Andreeva, Mirra AND
Potapova, Anastasia POT
Endstand
2:1
1:6 , 6:4 , 6:3
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Potapova: "Noch nie so viel Unterstützung erhalten"

Die Neo-Österreicherin musste sich im Endspiel von Linz Mirra Andrejeva geschlagen geben. Am Ende zeigt sie sich von der Unterstützung beeindruckt.

Potapova: "Noch nie so viel Unterstützung erhalten" Foto: © GETTY

Nichts wurde es mit dem erhofften Titelgewinn für Österreich beim Upper Austria Ladies in Linz!

In einem hoch interessanten Finale musste sich Neo-Österreicherin Anastasia Potapova am Sonntag der erst 18-jährige Russin Mirra Andrejeva nach 1:54 Stunden mit 6:1, 4:6, 3:6 geschlagen geben (zum Spielbericht >>>).

Damit bleibt Österreichs Frauentennis auch nach 4.648 Tagen ohne WTA-Titel, zuletzt hatte Yvonne Meusburger 2013 in Bad Gastein gewonnen.

Dank an das Publikum

Nach einigen Minuten konnte Potapova, die als erste Österreicherin in der 35-jährigen Geschichte des Linzer Turniers im Endspiel gestanden war, schon sehr positiv auf das Match zurückblicken. "Toller Job, Mirra, du bist eine unglaubliche Spielerin und du bist so jung. Ich wünsche dir, dass du dir all deine Träume erfüllst", sagte Potapova in Richtung ihrer Bezwingerin bei der Siegerehrung.

Und ein besonderer Dank ging auch an das Publikum. "Hier zum ersten Mal als Österreicherin zu spielen, bedeutet mir die Welt. Ich habe in meinem Leben noch nie so viel Unterstützung erhalten, Dankeschön Linz, wir sehen uns nächstes Jahr", sagte sie zu den 2.500 Fans.

Das Match analysierte Potapova, die für den Finaleinzug 325 WTA-Zähler und 99.565 Euro erhalten hat, abgeklärt. "Es war ein hartes Match, das habe ich auch gewusst. Ich weiß, dass Mirra nicht leicht aufgibt. Heute war das Glück nicht ganz auf meiner Seite in den wichtigen Momenten", erklärte sie.

Doch am wichtigsten sei für sie, dass ihr Level wieder da sei. "Es ist nur eine Frage der Zeit, dass ich im Ranking weiter nach oben komme und größere Sachen erreiche."

Potapova: "Woche hat sich wie ein Märchen angefühlt"

Die Art und Weise, wie sie vom Publikum aufgenommen wurde, hat die gebürtige Russin überwältigt. "Ich werde diese Woche nie vergessen, all diese Unterstützung - es hat sich wie ein Märchen angefühlt." Sie werde weiter daran arbeiten, um die Österreicher stolz zu machen.

Andrejeva freute sich über ihren insgesamt fünften WTA-Titel. Auch sie gratulierte zunächst Potapova zu deren Lauf. "Du hast toll gespielt und mich an mein Limit gebracht. Du bist eine tolle Fighterin und eine noch bessere Person. Ich wünsche dir das Beste für deine Karriere." Andrejewa ließ durchblicken, dass sie sich bei ihrem ersten Linz-Auftritt sehr wohl gefühlt hat. "Es ist ein sehr gemütliches Turnier."

Gemütlich hat es ihr auch ihr Papa gemacht. "Ich war zu faul, um aus meinem Zimmer zu gehen und er hat mir immer Lunch und Dinner gebracht", verriet sie. Und überraschte am Ende mit einem Dank an sich selbst. "Das ist schon eine Tradition von mir. Ich möchte auch mir selbst danken, weil ich bis zum Ende gekämpft habe und dass ich bis zum Ende daran geglaubt habe."

Potapova wieder auf dem Weg nach oben

Potapova, die u.a. 2016 auch Juniorinnen-Wimbledonsiegerin war, ist dennoch auf dem besten Weg zurück zu alten Bestmarken. Die Neo-Österreicherin war im WTA-Ranking schon einmal auf Position 21 gelegen und als nur 97. ins Linzer Turnier gestartet.

Nun katapultiert sie sich zurück auf Platz 54. Potapova spielt im Gegensatz zu Viertelfinalistin Lilli Tagger kommende Woche nicht beim WTA250-Turnier in Rouen. Dort bekommt es Tagger mit der Ukrainerin Oleksandra Olijnykova (WTA-Nr. 68) zu tun.

Sandra Reichel und Co. über Resonanz erfreut

Die Organisatoren jubeln in Linz jedenfalls nach einer nicht nur aus österreichischer Sicht sehr erfolgreichen 35. Auflage. Gleich fünf Mal war das 2.500 Fans fassende Design Center ausverkauft, rund 24.000 Zuschauer kamen in der Turnierwoche zum Event.

"So eine Atmosphäre wie in diesem Jahr habe ich im Design Center noch nie erlebt. Ich hatte wirklich Gänsehaut und es war traumhaft zu sehen, wie sehr unsere österreichischen Spielerinnen mit Anastasia, Lilli, Julia und Sinja, aber auch die internationalen Stars wie Mirra Andrejewa die Tennisfans begeistern. Durch den Belagswechsel auf Sand ist das Tennis aus meiner Sicht für die Fans nochmals attraktiver geworden. Das Turnier ist für die Spielerinnen ein perfekter Start in die Sandplatzsaison", meinte Turnierdirektorin Sandra Reichel in einer Bilanz.

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