Lamparter in Seefeld erst im Zielsprint geschlagen
Der Gesamtweltcup-Führende muss am zweiten Tag des Nordic Combined Triples nur einem Deutschen den Vortritt lassen.
Johannes Lamparter verpasst seinen zweiten Sieg beim diesjährigen Nordic Combined Triple in Seefeld haarscharf.
Der Tiroler muss sich im Compact-Bewerb erst im Zielsprint dem Deutschen Vinzenz Geiger geschlagen geben. Nach dem Springen lag Lamparter hinter ÖSV-Kollege Stefan Rettenegger an zweiter Stelle, Geiger war Zehnter.
Das Podest komplettiert der Norweger Jens Luraas Oftebro (+2,3 Sekunden), der Rettenegger (+4,1) auf den letzten Metern noch abhängen kann.
Sprungsieger Rettenegger und Lamparter liegen im Langlauf über 7,5 km als Duo lange alleine vorne. In der Schlussrunde schließen Oftebro und Geiger aber auf, der Triple-Titelverteidiger feiert schließlich seinen 19. Weltcup-Sieg.
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Lamparter ärgert sich
"Ein Podium tut immer gut. Aber es ist echt ärgerlich, weil ich mir den Sprint gut zurechtgelegt habe, dann aber vielleicht die Innenkurve aufgemacht habe", sagt Lamparter zum ORF.
Geiger sei einfach nach wie vor der bessere Sprinter. "Ich kann langsam aber doch Paroli bieten." Im Kampf um den Triple-Sieg sei alles offen. "Es fängt von null an, alles gut. Ich werde voll angreifen", sagt der Tiroler.
Rettenegger: Oftebro und Geiger "so sinnlos gut"
Rettenegger war gar nicht glücklich. "Ein Vierter ist schon sehr enttäuschend, da muss ich schon ehrlich sein", meint der Salzburger, der anfügt: "Jens und Vinz sind in dem blöden Compact einfach so sinnlos gut."
Die Ausgangslage mit den knappen Abständen sei aber vielversprechend. "Absolut, es läuft gut auf der Schanze, wir sind eng beieinander. Der Blick nach vorne ist sehr positiv, darum blicken wir zuversichtlich auf Sonntag."
Greiderer ebenfalls in den Top 10
Mit Lukas Greiderer auf Platz neun landet ein weiterer ÖSV-Kombinierer in den Top 10, Fabio Obermeyr arbeitet sich von Position 31 auf 13 vor.
Thomas Rettenegger wird 15., Weltcup-Punkte gibt es auch für Paul Walcher (24.), Martin Fritz (26.), Andreas Gfrerer (27.) und Florian Kolb (30.).
Favoritensieg bei den Frauen
Im Frauen-Bewerb steht Ida Marie Hagen wieder einmal an der Spitze. Die Norwegerin feiert ihren bereits neunten Saisonsieg im elften Rennen.
Hinter der Gesamtweltcup-Führenden landen Freitags-Siegerin Alexa Brabec (USA/+26,0 Sekunden) und Nathalie Armbruster (GER/+47,8) auf den weiteren Podestplätzen.
Beste Österreicherin wird erneut Katharina Gruber als Zehnte (+1:38,4). Claudia Purker landet auf Position 18 (+2:16,3), Annalena Slamik an 26. Stelle (+2:52,9).
Das Triple wird am Sonntag mit den klassischen Gundersen-Bewerben abgeschlossen. Die Frauen laufen 7,5 Kilometer, die Männer 12,5.