DOPS greift nach Härteschlacht zwischen Graz und Salzburg durch
Das Top-Spiel wurde von einigen verletzten Cracks und Salzburger Stinkefingern Richtung Grazer Publikum überschattet. Am Samstag folgte die Reaktion der Liga.
Das Spitzenspiel der win2day ICE Hockey League zwischen den Graz99ers und dem EC Red Bull Salzburg war nichts für schwache Nerven.
Den über 4.000 Fans im Grazer Bunker wurde ein Eishockey-Spektakel geboten, in dem beide Teams allerdings mit körperlichen Attacken über die Stränge schlugen. Dazu leistete sich Salzburgs Tyler Lewington mit Stinkefingern Richtung Grazer Publikum einen Aussetzer.
Mittelfinger-Eklat und Verletzte überschatten Top-Spiel in Graz >>>
Am Samstag griff das Department of Player Safety (DOPS) der Liga hart durch und setzte ein Statement.
Zwei Grazer, ein Salzburger gesperrt
Aufseiten der 99ers wurden Josh Currie und Marcus Vela jeweils wegen eines illegalen Checks gegen Kopf oder Nacken für drei bzw. zwei Spiele gesperrt.
Currie erhielt zusätzlich eine Geldstrafe von 750 Euro und steht Graz erst wieder am 15. Februar gegen FTC-Telekom Budapest zur Verfügung. Vela muss 400 Euro büßen, auf ihn kann Head Coach Dan Lacroix am 31. Jänner gegen den HC Innsbruck wieder setzen.
Beide wurden während des Spiels mit Spieldauerdisziplinarstrafen belegt, die Leidtragenden auf Salzburger Seite - Dennis Robertson und Florian Baltram - trugen Verletzungen davon und fehlen den Red Bulls vorerst.
Lewington, der aufgrund seines zweiten Fights in der laufenden Saison das Duell beim KAC (Sonntag, 17:30 Uhr im LIVE-Ticker >>>) ohnehin verpasst hätte, wurde wegen seines unsportlichen Verhaltens auf unbestimmte Zeit gesperrt. Sein Fall wird noch näher behandelt.
Grazer Topscorer fällt länger aus
Neben den Salzburgern Robertson und Baltram mussten auch die 99ers zwei verletzte Spieler beklagen.
Topscorer Nick Bailen erlitt laut der "Kleinen Zeitung" eine schwere Armverletzung samt knöcherner Absplitterung. Er fehlt den Murstädtern jedenfalls bis nach dem Olympia-Break; bei optimalem Heilungsverlauf geht man von drei bis vier Wochen Ausfalldauer aus.
Noch schwerer könnte es Nico Brunner erwischt haben. Der Verteidiger war Opfer eines ungeahndeten Kniechecks von Lucas Thaler, der genaue Verletzungsgrad wird noch abgeklärt.
Paul Huber, der einen Puck ins Gesicht bekam, Lukas Haudum (Mund) und Korbinian Holzer (Knie) erlitten zwar ebenfalls Blessuren, auf das Trio müssen die Steirer aber nicht verzichten. Ihr nächstes Spiel bestreiten die 99ers am Mittwoch beim HC Pustertal.