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Tour-Podium für Stadlober Meilenstein und Olympia-Boost

Großer Erfolg für Salzburgerin am Olympiaschauplatz - Platz zwei hinter Diggins sorgt für viel Selbstvertrauen.

Tour-Podium für Stadlober Meilenstein und Olympia-Boost Foto: © GEPA

Mit dem nie für möglich gehaltenen zweiten Platz bei der Tour de Ski hat sich Teresa Stadlober einen großen Boost für den Saisonhöhepunkt Olympische Spiele geholt.

Die 32-Jährige jubelte im Val di Fiemme fünf Wochen vor den dortigen Olympiarennen über einen Meilenstein ihrer Laufbahn. Die Salzburgerin musste beim prestigeträchtigen Etappenrennen nach zwei Podesträngen nur Jessie Diggins den Vortritt lassen, womit sie viel Selbstvertrauen für den Rest der Saison tankte.

"Ich hätte mir nie gedacht, dass ich als Distanzspezialistin bei der Tour einmal auf dem Podium stehen kann", sagte Stadlober auf der Rückreise im APA-Gespräch.

Die 32-Jährige hatte sich wegen der Sprintlastigkeit der Tour mit vielen Bonussekunden für die schnellkräftigen Athletinnen als Ausdauerläuferin mit geringem Spurtvermögen wenig ausgerechnet. Es sei dann aber zum Glück ganz anders gekommen. "Ich habe vor der Tour geschimpft, aber ich hatte eine perfekte Woche, dreimal bei der Siegerehrung dabei zu sein, das ist schon mega."

Tour-Coup soll wegweisend für Olympia sein

Der durch ihre bärenstarke Schlussetappe zur Alpe Cermis mit Rang vier fixierte Podestplatz im Gesamtklassement sei besonders hoch einzuschätzen.

"Das ist schon sehr viel wert, weil man eine Woche lang konstant Leistung bringen muss. Deshalb freue ich mich natürlich voll", sagte die WM-Vierte des Vorjahres. Den Tour-Coup stufte sie als zweitgrößten Erfolg ihrer Karriere ein, darüber stehe nur die Bronzemedaille bei den Winterspielen 2022 in Peking im Skiathlon. "Olympia kommt nur alle vier Jahre, man muss am Tag X voll performen."

In wenigen Wochen stehen erneut Winterspiele an, für die sich Stadlober nun noch besser gerüstet sieht. "Solche Erfolge geben natürlich sehr viel Selbstvertrauen." Zudem hat sich Val di Fiemme einmal mehr als ihr Lieblingsschauplatz bestätigt. "Das ist einfach mein Boden, ich fühle mich dort sehr wohl, ich mag das Stadion, ich mag die Strecken, sie sind sehr schwer, noch einmal schwerer als damals in Peking."

Auf kurze Pause folgt Neuaufbau für Winterspiele

Bevor sie erneut auf den Olympiastrecken laufen kann, steht erst einmal Erholung von den Tour-Strapazen und ein neuerlicher Formaufbau auf dem Programm.

Zunächst gönnt sich Stadlober zwei Tage Trainingspause, die sie auch zum Einordnen des Erreichten nutzen will. "Es ist in den letzten Tagen so viel auf mich eingeprasselt, dass ich das erst einmal verarbeiten muss." Mitte der Woche will sie aber bereits wieder das Training aufnehmen.

Beim nächsten Weltcup in zwei Wochen in Oberhof möchte die Radstädterin über 10 km antreten, die anschließende Station Goms in der Schweiz wird sie zugunsten einer idealen Vorbereitung auf den Saisonhöhepunkt aber auslassen.

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