Vizeweltmeisterin Hauser: "Nicht erträumen lassen"

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Lisa Hauser konnte es nicht fassen, als sie auf die Anzeigetafel schaute.

WM-Silber in der Verfolgung war ein historischer Moment, die erst zweite österreichische WM-Medaille im Frauen-Biathlon überhaupt. 37 Jahre nach Andrea Grossegger im Sprint von Chamonix schrieb die Tirolerin Geschichte.

Silber mit der ÖSV-Mixed-Staffel zum WM-Auftakt sei für Hauser schon unfassbar gewesen, die Einzelmedaille nun die erträumte Draufgabe.

Im APA-Interview war Hauser sichtlich überrascht über den großen Coup:

Frage: Sie haben vor der WM als Mitfavoritin gegolten, wie sind Sie mit dem Druck umgegangen?

Lisa Hauser: "Ich habe versucht, irgendwie ruhig zu bleiben, weil nach dem Jänner viele Leute Medaillen von mir erwartet haben. Ich habe versucht, mich auf mich selbst zu konzentrieren und locker zu bleiben. Irgendwie habe ich mir auch gesagt, mein Jänner war schon perfekt. Und wir hatten bereits einen exzellenten Start in der Mixed-Staffel, deshalb hatte ich weniger Druck im Sprint und der Verfolgung. Jetzt habe ich die Silbermedaille, es ist einfach unglaublich. Durch die Mixed-Medaille ist viel Druck von mir abgefallen, aber das es jetzt nochmals funktioniert, das hätte ich mir nicht erträumen lassen."

Frage: Wie haben Sie den Kampf um die Medaillen erlebt?

Hauser: "Ich hatte keinen perfekten Start, weil gleich der erste Schuss daneben gegangen ist, aber ich habe versucht weiterzumachen, meine Arbeit am Schießstand gut zu machen. Nach dem letzten Schießen hätte ich nicht erwartet, dass ich noch um die Medaillen kämpfe. Ich dachte, die anderen sind schon vor mir unterwegs. Ich war überrascht, als ich am Videoscreen gesehen habe, dass ich Dritte bin. Da habe ich mir gesagt, du musst im Anstieg attackieren, es hat funktioniert."

Frage: Woher haben Sie die Kraft auf der Schlussrunde hergenommen?

Hauser: "Ich hatte wirklich ein gutes Gefühl auf der letzten Runde. Ich war schon überrascht, weil es ein langes Rennen ist und ich schon den Sprint von gestern und die Mixed-Staffel in den Beinen hatte. Aber ich hatte ein gutes Gefühl und noch genug Energie auf meiner letzten Runde."

Frage: Warum läuft es derzeit so gut für Sie?

Hauser: "Ich bin schon im Dezember gut gestartet, hatte aber einige Probleme beim Schießen. Nach Weihnachten habe ich dann viel gearbeitet am Schießstand. Dann habe ich gleich im ersten Rennen im Jänner mein erstes Podium geschafft. Da bekommt man mehr Selbstvertrauen, alles läuft ein bisschen leichter. Momentan macht es einfach Spaß, Rennen zu laufen."

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