Es ist auch für mich ein anderes Gefühl, dort zu spielen, wo man aufgewachsen ist.
Die Eltern und seine Schwestern hätten ihn im Ausland bereits spielen gesehen, "aber hier ist es etwas anderes", meint Komarek. Seine beiden Großmütter hätten nun ebenfalls die Möglichkeit, ihrem Enkel zusehen zu können.
Komarek: "Es ist auch für mich ein anderes Gefühl, dort zu spielen, wo man aufgewachsen ist."
Auslandszeit hat ihn geprägt
2008 hat der ehemalige Nationalteam-Stürmer Wien verlassen und ist nach Schweden in den Nachwuchs von Lulea HF übersiedelt.
Zwei Jahre später feierte Komarek sein Debüt in der damaligen Elitserien, der höchsten Spielklasse des Landes. Insgesamt absolvierte er 76 Einsätze für Luleås Profi-Team, ehe er 2012 nach Österreich zurückkehrte und die nächsten vier Jahre bei Red Bull Salzburg spielte.
2016 startete er sein zweites Auslands-Abenteuer und ging zurück nach Schweden. Dort verbrachte er – mit Ausnahme der Saison 2020/21 in Riga beziehungsweise Biel – das folgende Jahrzehnt, lernte seine Frau kennen und gründete eine Familie.
Das habe ihn als Mensch wachsen lassen. Komarek sagt: "Ich bin in dieser Zeit sehr gereift, auch als Spieler. Man wird älter, wächst und lernt dazu." Irgendwann werde man zu einem Spieler, wie es die eigenen Vorbilder einst waren, erklärt er. "Danach strebe ich."
Gut angekommen in Wien
Ende Juli ist Komarek mit seiner Familie in Wien angekommen, der Sommer wurde noch in Schweden verbracht.
Die Eingewöhnung hat nicht lange gedauert. Bereits beim ersten offiziellen Eistraining am 10. August berichtete der Wiener, dass er sich "total wohl" fühle.
Sein erster Eindruck vom Team: "Wir harmonieren sehr gut, haben wirklich super Typen in der Kabine."
Playoff-Teilnahme eines der Ziele
Damit ist eine Grundvoraussetzung für eine gute Saison bereits erfüllt. Wie stark die Capitals letztlich sein werden, zeigt sich in den nächsten Wochen und Monaten.
Beim Blick auf den Kader ist Komarek zuversichtlich, dass den Wienern eine erfolgreichere Spielzeit als in den vergangenen Jahren bevorsteht, in denen die Playoffs jeweils verpasst wurden. "In die Glaskugel kann ich allerdings nicht schauen", bleibt er zugleich vorsichtig.
Und sagt: "Alle, die hier unterschrieben haben und Teil dieses Teams sind, haben ein Ziel im Kopf – und das werden wir verfolgen." Auf Nachfrage konkretisiert Komarek: "Die Playoff-Teilnahme ist eines unserer Ziele."
Das erste Heimspiel wird etwas Besonderes. Ich habe noch nie die schwarz-gelben Farben tragen dürfen.
Er sei der "hundertprozentigen Überzeugung", dass die Capitals in die Postseason einziehen können. "Und ich weiß, dass jeder Spieler ebenfalls daran glaubt."
Vorfreude auf erstes Heimspiel
Seinen ersten möglichen Heimauftritt Anfang September gegen HK Dukla Trencin hat Komarek verletzungsbedingt - wie übrigens auch alle weiteren Vorbereitungsspiele - verpasst.
Am 23. September will der Routinier im ersten Heimspiel der neuen Liga-Saison gegen Fehervar AV19 seine Premiere vor den Wiener Fans feiern. "Das erste Heimspiel wird etwas Besonderes. Ich habe noch nie die schwarz-gelben Farben tragen dürfen", sagt Komarek.
Auch der 28. Oktober ist in seinem Kalender bereits rot angestrichen. Dann gastieren die Capitals bei Red Bull Salzburg. "Das wird sicher auch cool und emotional. Ich hatte dort eine gute Zeit und bin mit einigen Leuten dort immer noch befreundet."