Gruber fällt nach Blinddarm-OP bis Jänner aus

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Österreich muss beim Weltcup-Auftakt der Nordischen Kombinierer im finnischen Ruka auf Bernhard Gruber verzichten.

Der 35-Jährige unterzog sich am Montagabend kurzfristig einer Blinddarm-Operation. Während des Trainingskurses in Rovaniemi klagte der Salzburger über starke Bauchschmerzen und reiste nach einer Erstuntersuchung in Rovaniemi ab.

Es folgte nach einer weiteren Untersuchung in Schwarzach der nötige Eingriff. "Wenn die Wundheilung nach Plan verläuft, kann er nach ein bis zwei Wochen wieder mit leichtem Training am Ergometer anfangen. Ein intensives Training wird erst wieder in fünf bis sechs Wochen möglich sein", erklärt ÖSV-Teamarzt Dr. Stefan Hainzl.

Gruber: Meine Aufholjagd beginnt im Jänner

"Während des Sprungtrainings in Rovaniemi habe ich Oberbauchschmerzen bekommen, die dann bei der anschließenden Langlaufeinheit immer schlimmer geworden sind", schildert Gruber seine plötzlich auftretenden Beschwerden unmittelbar vor Saisonstart.

"Der Ausfall von Berni ist natürlich ein Rückschlag fürs ganze Team", sagt Cheftrainer Christoph Eugen.

"Natürlich ist es bitter, aber die Gesundheit geht vor. Deshalb möchte ich jetzt auch nichts überstürzen, mich komplett auskurieren und dann wieder ins Training einsteigen. Wenn alles nach Plan läuft, kann ich Anfang Jänner wieder voll trainieren und die Aufholjagd starten. Meinen Kollegen werde ich einstweilen vor dem Fernseher die Daumen drücken", so der Weltmeister von 2015.

Das ÖSV-Aufgebot in Ruka umfasst damit Mario Seidl, David Pommer, Lukas Greiderer, Willi Denifl, Franz-Josef Rehrl, Mika Vermeulen, Martin Fritz und Philipp Orter. Den Auftakt am kommenden Wochenende bildet die neu geschaffene Ruka-Tour.

Denifl will Traum-Start aus Vorjahr wiederholen

Von Freitag (24.11.) bis Sonntag (26.11.) stehen drei Einzelbewerbe auf dem Programm, wobei am Freitag fünf und Samstag und Sonntag je zehn Kilometer auf dem Rundkurs in Ruka/Kuusamo absolviert werden.

Die Weltcuppunkte-Verteilung in den Einzelrennen bleibt gleich, den Tour-Gesamtsieg holt sich jener Athlet mit den meisten am Wochenende geholten Weltcuppunkten.

"Alle sind gespannt und heiß, dass es endlich losgeht. Die Sommervorbereitung verlief sehr gut und nach Plan, auch wenn wir wenig direkten Vergleich mit den anderen Nationen hatten. Ruka wird wie jedes Jahr eine erste Standortbestimmung sein. Mir ist vor allem wichtig, dass jeder befreit und locker in die Saison startet. Die gezeigten Leistungen im Training waren gut und ich erwarte mir, dass wir dieses Potential nun auch im Wettkampf umsetzen", so Coach Eugen.

Willi Denifl startet mit guten Erinnerung in die Saison. Zum Auftakt im vergangenen Jahr landete er mit Platz zwei gleich auf dem Podest: "Ruka ist meine absolute Lieblingsschanze, ich mag es, wenn es windig und schwer zu springen ist. Ebenso die Loipe - sie ist schwer und selektiv. Ich habe aber genau darauf den ganzen Sommer trainiert und freue mich besonders, endlich im Rennen wieder ans Limit zu gehen."

Textquelle: © LAOLA1.at

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