Rafael Rotter schließt Caps-Rückkehr nicht aus

Rafael Rotter schließt Caps-Rückkehr nicht aus Foto: © GEPA
 

Nach zwei Duellen mit den Vienna Capitals in seiner neuen Heimat Linz, kehrte Rafael Rotter am vergangenen Sonntag erstmals wieder nach Wien zurück. Dorthin, wo er zuvor 13 Jahre seine Karriere verbrachte, in der Saison 2016/17 Meister und in der darauffolgenden Saison zum MVP der damaligen EBEL gekürt wurde.

Es war trotz leerer Ränge in der STEFFL Arena eine emotionale Rückkehr für den 34-Jährigen, denn der Capitals-Fanklub "Icefire" widmete ihrer ehemaligen Nummer sechs eine "gebührende Choreo". "Danke Rafi für 13 Jahre Treue, Emotionen und Leidenschaft in Schwarz-Gelb", war darauf zu lesen (siehe Bild unten).

Sportlich war das Auftreten in Wien-Kagran nicht von Erfolg gekrönt, die Black Wings Linz unterlagen den Vienna Capitals knapp mit 4:5 und rutschten damit wieder ans Tabellenende der bet-at-home ICE Hockey League. Eine Position, die Rotter so nicht gewöhnt ist, wie er im Interview mit der "Krone" verrät.

"Wir sind Letzter, das ist neu für mich. Wahnsinn, wie die Pucks gegen dich springen, wenn du unten drin bist. Wir brauchen bald Siege, sonst hilft auch ein Erfolgslauf im Jänner nichts mehr", spricht der 34-Jährige den neuen Spielmodus in der ICE an.

Rotter: Neue Rolle und Selbstkritik

Nur die besten sechs Teams qualifizieren sich direkt für die Playoffs, die Ränge sieben bis zehn bestreiten Pre-Playoffs und machen sich untereinander zwei Playoff-Tickets aus. Die Teams auf den Positionen 11 bis 13 verabschieden sich bereits Ende Februar in einen langen Urlaub.

Aufgrund der neuen Punkteregelung wirkt die Tabelle etwas unübersichtlich, nach dem alten Punktesystem beträgt der Rückstand auf die Zehntplatzierten Graz99ers bei einem absolvierten Spiel mehr vier Zähler.

Auch seine Rolle bei den Stahlstädtern ist eine andere als noch in Wien: "Die ist natürlich anders, in Wien war ich immer neben Topscorern auf dem Eis, jetzt unterstütze ich etwa Emilio Romig, der seine Sache super macht."

Dabei klingt aber auch etwas Selbstkritik durch: "Ich versuche, Chancen vorzubereiten, muss aber natürlich langsam öfter treffen", so Rotter. Erst ein Tor konnte er in 22 Begegnungen anschreiben, dieses liegt schon über eineinhalb Monate zurück. Dazu kommen noch elf Assists.

Rückkehr nach Wien denkbar?

Zum Vergleich: Im Vorjahr waren es nach langer Verletzungspause 20 Scorerpunkte aus 24 Spielen für die Capitals, zu denen er sich durchaus noch hingezogen fühlt.

"Es ist im Sommer von beiden Seiten nicht ideal gelaufen. Für mich ist alles möglich, speziell wenn Coach (Dave, Anm.) Barr, den ich lange kenne, bleibt. Ich habe sicher noch drei gute Jahre in mir."

Den 60-jährigen Head Coach der Donaustädter kennt der 34-Jährige noch aus seiner Zeit in der OHL bei den Guelph Storm, für die er unter der Leitung von Barr zwischen 2005 und 2008 auflief. Und der Kanadier bezeichnete Rotter nach seiner Anstellung bei den Capitals als "einen meiner Lieblingsspieler."

Eine Rückkehr von Rafael Rotter zu den Vienna Capitals wäre also aus vielerlei Hinsicht nostalgisch.


Textquelle: © LAOLA1.at Zum Seitenanfang »

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