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Komarek: "Ich wollte unbedingt in Wien spielen, nirgends anders"

Konstantin Komarek ist in seine Heimatstadt zurückgekehrt. Was den Ausschlag gegeben hat und warum er für die Saison mit den Capitals positiv gestimmt ist.

Komarek: "Ich wollte unbedingt in Wien spielen, nirgends anders" Foto: © Vienna Capitals/Manfred Szieber

Konstantin Komareks Kindheitstraum geht in Erfüllung.

Seit der Wiener 2001 als damals Neunjähriger erstmals ein Spiel der Vienna Capitals besucht hat, wollte er einmal für die Schwarz-Gelben spielen. 25 Jahre später ist es endlich soweit.

Der 33-Jährige hat bei den Capitals einen Zweijahresvertrag unterschrieben. Nach zehn Jahren im Ausland hatte sich der Stürmer selbst ins Gespräch gebracht.

"Ich wollte unbedingt in Wien spielen, nirgends anders", betont Komarek im Gespräch mit LAOLA1.

Das Finanzielle sei dabei nicht der ausschlaggebende Faktor für seine Heimkehr gewesen. "Für null Euro hätte ich aber auch nicht spielen können", lacht er.

Endlich kann die ganze Familie zuschauen

Der Wiener wollte in seine Geburtsstadt zurückkehren, vor seinen Freunden, Bekannten und seiner Familie für die Capitals auflaufen. In seinem Umfeld war die Freude darüber groß: "Natürlich waren alle total glücklich."

Es ist auch für mich ein anderes Gefühl, dort zu spielen, wo man aufgewachsen ist.

Konstantin Komarek

Die Eltern und seine Schwestern hätten ihn im Ausland bereits spielen gesehen, "aber hier ist es etwas anderes", meint Komarek. Seine beiden Großmütter hätten nun ebenfalls die Möglichkeit, ihrem Enkel zusehen zu können.

Komarek: "Es ist auch für mich ein anderes Gefühl, dort zu spielen, wo man aufgewachsen ist."

Auslandszeit hat ihn geprägt

2008 hat der ehemalige Nationalteam-Stürmer Wien verlassen und ist nach Schweden in den Nachwuchs von Lulea HF übersiedelt.

Zwei Jahre später feierte Komarek sein Debüt in der damaligen Elitserien, der höchsten Spielklasse des Landes. Insgesamt absolvierte er 76 Einsätze für Luleås Profi-Team, ehe er 2012 nach Österreich zurückkehrte und die nächsten vier Jahre bei Red Bull Salzburg spielte.

2016 startete er sein zweites Auslands-Abenteuer und ging zurück nach Schweden. Dort verbrachte er – mit Ausnahme der Saison 2020/21 in Riga beziehungsweise Biel – das folgende Jahrzehnt, lernte seine Frau kennen und gründete eine Familie.

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Komarek hat viele Jahre in Schweden verbracht, u.a. bei Lulea HF.
Foto: ©GEPA

Das habe ihn als Mensch wachsen lassen. Komarek sagt: "Ich bin in dieser Zeit sehr gereift, auch als Spieler. Man wird älter, wächst und lernt dazu." Irgendwann werde man zu einem Spieler, wie es die eigenen Vorbilder einst waren, erklärt er. "Danach strebe ich."

Gut angekommen in Wien

Ende Juli ist Komarek mit seiner Familie in Wien angekommen, der Sommer wurde noch in Schweden verbracht.

Die Eingewöhnung hat nicht lange gedauert. Bereits beim ersten offiziellen Eistraining am 10. August berichtete der Wiener, dass er sich "total wohl" fühle.

Sein erster Eindruck vom Team: "Wir harmonieren sehr gut, haben wirklich super Typen in der Kabine."

Playoff-Teilnahme eines der Ziele

Damit ist eine Grundvoraussetzung für eine gute Saison bereits erfüllt. Wie stark die Capitals letztlich sein werden, zeigt sich in den nächsten Wochen und Monaten.

Beim Blick auf den Kader ist Komarek zuversichtlich, dass den Wienern eine erfolgreichere Spielzeit als in den vergangenen Jahren bevorsteht, in denen die Playoffs jeweils verpasst wurden. "In die Glaskugel kann ich allerdings nicht schauen", bleibt er zugleich vorsichtig.

Und sagt: "Alle, die hier unterschrieben haben und Teil dieses Teams sind, haben ein Ziel im Kopf – und das werden wir verfolgen." Auf Nachfrage konkretisiert Komarek: "Die Playoff-Teilnahme ist eines unserer Ziele."

Das erste Heimspiel wird etwas Besonderes. Ich habe noch nie die schwarz-gelben Farben tragen dürfen.

Konstantin Komarek

Er sei der "hundertprozentigen Überzeugung", dass die Capitals in die Postseason einziehen können. "Und ich weiß, dass jeder Spieler ebenfalls daran glaubt."

Vorfreude auf erstes Heimspiel

Seinen ersten möglichen Heimauftritt Anfang September gegen HK Dukla Trencin hat Komarek verletzungsbedingt - wie übrigens auch alle weiteren Vorbereitungsspiele - verpasst.

Am 23. September will der Routinier im ersten Heimspiel der neuen Liga-Saison gegen Fehervar AV19 seine Premiere vor den Wiener Fans feiern. "Das erste Heimspiel wird etwas Besonderes. Ich habe noch nie die schwarz-gelben Farben tragen dürfen", sagt Komarek.

Auch der 28. Oktober ist in seinem Kalender bereits rot angestrichen. Dann gastieren die Capitals bei Red Bull Salzburg. "Das wird sicher auch cool und emotional. Ich hatte dort eine gute Zeit und bin mit einigen Leuten dort immer noch befreundet."

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