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Vertragsangebot abgelehnt: Co-Trainer verlässt den KAC

Der US-Amerikaner war einst als Spieler nach Klagenfurt gekommen, nach dem Ende seiner aktiven Karriere stand er an der Bande. Nun geht er aus freien Stücken.

Vertragsangebot abgelehnt: Co-Trainer verlässt den KAC Foto: © GEPA

David Fischer steht künftig nicht mehr auf der Trainerbank des KAC.

Der Assistant Coach hat ein Angebot zur Vertragsverlängerung abgelehnt und verlässt die Rotjacken nach zehn Jahren auf eigenen Wunsch.

Der US-Amerikaner "will die Weiterentwicklung seiner Trainerlaufbahn anderenorts und mit noch größerem Verantwortungsbereich ausgestattet fortsetzen", heißt es seitens der Klagenfurter.

Zwei Meistertitel als aktiver Spieler

Fischer war einst im Sommer 2016 als Verteidiger zum Rekordmeister gestoßen, den er zwei Jahre später als Kapitän zu seinem damals 31. Titelgewinn führte.

Nach 232 Pflichtspielen mit 122 Scorerpunkten (23 Tore, 99 Assists) war der Rechtsschütze in der gesamten Spielzeit 2020/21 aufgrund einer Verletzung zum Zuschauen gezwungen.

Trotzdem brachte sich Fischer "in unterschiedlichen Rollen sehr hilfreich in die Abläufe rund um die Mannschaft ein und hatte auf diese Weise seinen Anteil am jüngsten Meistertitel 2021", schreibt der KAC.

Trainer-Duo mit Kirk Furey

Nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn übernahm er gemeinsam mit Kirk Furey die sportliche Führung des Future Teams in der Alps Hockey League.

Im Sommer 2023 stieg das Duo in den Profi-Bereich auf. In den folgenden drei Spielzeiten beendete der KAC den Grunddurchgang nie schlechter als auf Rang zwei, neben zwei Final-Teilnahmen standen drei Qualifikationen für die Champions Hockey League zu Buche.

Vergangene Woche scheiterten die Klagenfurter in den Playoffs im Viertelfinale überraschend an Fehervar AV19.

Sowohl in der AlpsHL als auch der win2day ICE Hockey League arbeitete Fischer formell als Assistant Coach.

KAC verliert prägende Persönlichkeit

"Wir verlieren mit David Fischer eine jener Persönlichkeiten, die unseren Klub in den letzten zehn Jahren, zunächst als Spieler, dann als Trainer, entscheidend geprägt haben", betont General Manager Oliver Pilloni.

"Gerne wären wir den erfolgreichen gemeinsamen Weg mit ihm weitergegangen, wir können aber nachvollziehen, dass David Fischer den nächsten Schritt in seiner Coachinglaufbahn anstrebt, und respektieren seine Entscheidung, seinen Vertrag nicht zu verlängern", so Pilloni.

Fischer: "Ich bin hier als Spieler und als Mensch gereift"

Fischer schreibt in einem offenen Brief: "Nach sorgfältiger Überlegung und eingehender Beratschlagung haben meine Familie und ich entschieden, dass mein besonderes Kapitel beim KAC an seinem Ende angelangt ist. Nach zehn Jahren beim Klub gibt es eine Menge an Erkenntnissen."

"Ich bin hier als Spieler und als Mensch gereift. Ich habe meine Frau hier kennengelernt, habe hier meine Familie gegründet. Hier habe ich meine Laufbahn als Spieler beendet und meine Karriere als Trainer gestartet. Ich habe hier gelernt und mich weiterentwickelt."

Er könne mit voller Überzeugung festhalten, für den KAC sein Bestes gegeben zu haben. "Ich wollte mit sicherstellen, dass die Großartigkeit dieses Kubs Bestand hat, während ich Teil von Rot-Weiß war", so Fischer.

"Im Leben jedes Menschen kommt ein Zeitpunkt, zu dem es nötig ist, einen neuen oder anderen Karriereweg einzuschlagen. Dieser ist für mich jetzt gekommen", meint Fischer weiter.

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