simon Eder hatte sich für die letzte Einzelkonkurrenz vor der Mixed-Staffel am Dienstag und der Herren-Staffel viel vorgenommen. In dieser Disziplin hatte er bei der Heim-WM im Vorjahr Bronze erobert. Doch eine Wiederholung dieses Coups bei Olympia blieb dem 34-jährigen Vierten von Sotschi (20-km-Einzelbewerb) auch diesmal versagt.

Mit einem Fehler gleich bei der ersten Serie setzte er sich selbst unter Druck. "Das hat mich läuferisch ein bisschen aus der Komfortzone herausgelockt, die letzte Frische am Schießstand war dann nicht mehr da. Dann hat die Qualität nicht mehr für einen Nuller ausgereicht", erklärte der Saalfeldener.

Cheftrainer Gösweiner wusste, dass für sein Team mehr möglich gewesen wäre. "Aber es war halt leider der eine oder andere Fehler um das Alzerl zu viel, dass es für ganz vorne gereicht hätte", sagte der Oberösterreicher. Doch so sei der Biathlonsport. "Das macht es eben so spannend. Wir schauen jetzt nach vorne, es gibt noch zwei Bewerbe und auf die werden wir uns konzentrieren."

Die Entscheidung, wer in der Mixed-Staffel am Dienstag antritt bzw. wer für die Herren-Staffel am Freitag geschont wird, sollte noch am Dienstag in einer spätabendlichen Teambesprechung fallen. Die Damen stehen mit Lisa Theresa Hauser und Katharina Innerhofer für das Mixed fest.

Platz Land Gesamt
Textquelle: © LAOLA1.at

Dominik Landertinger zu Olympia-Bronze: "Sehr emotional"

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