Teamchef Bader: "Das war die Geburtsstunde dieser Mannschaft"
ÖEHV-Teamchef Roger Bader lässt im Interview ungewohnt tief blicken. Über Lehren aus der WM 2025, der Geburtsstunde des Erfolgsteams, sein Vermächtnis und Ralf Rangnick.
Karfreitag, die Sonne scheint über dem 2. Wiener Gemeindebezirk.
Es ist ruhig im Nordbahnviertel, Eishockey-Teamchef Roger Bader blickt sich um. Das moderne Ambiente scheint dem Schweizer zu gefallen. "Schön hier", sind seine ersten Worte, als LAOLA1 ihn in Empfang nimmt.
Wenig später nimmt der 61-Jährige mit einem Espresso im Studio Platz. Für den Toncheck wird kurz über das Frühstück philosophiert, dann steht Bader ausführlich Rede und Antwort.
"Wir waren mental einfach noch nicht bereit"
Im folgenden Interview wird ein Sammelsurium an Themen behandelt. Es geht etwa um die Erfolgs-WM 2025, bei der erstmals seit 1994 das Viertelfinale erreicht wurde. "Wir waren mental einfach noch nicht bereit", sagt Bader über das 0:6 gegen die Schweiz.
Sollte Österreich wieder einmal das Viertelfinale erreichen, würde man "besser und erfolgreicher agieren", ist sich der Winterthurer sicher. Er mahnt jedoch eingehend davor, solch einen Erfolg als selbstverständlich anzusehen.
Es sei nicht allzu lange her, da wäre das ÖEHV-Team beinahe abgestiegen, spricht der Eidgenosse über das Penaltyschießen gegen Ungarn bei der WM 2023. "Das steckt immer noch in den Knochen." Man sei weiterhin "näher am Klassenerhalt als am Viertelfinale."
Der Teamchef und Sportdirektor des ÖEHV erklärt, wann die "Geburtsstunde" dieser Mannschaft war, welche Ziele er nach seiner Vertragsverlängerung bis Ende September 2028 verfolgt und welches Vermächtnis er einmal in Österreich hinterlassen will.
Zudem erklärt Bader, warum er "kein 0815-Coach" ist und weshalb ihm Trainertypen wie Ralf Rangnick imponieren.