Dimitrov, Grigor DIM
Fery, Arthur FER
Endstand
2:3
5:7 , 6:3 , 6:4 , 4:6 , 6:7
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Tennismärchen: Britischer Außenseiter verzückt Wimbledon

Lokalmatador Arthur Fery ist mit einer Wildcard in Wimbledon angetreten - und steht nun im Viertelfinale. Damit schreibt er ein kleines Stück Tennisgeschichte.

Tennismärchen: Britischer Außenseiter verzückt Wimbledon Foto: © IMAGO / Action Plus

Fünf Minuten von Wimbledon entfernt ist der britische Tennisprofi Arthur Fery aufgewachsen - nun hat der Wildcard-Teilnehmer sein Tennismärchen mit dem Viertelfinaleinzug fortgesetzt.

Der 23-jährige Brite rang den Bulgaren Grigor Dimitrov (35) in einem packenden Fünf-Satz-Match am Montag mit 7:5, 3:6, 4:6, 6:4, 7:6(7) nieder und verzückte beim Rasenklassiker in London das Publikum auf dem Centre Court.

"Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Die Unterstützung war phänomenal", sagte der einzige verbliebene Brite im Einzel, nachdem er mit Sprechchören gefeiert wurde. "Hier zu spielen, die Unterstützung zu fühlen und zu gewinnen, ist unglaublich. Es ist ein Traum."

Im ersten Achtelfinale zwischen zwei Wildcard-Teilnehmern bei einem Grand-Slam-Turnier drehte Fery einen 1:2-Satzrückstand und feierte nach 3:55 Stunden seinen Erfolg.

Ein kleines Stück Tennisgeschichte

In der nächsten Runde muss der Lokalmatador gegen den italienischen French-Open-Finalisten Flavio Cobolli ran, der sich gegen den Australier Alex de Minaur in drei Sätzen durchsetzte.

Fery schrieb ein kleines Stück Tennisgeschichte, weil er als erster britischer Wildcard-Profi in einem Grand-Slam-Viertelfinale steht. In der vergangenen Woche hatte Prinzessin Kate bei ihrem Wimbledon-Besuch Fery bei einem seiner Matches angefeuert.

Auch Dimitrov wurde mit Applaus verabschiedet. Der bulgarische Routinier hatte ebenfalls eine Wildcard erhalten, nahm also auch ohne die notwendige sportliche Qualifikation teil. Der frühere Top-Fünf-Spieler war im vergangenen Jahr mit 2:0-Sätzen gegen Jannik Sinner im Achtelfinale kurz vor einer Sensation, musste dann wegen einer Brustmuskelverletzung aber aufgeben.

Zverev muss nachsitzen

French-Open-Sieger Alexander Zverev muss indes mit einer glänzenden Ausgangsposition für seinen angestrebten erstmaligen Viertelfinaleinzug nachsitzen.

Das Achtelfinale des Deutschen gegen den Tschechen Jiri Lehecka wurde am späten Abend wegen der Sperrstunde beim Stand von 6:4, 7:5, 3:3 abgebrochen. Das Duell wird am Dienstag fortgesetzt.

Oberleitner im Doppel ausgeschieden

Im Männer-Doppel verabschiedete sich mit Neil Oberleitner unterdessen der letzte österreichische Vertreter vom dritten Major des Jahres.

Mit seinem tschechischen Partner Petr Nouza musste er sich im Achtelfinale gegen die als Nummer drei gesetzten Briten und Titelverteidiger Julian Cash/Lloyd Glasspool mit 3:6, 6:3, 5:7 geschlagen geben.

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