Am 16. Mai startet Österreich mit dem ersten Gruppenspiel gegen Großbritannien (12:20 Uhr) in die Eishockey-WM in Zürich.
Seit Montag steht fest, dass Teamchef Roger Bader ohne NHL-Unterstützung auskommen muss. Marco Rossi und Marco Kasper haben ihre Teilnahme verletzungsbedingt abgesagt. Alle Infos dazu >>>
Sicher nicht dabei sein werden auch Kapitän Thomas Raffl, sein Bruder Michael Raffl, Brian Lebler, Nash Nienhuis und Ali Wukovits.
Wohl auch ohne Reinbacher und Rohrer
Aller Voraussicht nach werden auch David Reinbacher und Vinzenz Rohrer nicht zum Team stoßen. Reinbacher befindet sich mit den Montreal Canadiens in den Playoffs, würde bei einem frühen Aus zu den Laval Rocket (AHL) beordert werden.
Diesen Anruf hat Rohrer nach dem Ende der Saison bei den ZSC Lions erhalten. Am Sonntag feierte der ÖEHV-Youngster mit einem Tor und einem Assist sein erfolgreiches AHL-Debüt. Hier nachlesen >>>
Die Playoffs in der American Hockey League starten in der Nacht auf Mittwoch, Laval steigt nach dem Gewinn der North Division erst in der zweiten Runde ein. Die Kanadier könnten einen langen Postseason-Run hinlegen, scheiterten 2025 erst im Halbfinale.
Baumgartner und Achermann fraglich
Der Einsatz von Schweiz-Legionär Benjamin Baumgartner ist ebenfalls fraglich.
Der Bern-Stürmer ist nach einer Unterkörperverletzung samt Operation noch rekonvaleszent, wird aber kommende Woche in Zell am See zum Nationalteam stoßen. Dann soll sein Fitnesszustand vor Ort bewertet werden.
Oliver Achermann trainiert nach einer Verletzung diese Woche mit dem ÖEHV-Team in Wien. Für die beiden Testspiele gegen Tschechien ist der ebenfalls in der Schweiz engagierte Forward kein Thema, steht auch gar nicht auf der offiziellen Kaderliste.
Ob ein WM-Antreten bei ihm Sinn machen würde, entscheidet sich in den nächsten Tagen.
Zwei U20-Stürmer dürfen sich beweisen
Neu dabei sind die U20-Stürmer Adrian Gesson (Red Bull Salzburg) und Leon Kolarik (Peterborough Petes). Beide könnten gegen Tschechien ihr Nationalteam-Debüt geben.
VSV-Angreifer Elias Wallenta fällt mit einer Schulterverletzung aus, Peter Schneider trainiert diese Woche individuell in Salzburg und stößt kommende Woche in Zell am See wieder zur Mannschaft. "Das habe ich bereits vor einiger Zeit mit ihm ausgemacht", sagt Bader.
Ein Thema für die WM wäre Vasily Zelenov gewesen. Der 20-jährige Stürmer erreichte mit der University of Wisconsin zuletzt das Finale der US-College-Liga NCAA und erzielte dort sogar ein Tor. Der gebürtige Russe konnte wegen einer Knieverletzung jedoch nicht kommen.
Mit Verteidiger Gregor Biber, der mit Rögle BK das Finale in der schwedischen Eishockey-Liga erreicht hat, darf Teamchef Bader hingegen rechnen.