Das wird die EBEL-Saison der Vienna Capitals

Aufmacherbild
 

Die neue EBEL-Saison 2017/18 steht vor der Tür!

Zwölfs Teams kämpfen wieder um die Karl Nedwed Trophy, die ihr aktuelles Zuhause in Wien gefunden hat. Während die meisterhaften Vienna Capitals auf Kontinuität setzen, hat sich andernorts viel getan. Grund genug für eine gründliche Einschätzung von Bernd Freimüller.

Der LAOLA1-Scout blickt auf die Saison eines jeden Teams durch die Brille des Optimisten und des Pessimisten - und weiß auch schon, wie es wirklich aussehen wird.

So könnte es den Vienna Capitals gehen:

Der OPTIMIST denkt:

Das dominierende Team der Vorsaison blieb fast vollständig zusammen – kein Grund also, warum die Leistung des Vorjahres nicht wiederholt werden sollte.

Serge Aubin sorgt wieder für "Piranha-Hockey"  – sein dauernd in Bewegung befindliches Team lässt dem Gegner keinen Raum zum Spielaufbau.

Im Vorjahr brauchten die Caps noch ein Monat, um sich zu finden – heuer kennen einander Team und Coach bereits, daher fällt diese Anlaufphase weg.

Der erschlankte Kyle Klubertanz ersetzt durch seine Routine und Fähigkeiten mit der Scheibe den oft etwas schwerfälligen Collin Bowman gut. Jerome Samson – mit einem ansatzlosen Schuss ausgestattet – beweist bessere Beinarbeit als der verabschiedete Kapitän Jonathan Ferland.

Dominic Hackl und Patrick Peter sind für ihre Rollen als Defender 7 und 8 überqualifiziert, das gleiche gilt für Eigengewächse im Angriff wie Felix Maxa, Benjamin Nissner oder den wiedergenesenen Ali Wukovits. Sie nur als Angreifer 13 bis 15 zu halten, ist zwar nicht gerade Nachwuchspflege, garantiert aber vollwertigen Ersatz bei Verletzungen.

Jean-Philippe Lamoureux beweist seinen Ruf als Vielspieler und liefert ohne geeigneten Backup eigentlich bessere Leistungen ab als in der Vorsaison.

Die Hockeygötter verschonen wie in der Vorsaison wieder alle Legionäre vor Verletzungen.

Die Achse Holzapfel-Vause-Sharp ist weiter mit Abstand die beste Centertiefe, die ein EBEL-Team zu bieten hat.

Ryan McKiernan etabliert sich weiter als einer der besten Defender der Liga und bringt vor allem in den Playoffs wieder Feuer und Härte mit.

Der PESSIMIST denkt:

Einige Legionäre hängen zu viel den Gedanken nach, dass sogar eine überragende Saison wie die letzte nicht für besser dotierte Verträge (entweder in Wien oder anderswo) reichte.

Die Gerüchte über einen Abgang von Aubin nach Saisonende beginnen etwas zu früh und sorgen für Unruhe im Verein.

Lamoureux wird im Laufe der Saison überspielt oder – was der Super-GAU wäre  - verletzt sich nach Transferende.

Klubertanz' Tage als Offensivbringer sind schon länger vorbei, zu viel hängt im Spielaufbau an Jamie Fraser.

Eine Saison ohne jegliche Verletzungen der Leistungsträger stellt sich als die Ausnahme und nicht die Regel heraus.

Spieler wie Kelsey Tessier, Jerry Pollastrone, Raffi Rotter oder Taylor Vause können die besten Saisonen ihrer Karriere nicht wiederholen.

Der Abgang von Ferland – nach einer sehr guten Saison – tut vor allem in der Kabine sehr weh.

Die Honeymoon-Zeit nach dem Titelgewinn dauert etwas zu lange und sorgt nach einiger Zeit für Selbstzweifel im Team.

 

Und DAS wird PASSIEREN:

Der Weg zum Meistertitel führt sicher nur über die Caps – eine Top-Platzierung während des Grunddurchgangs ist sicher, danach müssen die Leistungsträger wieder gesund bleiben...

Textquelle: © LAOLA1.at

Europa League: Austria trägt Wien-Wappen am Trikot

Zum Seitenanfang»
Mehr zum Thema

LAOLA Meins - Tags folgen

COMMENT_COUNT Kommentare